Meniskusverletzungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. April 2015
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Meniskusverletzungen können sehr unangenehm sein. Bei dem Meniskus handelt es sich um einen Teil des Knies. Kommt es zur Verletzung, ist zum einen die Beweglichkeit stark eingeschränkt, zum anderen können erhebliche Schmerzen auftreten. Die meisten Verletzungen entstehen durch Stürze.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Meniskusverletzungen?

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Es gibt verschiedene Meniskusverletzungen. Das Kniegelenk besteht nicht aus einem einizigen Gelenk, sondern aus ingesamt drei. Die Gelenke werden durch Bänder und Sehnen zusammengehalten. Der Meniskus ist ein Knorpel sitzt zwischen den Einzelgelenken und sorgt dafür, dass das Gewicht verteilt und Stöße abgedämpft werden. Man unterscheidet zwischen dem Außen- und Innenmeniskus.

Meistens wird die Existenz des Meniskus erst bewusst wahrgenommen, sobald dieser verletzt ist und nicht mehr einwandfrei arbeitet. Bestimmte Bewegungen belasten den Meniskus mehr als andere und bergen damit das Risiko, ihn zu verletzen. Zu ihnen gehört das Steigen von Treppen, Skifahren, Tennis und Fußball. Aber auch ohne äußerliche Einflüsse verschleißt der Meniskus im Laufe des Lebens und kann somit in späteren Lebensabschnitten Probleme verursachen.

Ursachen

Eine akute Meniskusläsion entsteht in vielen Fällen bei Sportunfällen. Der innere Meniskus wird dabei häufiger verletzt als der äußere. Ursache ist eine Verdrehung des Kniegelenks bei gebeugtem Knie. Neben Läsionen können auch andere Arten von Verletzungen den Meniskus betreffen und weitaus unangenehmer sein. Während eine Quetschung zügig verheilt, erfordert ein Meniskusriss ein höheres Maß an Regeneration.

Die Ursache des Meniskusrisses lässt sich in zwei Kategorien aufteilen. In ungefähr fünfzig Prozent der Fälle ist der Verschleiß des Gewebes für einen Riss verantwortlich. Die Widerstandsfähigkeit des Meniskus nimmt durch den Abbau des Knorpels ab, wodurch schon geringere äußerliche Einflüsse zu einem Riss führen können. Der Knorpelverschleiß ist mit steigendem Alter üblich. Besonders intensiv ausfallen kann er jedoch zum Beispiel bei Sportlern, Bauarbeitern oder Fliesenlegern, deren Alltag eine hohe Belastung des Knies erfordert.

Die zweite Ursache stellen Verletzungen dar. Während das Knorpelgewebe gut mit senkrechten Belastungen umgehen kann, sind es besonders schräg einwirkende Kräfte, die das Gewebe zum reißen bringen können. Dreh-Sturz-Verletzungen sind eine der häufigsten Ursachen, auch eine direkte Gewaltausübung auf das gesamte Kniegelenk kann eine Verletzung des Meniskus mit sich bringen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Meniskusverletzungen:

Verletzungen, insbesondere Risse, des Meniskus äußern sich schlagartig durch starke Schmerzen. Besonders intensiv sind diese bei Drehbewegungen sowie unter Druck. Das Knie schwillt durch den Bluterguss an und ist weniger beweglich. Das Gehen und Stehen wird stark beeinflusst oder ist teilweise nicht mehr möglich. Es können Streck- und Beugehemmungen entstehen.

Der größte Teil der Beschwerden, insbesondere die Schmerzen, betreffen den inneren Teil des Knies und weniger äußerliche Partien. Die starken Schmerzen veranlassen die Mehrheit der Betroffenen, einen Arzt aufzusuchen, was zur Heilung der Verletzung auch essenziell ist. Unbehandelt kann der Riss sich vergrößern und auch Bänder sowie den Gelenkknorpel Schaden zufügen. Ein Meniskussriss symbolisiert den Beginn der Arthrose und kann unbehandelt die Zerstörung des Kniegelenks verschnellern.

Diagnose

Bei der Diagnose hilft zuerst die Ausarbeitung des genauen Unfallhergangs. Anschließend wird das Knie durch Dreh- und Beugeübungen getestet. Kommt der Arzt zu dem Entschluss, dass es sich um eine Meniskusverletzung handeln könnte, helfen Röntgenaufnahmen dabei, genaueres zu erfahren. Besser als das Röntgen des betroffenen Knies ist jedoch die Kernspintomographie. Bei dieser werden neben den Knochen auch Knorpel und Weichteile erkennbar. Bleibt die Unklarheit bestehen, ob wirklich eine Meniskusverletzung vorliegt, zeigt sich dies spätestens durch die Spiegelung des Knies.

Behandlung und Therapie

Die Therapie hängt von der Art und Intensität der Verletzung ab. Während Quetschungen meistens von alleine heilen, kann bei einem Riss eine Operation notwendig werden. Entschieden wird dies durch Größe und Lage des Risses sowie durch die individuellen Schmerzen und körperliche Fitness. Kleinere Risse, die nur wenige Probleme verursachen, werden oftmals durch Ruhigstellung behandelt. Im Anschluss erfolgen krankengymnastische Übungen zur vollkommenen Regeneration des Meniskus.

Liegt jedoch ein größerer Riss vor, muss operiert werden. Diese erfolgt meistens während einer Arthroskopie bei der der Patient eine Teil- oder Vollnarkose erhält. Ziel der Operation ist es, den Meniskus so weit wie möglich zu erhalten. Eine der Operationsmethoden ist dennoch die Teilentfernung des Gewebes. Diese findet Anwendung, wenn große Teile des Meniskus zerstört sind. Ist des Meniskus beinahme vollkommen ein- oder abgerissen, hilft ein Meniskusteilimplantat, um langfristige Schmerzen zu reduzieren.

Bei weniger stark ausgeprägten Rissen kann der Chirurg sich für eine Naht des Meniskus entscheiden. Sie wird durch mehrere kleine Stifte oder einen Faden durchgeführt und ist besonders für jüngere, aktive Menschen gedacht. Das Material der Hilfsmittel ist so gewählt, dass der Körper es später selber abbauen kann und keine Fremdkörper zurückbleiben. Die Operationsmethoden werden jedoch selten strikt getrennt angewendet. Stattdessen hilft eine Kombination aus beiden, die Bewegungsfähigkeit des Patienten bestmöglich zu erhalten und soviel gesundes Knorpelgewebe zu retten, wie die Situation es erlaubt.

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Vorbeugung

Eine Meniskusverletzung kann durch den Schutz des Gewebes erreicht werden. Sportarten und Bewegungen, bei denen die Knie stark belastet werden, sollten vermieden werden. Dazu zählen Ski fahren, Tennis und Fußball spielen, aber auch eine kniende Haltung kann schädlich sein. Sportarten, die viele Dauerläufe beinhalten, sollten nur mit gutem, dämpfendem Schuhwerk ausgeübt werden. Durch einen gezielten Muskelaufbau lässt der Meniskus sich stärken, wodurch die Anfälligkeit des Gewebes reduziert wird.

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