Marathonlaufen - gesund oder schädlich

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. April 2015
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Ein Marathonlauf ist ein Kraftakt für den Körper. Welche Risiken bürgen Training und Wettkampf? Was müssen Sie vorher bedenken und auf was müssen Sie während des Laufens achten?

Inhaltsverzeichnis

Wer vorausdenkt, sichert sich ab

Jeder Läufer hat seine Gesundheit im Sinn und nimmt an, seinem Körper etwas Gutes zu tun, indem er sich sportlich betätigt. Dennoch ist eine lockere Jogging-Runde um den See nebenan kein Vergleich zu einem Marathonlauf von circa 42 Kilometern.

Nur erfahrene Läufer, die auf bis zu 2 Jahre regelmäßiges Training zurückblicken können, sowie noch ein zusätzliches zwei- bis dreimonatiges Aufbautraining direkt vor dem Wettkampf absolviert haben, sollten einen Marathon bestreiten.

Diese Zeitspanne ergibt sich durch die, für den Trainingserfolg, essentiellen Erholungspausen. Der Körper muss sich regenerieren können. In den Wochen vor der geplanten Marathonteilnahme sollten 3 bis 4 Läufe, verteilt auf die 7 Tage, durchgeführt werden.

Gruselgeschichten sind von gestern

In den Medien ist immer wieder die Rede von Läufern, die an einem Herzfehler oder Gefäßverkalkung starben. Laut einschlägigen Quellen, sollen besonders Männer ab 40 betroffen sein. Der Endspurt ist tituliert als die vermeintliche Todeszone. Mediziner und Statistiken hierzulande sprechen sich jedoch gegenteilig aus. In Deutschland gab es im letzten Jahrzehnt keine Todesfälle. Das Augenmerk auf Männer ab 40 ist ebenfalls nicht zutreffend, da bei großen Marathonevents wie zum Beispiel in Berlin, der Altersdurchschnitt bei 37 Jahren liegt.

Achtsam wie bei jedem Wettkampf

Eine Untersuchung durch einen Sportmediziner muss für jeden ernsthaften Freizeitsportler zum Pflichtprogramm gehören. Risiken können so erkannt und behandelt oder ausgeschlossen werden. Schon bestehende gesundheitliche Probleme können den Marathonlauf gefährlicher machen, als er sein muss.

Informieren sollten man sich nur mit Hilfe seriöser Quellen, die keiner Logik widersprechen. Schnellprogramme für Jogging-Anfänger, die in kürzester Zeit einen Marathonläufer aus Ihnen machen wollen, können nicht im Sinne Ihres Körpers sein und enttarnen sich somit zumeist ganz von selbst.

Steht der Marathonteilnahme nichts mehr im Wege, ist man auch vor Ort abgesichert. Ein immenses Aufgebot an Sanitätern, Ärzten und Spezialisten überwacht die gesamte Strecke. Diese nehmen sich aller akuten Probleme an. Auch auf weniger dramatische Verletzungen, wie aufgescheuerte Brustwarzen und Blasen an den Füßen, sollte man sich einstellen.

Sonnencreme und Kleidung die vor zu viel Bestrahlung schützt, ist das A und O zur Hautkrebsvorsorge. Wenn der Lauf geschafft ist, erwarten Sie vermutlich Muskelschmerzen. Aber die sind ganz normal und sollten nach maximal einer Woche überstanden sein.

Die Wissenschaft beweist Marathonläufer leben länger und die sportmedizinische Gegenwart tut alles dafür, dass dies so bleibt. Wenn der Sportler sich an einige Regeln hält, wird jeder Marathon zu einem Erfolg.

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