Magenschmerzen mit Übelkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. November 2016
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Magenschmerzen mit Übelkeit sind eine Beschwerde des Verdauungstraktes. Sie sind lediglich ein Symptom, aber keine eigenständige Erkrankung. Zunächst setzen die Magenschmerzen ein, es folgt Übelkeit und es kann zu Durchfall und Erbrechen kommen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Magenschmerzen mit Übelkeit?

Magenschmerzen sind ein Warnsignal des Körpers, das durch unterschiedlichste Auslöser getriggert wird. Dementsprechend sind sie ein unspezifisches Symptom, das sich mit Begleiterscheinungen manifestiert und dadurch erst Rückschlüsse auf die Ursache zulässt. Eine dieser möglichen Begleiterscheinungen bei Magenschmerzen ist Übelkeit. Der Betroffene entwickelt dabei meist zuerst Magenschmerzen, die in der Intensität zunehmen. Mit der Zeit tritt das Gefühl ein, sich bald übergeben zu müssen - dies ist die Übelkeit.

Es kann im weiteren Verlauf zu Durchfall und Erbrechen sowie zu weiteren Symptomen kommen. Magenschmerzen mit Übelkeit ist bei kleinen Kindern relativ häufig, beim Erwachsenen sollte es seltener werden und kann bestenfalls auf eine Ursache wie falsche Ernährung oder zu viel Alkohol zurückgeführt werden. Gehen die Magenschmerzen mit Übelkeit in starkes Erbrechen oder Durchfall über, werden sie dann gefährlich, wenn beides nicht mehr aufhört. Diese weitere Entwicklung von Magenschmerzen mit Übelkeit birgt das Risiko, den Körper auszutrocknen und eine gefährliche Dehydration entstehen zu lassen.

Ursachen

Eine der häufigeren Ursachen von Magenschmerzen mit Übelkeit bei Kindern und Erwachsenen sind Infekte des Magen-Darm-Trakts, die sogenannte "Magen-Darm-Grippe". Es handelt sich um Infektionen meist mit Viren, etwa dem Noro- oder Rotavirus. Diese Viren treten immer wieder auf und Krankheitsfälle häufen sich besonders dort, wo Menschen eng beieinander leben. Schulen und Ausbildungsstätten, Büros oder öffentliche Orte, an denen gesunde Menschen auf bereits infizierte Personen treffen, sind für die Verbreitung ideal.

Magenschmerzen mit Übelkeit gehen hierbei schnell in Fieber und Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Durchfall und Erbrechen über. Beim Erwachsenen kommen für Magenschmerzen mit Übelkeit bereits weniger Ursachen in Frage als bei einem Kind, denn dessen Immunsystem funktioniert noch anders und haben auch einen anderen Lebensstil. Erwachsene leiden beispielsweise dann unter Magenschmerzen mit Übelkeit, wenn sie am Vorabend zu viel Alkohol getrunken haben - oder bereits während des Abends.

Bei Kindern dagegen kann schon ein (noch) schwer verdauliches Lebensmittel zu Magenschmerzen mit Übelkeit führen, während Erwachsene dies nicht so deutlich bemerken würden. Bei Lebensmittelunverträglichkeiten sind Magenschmerzen mit Übelkeit dagegen in jedem Alter normal. Als weitere mögliche Ursache kommen psychische Auslöser hinzu. Starker Stress, Trauer und insbesondere Angst führen schnell zu Magenschmerzen mit Übelkeit.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Magenschmerzen mit Übelkeit setzen meist schnell und plötzlich ein. Sie beginnen häufig als leichter Magenschmerz, der allerdings rasch schlimmer wird und dann in Übelkeit übergeht. Dies passiert häufig schon innerhalb einer Stunde, kann aber je nach Grunderkrankung kürzer oder länger dauern. Je nach Auslöser verschwinden die Magenschmerzen mit Übelkeit irgendwann von alleine wieder, sie können aber auch in Durchfall oder Erbrechen übergehen und anhalten. Wenn der Betroffene sich übergeben musste oder Durchfall hatte und von der Toilette kommt, sind die Magenschmerzen mit Übelkeit manchmal vollständig verschwunden, das hält aber nur kurze Zeit an und sie kehren zurück.

Magenschmerzen mit Übelkeit bessern sich, sobald das Immunsystem den Auslöser bekämpft hat oder sobald Medikamente gegen ihn oder das Symptom eingenommen wurden. Wenn es sich um immer wiederkehrende Magenschmerzen mit Übelkeit handelt, die über mehrere Tage oder Wochen schlimmer werden oder stetig in der gleichen Intensität wiederkehren, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine Diagnose geschieht mittels Blut- oder Stuhluntersuchung, Ultraschalldiagnostik und Befragung des Patienten. Kann die Ursache so nicht ermittelt werden, kommen Magen- oder Darmspiegelungen mit eventueller Biopsie zum Einsatz.

Behandlung und Therapie

Zur Behandlung von Magenschmerzen mit Übelkeit wird der Arzt die Grundursache herausfinden müssen. Er wird den Patienten deswegen fragen, seit wann die Magenschmerzen mit Übelkeit bestehen, ob er Durchfall oder Erbrechen hatte, etwas anderes als sonst gegessen hat oder gerade psychische Belastungen im Alltag benennen kann. Bei Kindern, älteren Patienten oder gesundheitlich geschwächten Menschen kann der Arzt bereits bei leichtem Magenschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall ein Medikament verabreichen, dass Letzteres stoppt.

Dadurch wird einer Dehydration des Betroffenen vorgebeugt und er kann sich leichter erholen. Handelt es sich um starken Durchfall und Erbrechen, würde der Arzt auch einem ansonsten gesunden Erwachsenen Medikamente spritzen, um dieses zu beenden. Damit bessern sich in der Regel auch die Magenschmerzen mit Übelkeit sofort. Handelt es sich um eine Magen-Darm-Grippe, wird der Erreger während der Diagnose bestimmt und der Patient bekommt eine Suspension, die er in nächster Zeit in Wasser gelöst trinken muss, um die Darmflora zu erneuern, die unter solchen Infektionen massiv leidet.

Weiterhin erklärt der Arzt dem Patienten, wie er sich in nächster Zeit ernähren muss. Die Ernährungsberatung braucht er auch dann, wenn Unverträglichkeiten die Ursache der Magenschmerzen mit Übelkeit waren. Wurden alle möglichen körperlichen Ursachen ausgeschlossen, kann davon ausgegangen werden, dass es seelische Gründe gibt. Sofern diese nicht klar vorübergehend sind, weil sie auf ein einmaliges Ereignis zurückzuführen sind, würde der Arzt den Patienten zur Behandlung an einen Psychologen überweisen und zur Überbrückung Medikamente gegen Magenschmerzen mit Übelkeit verschreiben, die jedoch nicht als Dauerlösung zu sehen sind.



Vorbeugung

Magenschmerzen mit Übelkeit wird jeder einmal erleben, doch gegen die meisten Ursachen kann Vorbeugung betrieben werden. Nach dem Besuch der Toilette ist die Hygiene wichtig. Händewaschen muss nach jedem Toilettengang erledigt werden, besonders nach dem Besuch öffentlicher Toiletten. Vor allem dann, wenn gerade ein Virus umgeht, sollten Toilettensitze, Türgriffe und am besten auch sonst nichts auf öffentlichen Toiletten angefasst werden. Desinfektionstücher sind zur Handreinigung danach empfehlen - auch, wenn ein Familienmitglied aktuell erkrankt ist. Wenn Unverträglichkeiten bekannt sind, sollten diese zur Vermeidung von Magenschmerzen mit Übelkeit berücksichtigt werden und es sollte nichts auch nur in kleiner Menge gegessen werden, was nicht vertragen wird. Außerdem ist es immer wichtig auf eine gesunde Ernährung zu achten.

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