Mückenschutzmittel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 6. Oktober 2016
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Im Urlaub oder auch im heimischen Garten können Mücken im Sommer zu einer anstrengenden Plage werden und es sollte Mückenschutzmittel aufgetragen werden. Wenn kein wirksames Mittel gegen Mücken aufgetragen wird, ist ein juckender Mückenstich in der Regel die Folge.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Mückenschutzmittel?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich vor Mücken zu schützen. Allerdings garantiert kein Mittel hundertprozentigen Schutz, doch die Effektivität ist bei vielen Mitteln sehr groß. Bevor sich für das richtige Mückenschutzmittel entschieden wird, sollte die Situation klar sein. Für einen Urlaub im Tropengebiet sind andere Mittel wirkungsvoller als für den Aufenthalt im heimischen Garten. Mückenschutzmittel sind dafür gedacht, den Menschen vor Stichen und Krankheitsübertragungen zu schützen. Diese Mittel schützen in der Regel nicht nur vor Mücken, sondern auch vor anderen stechenden Insekten, welche auch Krankheiten übertragen können.

Durch die Mückenschutzmittel soll eventuellen Stichen vorgebeugt werden und diesen nicht behandeln. Die Inhaltsstoffe können sowohl chemisch als auch natürlich sein. Durch ständiges Kratzen können unschöne Narben entstehen und manche Exemplare sind auch Überträger von gefährlichen Krankheiten. Mit den richtigen Schutzmitteln kann man sich wirksam gegen Mücken schützen.

Wirkung und medizinische Anwendung

Wenn ein Aufenthalt in Regionen geplant ist, die in der Nähe des Äquators liegen, dann ist ein Mückenschutz unbedingt zu empfehlen. Die dortige Hitze in Verbindung mit der hohen Luftfeuchtigkeit bildet den perfekten Lebensraum für die Mücken. In diesen Gebieten sind sie häufige Träger und Überträger von Tropenkrankheiten. Neben heller Kleidung, Moskitonetzen und langer Kleidung sind Sprays, flüssige Tinkturen und Salben die wirkungsvollsten Mittel gegen Mücken. Diese sollten vor allem auf Körperstellen aufgetragen werden, die nicht von Kleidung bedeckt sind.

Die Verteilung des Mittels sollte lückenlos geschehen und wenn die Kleidung aus einem dünnen Stoff besteht, sollten auch die nicht frei einsehbaren Körperstellen eingecremt oder eingesprüht werden. Die meisten Mückenschutzmittel beinhalten einen Geruchsstoff, der auf Insekten und Mücken abstoßend wirkt. Dadurch kommen die Tiere nicht erst in Kontakt mit dem Körper. Dadurch, dass die Mücken die Haut nicht berühren und stechen können, ist die Effizienz besonders hoch.

Durch die Körperwärme wird der Stoff in dem Mückenschutzmittel erwärmt und verdampft. Dieser Vorgang greift die Wahrnehmung der Mücke an, wenn sie sich nähert. Dadurch findet sie den angestrebten Wirt nicht. Es gibt neben den Sprays und Tinkturen für den Körper auch direkte Raumsprays, welche die Umgebung von Mücken befreit halten sollen. Die Wirkstoffe ähneln denen, der Körpersprays. Zum einen werden sogenannte Repellentien verwendet, die die Sinne der Insekten beeinflussen und das Stechen verhindern können. Zum anderen gibt es die Insektizide, welche die Insekten direkt abtöten. In den meisten Schutzmitteln, die gegen Mücken auf die Haut aufgetragen werden, befinden sich diese Repellentien.

Formen und Gruppen

Zum einen gibt es die Möglichkeit, ein Mückenschutzmittel in Form von Spray zu nutzen. Folgende Anbieter werden häufig benutzt: Autan®, AntiBrumm®, Mosquito® und Nobite®. Zum Anderen gibt es Mückenschutzmittel in Form von Gel und als Salbe von folgenden Anbietern: - Ballistol®, Autan® und Chinoseptan®. Für pflanzliche Alternativen sind die folgende Anbieter geeignet: Aries®, Jungle, Formula® und F & H®.

Dosierung

Die Dosierung ist zum einen abhängig vom Aufenthaltsgebiet und zum anderen von der Konzentration der Wirkstoffe. In der Regel sollten die Sprays ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Wenn die Konzentration der Wirkstoffe unter 10-35 Prozent liegt, dann kann es auch häufiger verwendet werden. Wenn der Körper in Verbindung mit Wasser kommt oder vermehrt Schweiß produziert wird, kann das Spray oder Gel ebenfalls häufiger verwendet werden. Allerdings sollte mit der Anwendung auch nicht übertrieben werden, bei zu häufiger Anwendung kann es zu Hautreizungen und anderen Nebenwirkungen kommen. In der Regel schützen die Mittel etwa acht Stunden gegen Mücken und bis zu zwei Stunden gegen Zecken.

Pflanzliche, natürliche und pharmazeutische Alternativen

Schutzmittel wie Teebaumöl, ätherische Öle wie Citronella und Citridiol® sind auf pflanzlicher Basis. Letzteres besteht aus Elementen von Knoblauch, Lavendel, Basilikum, Pfefferminze und Thymian. Manchmal werden auch noch Nelken verwendet. Auch Kokosfett kann als natürlicher Schutz gegen Mücken eingesetzt werden. All diese Mittel werden ebenfalls auf die betreffenden Hautstellen aufgetragen und sollten nach ein paar Stunden erneuert werden.

In den chemischen Schutzmitteln sind meistens die Wirkstoffe DEET, Icaridin, Ethyl-Butylacetylaminopropionate und DMP enthalten. Dabei kommt es auf die Dosierung dieser Wirkstoffe an, wie oft der Mückenschutz erneuert werden muss. Auch auf homöopathischer Ebene gibt es Möglichkeiten, sich gegen Mückenstiche zu schützen. Dabei sollte zum Beispiel Staphisagria D3 vorbeugend eingenommen werden, welches in Wasser aufgelöst wird.

Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Wenn häufig chemische Mückenschutzmittel eingesetzt werden, kann es zu Nebenwirkungen in Form von Hautreizungen, Juckreiz, Rötungen und Brennen kommen. Wenn die Mittel mit Hornhaut oder den Schleimhäuten in Verbindung kommen, kann es auch zu Reizungen kommen, da diese sehr empfindlich sind. Bei dem Wirkstoff DEET kann es durchaus auch zu Sensibilitätsstörungen in Form eines Taubheitsgefühls oder Kribbeln kommen.

In ganz seltenen Fällen lösen Mückenschutzmittel Hirnschädigungen und Krampfanfälle aus. Das wird auch durch DEET ausgelöst, da dieser Wirkstoff durch die Haut in den Blutkreislauf gelangen kann. Wenn pflanzliche Schutzmittel verwendet werden, kann es auch dort zu Nebenwirkungen kommen. Vor allem ätherische Öle lösen zum Teil Hautreizungen und Allergien aus, besonders bei verstärkter Sonneneinstrahlung.

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