Low-Carb-Diät

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2016
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Die Low-Carb-Diät ist wörtlich genommen eine Diät in der der Anteil an Kohlenhydraten (Carbohydrates) möglichst niedrig (low) gehalten werden soll. In vergangenen Jahren wurde zumeist das Fett für die Zunahme an Körpergewicht verteufelt und es wurden zahlreiche Light-Produkte auf den Markt gebracht, die dieses Problem umgehen sollten. Nur leider änderte sich bei vielen dennoch nicht viel. Auch ständige Hungerkuren brachte den meisten Diätwilligen nicht die erwünschten Ergebnisse, denn der JoJo Effekt folgte zumeist.

Inhaltsverzeichnis

Grundsätze, Ziele und Prinzip

Die Low-Carb Diät arbeitet mit der Reduzierung der Einnahme von Lebensmitteln, die reich an Kohlenhydraten sind. Dazu gehören Brot (weißes Mehl, Vollkornmehl), Nudeln, Reis, Kartoffeln und andere Lebensmittel, die viel Stärke enthalten. Gewicht wird auf die Einnahme von Nahrung gelegt, die reich ist an Proteinen und damit leicht verdaulich ist für den Organismus. Eiweißhaltige Nahrung sorgt nämlich dafür, dass die Blutzuckerwerte niedrig bleiben.

Die Ausschüttung von Insulin bleibt somit relativ niedrig, sodass sich der Stoffwechsel vor allem mit den Fettreserven auseinandersetzen kann. Die Umstellung auf eine eiweißreiche Kost ist dadurch vor allem eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und des Essverhaltens. Vor allem abends, bei der Einnahme der letzten Mahlzeit ist eine strikte Aufnahme von Eiweiß gefordert. Süßes und kohlenhydratreiches muss vermieden werden, sonst steigt der Blutzuckerspiegel stark an und blockiert somit die Fettverbrennung.

Ein weiteres Prinzip der Low-Carb-Diät ist, dass zwischen den Mahlzeiten "Ruhepausen" von mehreren Stunden eingehalten werden, in denen nichts zu sich genommen werden darf, um die Verdauungsarbeit und Fettverbrennung des Organismus zu unterstützen. Ziel ist dabei immer, den Blutzuckerspiegel auf einem sehr niedrigen Niveau zu halten.

Kritik und Risiken

Low-Carb Diäten sind im Laufe mehrerer Jahre in stets neuen Erscheinungen aufgetreten. Dabei handelt es sich nicht unbedingt um eine Art Mode-Diät, sondern stützt sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entwicklung unseres Stoffwechsels im Laufe der Evolution. Sie tritt unter anderem mit den Namen ihrer "Erfinder" (Atkins - Atkins-Diät, Pape - Pape-Diät) auf, zeigt aber stets die gleichen Muster in abgeänderter Form.

Das Prinzip, niedriger Insulinspiegel gleich bessere Fettverbrennung, bleibt dabei jedoch unverändert. Auch wenn einzelne Lebensmittel dabei mehr oder weniger in den Vordergrund treten, ist die Low-Carb-Diät vielmehr eine Ernährungsumstellung als eine wirkliche Diät. Die Qualität der Nahrung wird also an ihrem Anteil an Kohlenhydraten gemessen. Einem unerfahrenen Laien wird es anfangs sehr schwerfallen dies im Alltag unterzubringen. Auch sind die langen Pause zwischen den Mahlzeiten nicht immer leicht einzuhalten.



Beispiele und praktische Anwendung

Während der Low-Carb-Diät ist die Auswahl an Nahrungsmitteln, die reich sind an Eiweiß, vielseitig. Mageres Fleisch, Fisch, Gemüse und Milchprodukte, Ei oder Tofu sind erlaubt, wobei passendes Gemüse sogar "in rauen Mengen" verzehrt werden darf. Das Frühstück sollte Kohlenhydrate enthalten: Brot oder Brötchen mit süßem Belag, Müsli mit Obst, Kaffee mit Milch - für die meisten ändert sich zumindest hier nicht viel.

Beim Mittagessen sollte man die Beilagen weglassen. Das heißt der Verzicht oder die Reduzierung von Kartoffeln, Reis oder Nudeln ist angebracht. Das Abendessen sollte wiederum nur aus eiweißhaltiger Kost bestehen. Eine Tabelle mit der Angabe der Kohlenhydratmenge einzelner Lebensmittel wäre in jedem Fall bei dieser Diät ein wichtiges Hilfsmittel.

Ein langsamer und stetiger Erfolg ist bei Einhaltung der Regeln garantiert. Ein Kalorienrechner kann unterstützend mit einbezogen werden. Sportliche Betätigung unterstützt und beschleunigt den Abnehmprozess zusätzlich.

Bücher über Low-Carb-Diät

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