Leiomyosarkom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. April 2015
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Unter dem Leiomyosarkom bezeichnet der Mediziner einen Tumor. Die Gefahr bei einem Leiomyosarkom liegt darin, dass diese bösartige Geschwulst erst relativ spät entdeckt wird. Nur eine frühzeitige Diagnose steigert die Chancen einer vollständigen Genesung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Leiomyosarkom?

Das Leiomyosarkom tritt relativ selten auf. Bei dem Leiomyosarkom handelt es sich um einen recht bösartigen Tumor, welcher an der glatten Muskulatur auftritt. In etwa 1 von 100 Fällen tritt das Leiomyosarkom an der Gebärmutter auf und bildet eine bösartige Geschwulst.

Jedoch kann das Leiomyosarkom an jeder Körperstelle auftreten, sofern eine glatte Muskulatur besteht. Je nach Bösartigkeit des Tumors sind unterschiedliche Formen möglich. Das low-grade Leiomyosarkom gehört zu den weniger gefährlichen Tumoren. Statistiken zeigen, dass das Leiomyosarkom im Regelfall erst nach dem 30. Lebensjahr auftritt. Vorwiegend sind Personen ab dem 60. Lebensjahr betroffen.

Ursachen

Weshalb das Leiomyosarkom auftritt, ist den Ärzten noch weitgehend unklar. Die Mediziner sind unschlüssig, was die Ursachen für die Entstehung des Leiomyosarkoms sind. In früheren medizinischen Studien verwiesen die Ärzte auf eine Entartung des Leiomyoms. Das bedeutet, dass sich der bösartige Tumor auf Grund der Bildung eines gutartigen Tumors entwickelte. Diese Studie wurde jedoch widerrufen. Auch Risikofaktoren, welche das Endometriumkarziom - ein bösartiger Tumor, der in der Gebärmutter auftritt - begünstigen, stellen keinen nachweisbaren Grund dar.

Auch Diabetes mellitus, Kinderlosigkeit sowie Übergewicht oder Hypertonie sind keine begünstigenden Faktoren, damit sich ein Leiomyosarkom bildet. Vorwiegend verweisen Mediziner auf sogenannte Körperprozesse. Da das Leiomyosarkom bei Personen auftritt, welche bereits das 60. Lebensjahr überschritten haben, liegt der Verdacht nahe, dass das Leiomyosarkom auf Grund veränderter Prozesse im Körper auftritt, die ab dem 60. Lebensjahr entstehen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome des Leiomyosarkoms:

Der Patient klagt in erster Linie über Geschwulste, die im Bereich des Bauchs auftreten. Ebenfalls leiden viele Patienten unter Bauchschmerzen und einer vergrößerten Leber. Des Weiteren kann das Auftreten einer Gelbsucht ein Symptom darstellen. Weitere Anzeichen sind unter anderem Nierenerkrankungen, das Budd-Chiari-Syndrom sowie geschwollene Beine oder eine Aszites. Tritt das Leiomyosarkom direkt an der Gebärmutter auf, zeigt die Statistik, dass die Prognose relativ negativ ist.

Jedoch ist der Verlauf der Krankheit dahingehend entscheidend, welche Ausprägung der Tumor hat. Ebenfalls ist abzuklären, ob Metastasen aufgetreten sind. Beträgt der Durchmesser des Leiomyosarkoms weniger als 5 Zentimeter, zeigt die Statistik einen relativ positiven Verlauf. Auch die Tatsache, dass der Tumor nur sehr langsam fortschreitet, begünstigt den positiven Krankheitsverlauf. Hier spricht der Mediziner von dem sogenannten low-grade Leiomyosarkom.

Diagnose

Da die Symptome relativ unspezifisch sind, wird das Leiomyosarkom erst spät oder zufällig entdeckt. Der Mediziner steht auch immer wieder vor dem Problem, dass die Gewebeproben des bösartigen sowie des gutartigen Tumors beinahe ident sind. Jedoch weist das Leiomyosarkom eine hohe Vielgestaltigkeit der Zellen auf. Das deutet auf eine gesteigerte Zellteilungsrate hin, die im Endeffekt die Diagnose bringt, dass es sich um den bösartigen Tumor handelt.

Behandlung

Stellt der Mediziner die Diagnose, dass es sich um ein Leiomyosarkom, sollte mit der Behandlung und Therapie sofort begonnen werden. Im Regelfall muss sich der Patient einem operativen Eingriff unterziehen. Bei diesem Eingriff versucht der Mediziner, dass er den Tumor komplett entfernt. Die Operation wird jedoch nur durchgeführt, wenn der bösartige Tumor nicht auf die Chemo- wie Strahlentherapie reagiert. Die Statistiken zeigen jedoch, dass eine konservative und nichtoperative Behandlung oftmals keine Verbesserung der Situation bringt, sodass eine Operation oftmals unumgänglich ist.

Die Therapien werden jedoch - je nach Patient - abgeglichen. Das liegt daran, weil es sich - bei dem Leiomyosarkom - um einen äußerst seltenen Tumor handelt, der auch unterschiedliche Formen mit sich bringt. Ebenfalls ist entscheidend, ob bereits Metastasen vorhanden sind. Hat der Tumor bereits "gestreut", muss oftmals auch das betroffene Gewebe, welches von den Metastasen betroffen ist, operativ entfernt werden. Tritt das Leiomyosarkom in der Gebärmutter auf, findet der Mediziner oftmals Metastasen in den Eierstöcken der Frau.

Hier raten die Ärzte oftmals von einer kompletten Entfernung der Eierstöcke. Somit kann automatisch das Risiko gesenkt werden, dass diverse Metastasenanteile in den Eierstöcken zurückbleiben und eine etwaige neuartige Tumorbildung verursachen. Bilden sich Metastasen an den Lymphknoten, wird von einer Entfernung derselben Abstand genommen. Statistiken haben gezeigt, dass im Gegenteil zu der Entfernung der Eierstöcke, das Entfernen der Lymphknoten keinen Heilungserfolg mit sich bringt.

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Vorbeugung

Da bislang nicht geklärt ist, weshalb das Leiomyosarkom entsteht, sind auch Maßnahmen zur Vorbeugung relativ unbekannt. Wichtig ist, dass man sich unter einer jährlichen ärztlichen Untersuchung begibt, welche oftmals auch unter dem Namen "Gesundheitsuntersuchung" beim behandelnden Hausarzt angeboten wird.

Vorwiegend sollte auch ein Arzt aufgesucht werden, wenn etwa "ungewöhnliche" Symptome auftreten. Das sind unter anderem Blutungen, wobei die Menopause bereits vollendet wurde bzw. zyklusunabhängige Blutungen. Somit kann eventuell bereits im Frühstadium das Leiomyosarkom festgestellt und dementsprechend behandelt werden.

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