Leberfleck blutet

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. April 2017
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Wenn ein Leberfleck blutet, muss das nicht unbedingt ein Anzeichen für eine schlimme Erkrankung sein. Es ist jedoch ratsam den betroffenen Leberfleck von einem Arzt untersuchen zu lassen. Nur so kann eine mögliche Erkrankung frühzeitig entdeckt und behandelt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist wenn der Leberfleck blutet?

Da alle Leberflecke eine Vorstufe von Hautkrebs sein können, muss besondere Aufmerksamkeit gelten, wenn ein Leberfleck blutet. Ein Leberfleck ist zwar eine gutartige Wucherung, die sich aber im Laufe der Zeit verändern kann. Leberflecken zählen zu den häufigsten Hautveränderungen bei uns Menschen. Ein Leberfleck wird in Fachkreisen auch als Nävus bezeichnet.

Es handelt sich dabei um eine Fehlbildung in der Haut, die durch eine Vermehrung der Pigmentzellen entsteht und lokal deutlich begrenzt ist. Man vermutet, dass diese Pigmentzellen genetisch verändert sind. Man unterscheidet zwischen Leberflecken, die ab der Geburt bzw. in den Woche danach auftreten und solchen Leberflecken, die im Laufe des Lebens erworben werden. Bei der Entstehung von Leberflecken kommt es auch auf die familiären Umstände an.

Ursachen

Wenn ein Leberfleck blutet, kann dies verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen kommt die Blutung durch eine Verletzung zustande, die durch äußere Einwirkung entstanden ist. Manchmal jucken Leberflecke, so dass der Betroffene sie manchmal unbewusst aufkratzt. Aber auch beim Abtrocknen nach dem Duschen kann es zum Bluten von Leberflecken kommen, wenn das Handtuch den Leberfleck verletzt hat.

Es muss nicht immer eine schlimme Ursache dahinterstecken, aber wenn ein Leberfleck blutet, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, damit die Haustelle genau untersucht werden kann. Am besten ist hier der Kontakt zu einem Hautarzt, der sich in der Regel besser mit Hautveränderungen auskennt, als der normale Hausarzt. Wenn ein Leberfleck blutet, kann das durchaus auf eine bösartige Veränderung des Hautgewebes hindeuten. Je frühzeitiger eine solche Veränderung erkannt und behandelt wird, umso besser ist die Prognose. Auch wenn ein Leberfleck sich in seiner Form oder Größe ändert oder häufig juckt, sollte ein Arzt einen genaueren Blick darauf werfen.

Krankheiten

Wann zum Arzt?

Wenn ein Leberfleck zu jucken beginnt, so ist dies zuerst einmal kein Grund zur Panik. Es kann sich um einen ganz einfachen Juckreiz handeln, der jedoch nach kurzer Zeit auch wieder verschwinden sollte. Wenn der Leberfleck jedoch regelmäßig juckt und dadurch sogar vielleicht blutet, dann sollte definitiv ein Arzt aufgesucht werden. Nur so können frühzeitige Erkrankungen, wie zum Beispiel Hautkrebs erkannt werden. Bilden sich zusätzlich Hautrötungen, ist ebenfalls ein Arztbesuch nötig.

Auch wenn der Leberfleck sich in Form und Farbe verändert, so sollte dringend ein Arzt konsultiert werden. Wenn der Leberfleck versehentlich beim Rasieren aufgeschnitten wurden, so ist dennoch vorsichtig geboten. Jeder Leberfleck kann nämlich ein Vorbote von Hautkrebs sein. Sie können sich jederzeit verändern und bösartig werden, sodass diese stets von einem Arzt untersucht werden sollten.

Somit gilt: Nicht nur bei einem blutenden Leberfleck, sondern auch bei Veränderungen oder einem Juckreiz, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Empfehlenswert ist an dieser Stelle der Gang zu einem Hautarzt, da dieser eine explizite Diagnose stellen kann. Im Zweifelsfall kann auch eine Biopsie vorgenommen werden. Dabei wird Gewebe des Leberflecks entnommen und genau untersucht. Nur so kann eine gesicherte Diagnose vorgenommen werden. Da es sich bei Hautkrebs um einen sehr aggressiven Krebs handelt, der sich im ganzen Körper ausbreitet, sollte ein Arztbesuch nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Diagnose und Verlauf

Hat ein Leberfleck geblutet, stehen verschiedene Diagnosemöglichkeiten zur Wahl um die Ursache zu finden. Diese Diagnose ist wichtig um abzugrenzen, ob es sich um eine ungefährliche Erscheinung handelt oder eine bösartige Veränderung vorliegt. Dazu stehen dem Arzt spezielle Instrumente zur Verfügung, die an eine Lupe erinnern. Unter der Vergrößerung können die Form des Leberflecks, seine Farbe und Größe sehr genau betrachtet werden um eine Einschätzung zu erlangen.

Besonders wenn die Ränder des Leberflecks ungleichmäßig erscheinen, kann dies ein Hinweis auf eine krankhafte Veränderung sein. In der Regel lässt sich so gut erkennen, ob der Leberfleck gutartig oder auffällig ist. Dabei ist auch erkennbar, aber sich ein Leberfleck in den schwarzen Hautkrebs verändert haben könnte. Bestehen Zweifel über die Art des vorliegenden Leberflecks, kann eine Biopsie des betroffenen Gewebes genauen Aufschluss bringen. Nur so ist es auch möglich, eine völlig gesicherte Diagnose zu stellen.

Komplikationen

Wenn ein Leberfleck blutet, sollte vorsorglich immer ein Arzt um Rat gefragt werden. Das gilt auch, wenn die Ursache bekannt und harmlos ist. So zum Beispiel, wenn sich ein Patient beim Rasieren verletzt oder den Rücken zu stark mit einer Bürste schrubbt. Starkes Kratzen führt ebenfalls dazu, dass Leberflecken anfangen zu bluten. Hier ist dann aber der Juckreiz das bedenkliche Symptom. Der Arzt sollte unbedingt darauf hingewiesen werden. Geht der Juckreiz außerdem mit einer starken Schwellung und der Bildung von Blasen einher, kann es sich um den Stich oder Biss eines Insekts handeln.

Insbesondere Zecken, die sich in einem Leberfleck festgebissen haben, sind hoch gefährlich. Die Betroffenen bemerken das Tier wegen der dunklen Färbung zunächst nicht, geraten aber regelmäßig in Panik, wenn sie realisieren, dass sich ein Insekt in den Leberfleck eingegraben hat. Keinesfalls darf hier selbst Hand angelegt werden. Betroffene sollten unverzüglich einen Arzt konsultieren und sich am Wochenende auch nicht scheuen, die Notaufnahme eines Krankenhauses aufzusuchen. Gehen die Blutungen mit einer Veränderung der Farbe und der Form des Leberflecks einher, besteht Verdacht auf Hautkrebs. In diesen Fällen sollte sofort ein Dermatologe hinzugezogen werden.

Behandlung und Therapie

Wenn ein Leberfleck blutet und es hat sich bei der Untersuchung herausgestellt, dass eine bösartige Veränderung vorliegt oder das Risiko für eine solche gegeben ist, muss eine entsprechende Behandlung durchgeführt werden. In solch einem Fall wird meist eine chirurgische Entfernung des betroffenen Gewebes gewählt. Dazu wird die Umgebung des Leberflecks lokal betäubt und der Arzt schneidet den Leberfleck mit speziellen Instrumenten aus der Haut. Anschließend wird die betroffene Stelle vernäht und die Heilung abgewartet, bevor die Fäden gezogen werden.

Es handelt sich dabei um einen ambulanten Eingriff, der in sehr kurzer Zeit erledigt ist. Mit diesem Verfahren werden sowohl Leberflecke entfernt, die bereits eine Veränderung haben, als auch Leberflecke, bei denen eine Veränderung zu erwarten ist. Der Eingriff wird manchmal also auch präventiv durchgeführt. Nach der Entfernung wird der abgetragene Leberfleck in der Regel in ein Labor geschickt und genauer untersucht. So wird Klarheit erlangt, ob tatsächlich eine bösartige Veränderung vorliegt.

Diese Behandlung kommt auch in Frage, wenn sich ein Leberfleck an einer sehr ungünstigen Stelle auf der Haut befindet. Manche Leberflecke können stark stören und sich durch ihre Position auch entzünden. So zum Beispiel ein Leberfleck, der genau am Hosenbund sitzt. Kommt es zu einer Reizung durch die Kleidung, kann sich der Leberfleck entzünden. Manchmal passiert es auch, dass ein solcher [[Leberfleck blutet. Dann kann es durchaus ratsam sein, einen solchen Leberfleck zu entfernen, auch wenn keine bösartige Veränderung vorliegt oder vermutet wird.



Vorbeugung

Einem Leberfleck, der blutet, kann nur bedingt vorgebeugt werden. In jedem Fall sollte jede äußere Einwirkung vermieden werden, die zu einer Blutung führen kann. Auch wenn ein Leberfleck juckt, sollte es also nicht aufgekratzt werden. Leberflecke an ungünstigen Stellen, sollten aus diesem Grund auch geschützt werden. Um bösartigen Veränderungen von Leberflecken vorzubeugen, ist in jedem Fall ein ausreichender Sonnenschutz empfehlenswert.

Bücher über Hautkrankheiten

Quellen

  • Furter, S., Jasch, K.C.: Crashkurs Dermatologie. Urban & Fischer, München 2007
  • Dirschka, T., Hartwig, R., Oster-Schmidt, C. (Hrsg.): Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2010
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2013
  • Rassner, G.: Dermatologie – Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer, München 2009
  • Herold, S.: 300 Fragen zur Pubertät. Graefe und Unzer, München 2008
  • Ellsässer, S.: Körperpflege und Kosmetik. Springer, Berlin 2008
  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin: Klinik, Diagnose, Therapie, Springer Verlag, 2. Auflage, 2011
  • Abeck, D. & Cremer, H.: Häufige Hautkrankheiten im Kindesalter: Klinik - Diagnose - Therapie, Springer Verlag, 3. Auflage, 2006

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