Kubeben-Pfeffer

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. Juni 2016
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Kubeben-Pfeffer ist mit dem bekannten schwarzen Pfeffer verwandt. Das in Indonesien heimische Gewürz ist zur Heilpflanze des Jahres 2016 gekürt worden. Die medizinisch relevanten Teile, die Kubeben, werden unter anderem als Hustenlöser und zur Steigerung des Sexualtriebes eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Der Kubeben-Pfeffer, auch Schwanzpfeffer oder Stielpfeffer genannt, ist der Gattung Pfeffer unterzuordnen und gehört zur Familie der Pfeffergewächse. Pfeffer ist eine Kletterpflanze. Kubeben-Pfeffer hat weiße Blüten und spitze Blätter. Er hat eine süßlichen, zitronenartigen, leicht bitteren, scharfen Geschmack. Die Früchte sind etwas größer als Körner des bekannten, verwandten, schwarzen Pfeffers. Die Früchte, die sogenannten Kubeben, sind die unreifen Samen der Pfefferart. Pfeffer allgemein ist das meist genützte Gewürz weltweit, wohingegen der Kubeben-Pfeffer eher wenig bekannt ist.

Vorkommen und Anbau

Kubebenpfeffer kann in bereits niedrigen Mengen zu Schwindel führen. Dennoch ist er ein wirksames Heilmittel gegen vielerlei Beschwerden.

Der Kubeben-Pfeffer ist auf der indonesischen Insel Java beheimatet. Er ist eine Tropenpflanze und bevorzugt ein gleichmäßig warmes Klima und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Er favorisiert eine Niederschlagsmenge von 2500 Millimeter die über das Jahr hinweg gleich verteilt sein sollte. Neben Java wird der Kubeben-Pfeffer heutzutage auf anderen indonesischen Inseln, in Malaysia, in Indien und Sri Lanka angebaut. Die Kultivierung ist eher arbeitsintensiv. Die Vermehrung erfolgt über Stecklinge. In der Regel wird zweimal jährlich geerntet. Die Ernte erfolgt in vielen Anbaugebieten noch mit der Hand. Pro Pflanze liegt der Ertrag etwa bei 2-3 Kilogramm Pfeffer.

Die Pflanze braucht von Blüte bis zur Reife ungefähr fünf Monate. Die Körner werden grün geerntet und an der Sonne getrocknet. Ursprünglich ist Pfeffer ein Gewächs aus dem Urwald, daher bevorzugt er schattige Plätze. Kubeben-Pfeffer wird in Gebieten Asiens und Nordafrikas auch zur Schattengewinnung auf Kaffeeplantagen kultiviert. Der Strauch wächst bis zu zehn Metern hoch. Charakteristisch sind seine unbehaarten, wechselständigen Blätter und ein stielartiger Fortsatz.

Die Früchte sind kugelförmig und etwas größer als die Körner von schwarzem Pfeffer. Der Kubeben-Pfeffer ist im Westen eher unbekannt und kam vermutlich über arabische Händler in europäische Gegenden. Da der portugiesische König im 19. Jahrhundert den Verkauf dieser Art verbot um den Handel des schwarzen Pfeffers zu fördern, verschwand er zunächst von der Bildfläche. In Asien und Nordafrika ist der Kubeben-Pfeffer als Gewürz und Heilpflanze schon lange anerkannt.

Anwendung und Wirkung

Kubeben-Pfeffer wurde bereits früh von arabischen Ärzten als Heilmittel verwendet. Der Pfeffersorte wird eine adstringierende, schleimlösende, leistungssteigernde und aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Kubeben-Pfeffer soll schwere Speisen leichter verdaulich machen. Er wirkt appetitanregend, indem er die Produktion von Speichel und Magensäften fördert. Das signalisiert dem Körper ein Gefühl von Hunger und steigert das Verlangen der Nahrungsaufnahme.

In der indischen Volksmedizin werden die Körner der Pflanze eingesetzt, um Angst und Stress abzubauen. Zudem soll Kubeben-Pfeffer zur körperlichen und geistigen Leistungssteigerung beitragen. Die getrockneten Früchte werden bereits in der Antike gegen entzündliche bakterielle Harnwegsinfekte eingesetzt. Weiterhin finden die Früchte der Pflanze, die Kubeben, Anwendung bei Krankheiten wie Hämorrhoiden und Gonorrhöe. Die Früchte der Pflanze können bei zu hohen Dosen abführend wirken. Je nach körperlicher Verfassung lösen bereits geringe Mengen Schwindelzustände aus, daher werden die Kubeben auch Schwindelkörner genannt.

Wogegen hilft Kubeben-Pfeffer?

Bedeutung für die Gesundheit

Der Kubeben-Pfeffer wurde zur Heilpflanze des Jahres 2016 ernannt. Die gelehrte Hildegard von Bingen schrieb ihm eine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus zu. Neben einem fröhlichen Gemüt, sollen die Früchte des Pfeffers den Geist schärfen und reines Wissen ermöglichen. In China sind die Kubeben schon lange Bestandteil der traditionellen Medizin. Kubeben-Pfeffer wird seit der Antike als Heilkraut verwendet. Er kann bei Magenproblem Abhilfe schaffen, da er blähungstreibend wirkt. So können ein unangenehmes Völlegefühl vermindert und Unregelmäßigkeiten in der Magen-Darm-Tätigkeit ausgeglichen werden.

Bei Überdosierung bewirkt der Pfeffer allerdings das Gegenteil und kann zu Magenschmerzen führen. Die Früchte sollen weiterhin auswurfsfördernd wirken. Eine weitere medizinische Verwendung ist demnach die Behandlung von chronischer Bronchitis. Der Pfeffer wirkt wie ein natürlicher Hustenlöser. Insbesondere bei Entzündungen der Harnwege wird dem Kubeben-Pfeffer eine positive Wirkung zugeschrieben.

Bei Gonorrhöe, Entzündungen der Prostata, bei Harnröhren- und Blasenkatarrh und bei Nierenleiden kann die Pflanze Abhilfe schaffen. Die Heilpflanze kann weiterhin bei Kopfschmerzen Linderung bringen. Pfeffer soll die Produktion von Endorphinen fördern und somit auf das allgemeine Wohlbefinden einen positiven Effekt haben. Sexualstörungen, wie etwa eine verminderte Libido bei Frauen, können möglicherweise durch Kubeben gelindert werden, da er aphrodisierend wirkt. Kubeben-Pfeffer erhielt 2016 zu Recht den Titel der Heilpflanze des Jahres. Er kann bei Atembeschwerden, Kopfschmerzen und Harnwegserkrankungen nachweislich Linderung bringen.

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