Kreuz- und Gesäßschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Juni 2016
Gesundpedia.deSymptome Kreuz- und Gesäßschmerzen

Über eine kurze Zeitspanne hinweg oder über einen längeren Zeitraum anhaltende Kreuz- und Gesäßschmerzen plagen immer mehr Menschen. Nicht immer sind die Auslöser für die Kreuz- und Gesäßschmerzen bei diversen Erkrankungen zu suchen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Kreuz- und Gesäßschmerzen?

Die Kreuz- und Gesäßschmerzen werden im Allgemeinen in die Sparte der Rückenschmerzen eingeordnet. Je nachdem, welche ursächlichen Zusammenhänge mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorliegen, werden diese entsprechend differenziert.

In diesem Zusammenhang werden die Kreuz- und Gesäßschmerzen der Spondylitis ankylosans, einem Ischias oder einer Sakroiliitis zugeordnet. In solchen Fällen, bei denen der Kreuz- und Gesäßschmerz länger als 3 Monate besteht, wird dieser zu den entzündlichen Vorgängen gezählt.

Ursachen

Die Ursachen, welche bei Kreuz- und Gesäßschmerzen beobachtet werden, ähneln häufig einem Ischias und werden daher nicht immer richtig zugeordnet. Durch eine übermäßige Beanspruchung des Piroformis-Muskels kommt es überwiegend zu Kreuz- und Gesäßschmerzen. Da die Schmerzen im Gesäß meist in das Kreuz ausstrahlen, werden diese oft den Rückenschmerzen zugeordnet.

Der genannte Muskel kann anschwellen und dadurch einen Druck auf den Ischiasnerv ausüben, sodass Kreuz- und Gesäßschmerzen wahrgenommen werden. Die Ursachen, welche zu den typischen Kreuz- und Gesäßschmerzen führen, liegen außerdem in einer Verletzung des Gesäßmuskels, der Hüfte oder des Steißbeins.

Kommt es durch eine einseitige Körperhaltung zu einer ungesunden Mehrbelastung des Hüftknochens, die bei verschiedenen sportlichen Aktivitäten oder bei langem Sitzen auftritt, können die klassischen Kreuz- und Gesäßschmerzen nicht ausgeschlossen werden.

Diagnose und Verlauf

Die Diagnose des anhaltenden Kreuz- und Gesäßschmerzen wird aufgrund der Schilderung der Beschwerden und des Krankheitsverlaufs sowie anhand von bildgebenden Verfahren durchgeführt. Dazu gehören regulär das MRT oder das CT. Eine reine röntgenologische Untersuchung bei bestehenden Kreuz- und Gesäßschmerzen ist nicht in jedem Fall aussagekräftig genug.

Die von einem Kreuz- und Gesäßschmerz geplagten Patientinnen und Patienten schildern beim Verlauf zunächst nur einen vorübergehenden, nur hin und wieder auftretenden Schmerz unterschiedlicher Ausmaße. Der Kreuz- und Gesäßschmerz kann sowohl stechend als auch muskelkaterähnlich sein.

Zu Beginn macht sich der Kreuz- und Gesäßschmerz nur bei Bewegungen bemerkbar. Im weiteren Verlauf der gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist der Kreuz- und Gesäßschmerz auch in Ruhestadien vorhanden. Die Schmerzen treten oftmals ausstrahlend auf den gesamten Kreuz- und Rückenbereich auf und ähneln manchmal dem klassischen Ischiasschmerz.

Behandlung und Therapie

Da zu Beginn der Kreuz- und Rückenschmerzen die Beschwerden noch nicht allzu heftig werden und nicht regelmäßig von anhaltender Dauer sind, behandeln sich die Patienten selbst mit frei verkäuflichen Schmerzmedikamenten. Wenn die Ursachen für den Kreuz- und Gesäßschmerzen jedoch nicht abgestellt werden, ist im fortschreitenden Verlauf eine Konsultation beim Facharzt unumgänglich.

Wurde nach einer eingehenden Diagnostik der Kreuz- und Gesäßschmerzen erkannt, dass der Gesäßmuskel minimale Verletzungen aufweist, können Entspannung und kühlende Anwendungen die Schmerzen schnell lindern. Der Muskel erholt sich recht schnelle und die schmerzhaften Auffälligkeiten lassen nach.

Eine höhere Stufe der Verletzungen des Gesäßmuskels kann die Zerrung darstellen. Wenn eine Zerrung dieses Muskels nachgewiesen wurde, können die Kreuz- und Gesäßschmerzen durch krankengymnastische Übungen und Schmerzmittel gelindert werden. Das Training im Rahmen einer professionell angeleiteten Krankengymnastik führt zu einem Nachlassen der Kreuz- und Gesäßschmerzen und stärkt den Gesäßmuskel zusätzlich.

Das ist unbedingt und möglichst zeitnah erforderlich, weil es sonst durch die permanenten Kreuz- und Gesäßschmerzen zu Fehlhaltungen kommen kann. Recht häufig von den Ärzten empfohlene Hilfen gegen die Kreuz-und Gesäßschmerzen können äußere Anwendungen in Form von Salben oder Gels als Einreibungen sein. Durch die vorhandenen Inhaltsstoffe entsteht eine Wärmeentwicklung, die sich positiv auf die Heilung der Kreuz- und Gesäßschmerzen auswirkt.

Neben den Einreibungen gelten ebenfalls die Wärmepflaster zum Aufkleben auf die Haut als sinnvolle Rezeptur gegen die Kreuz- und Gesäßschmerzen. Bei einer sehr heftigen Intensität der Kreuz- und Gesäßschmerzen kann auch eine Injektion von Schmerzmitteln helfen. Es gibt zudem eine ganze Reihe an rezeptfreien Medikamenten, die auf rein pflanzlicher Basis hergestellt sind und zu einer Beruhigung der Kreuz- und Gesäßschmerzen beitragen.



Vorbeugung

Um Kreuz- und Gesäßschmerzen präventiv entgegen zu wirken, ist es sinnvoll, sich ergonomische Sitzmöglichkeiten zu schaffen und eine einseitige Sitzhaltung zu vermeiden. Bei einem lang andauernden Sitzen ist es günstig, ab und zu aufzustehen und sich zu bewegen. Eine körperliche, sportliche Aktivität wie Ausdauersport oder eine Kräftigung der Gesäß- und Rückenmuskulatur im Lendenbereich können gleichermaßen für eine Vermeidung von Kreuz- und Rückenschmerzen effizient sein.

Durch die Stärkung der Muskulatur, welche durch eine regelmäßige Bewegung erfolgt, können eine Dauerbelastung durch Sitzen und ein Kreuz- und Gesäßschmerz nicht mehr so schnell auftreten. Darüber hinaus ist es wichtig, alltägliche falsche Gewohnheiten beim Heben von Lasten aufzugeben, damit der unangenehme Kreuz- und Gesäßschmerz ausbleibt.

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