Kreatin

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 3. Juli 2016
Gesundpedia.deNahrungsergänzung Kreatin

Kreatin oder Creatin ist ein körpereigener Stoff, der in Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse produziert wird und eine wesentliche Rolle im Energiestoffwechsel der Muskulatur spielt. Aufgenommen wird Kreatin zusätzlich durch den Verzehr tierischer Produkte. Besonders in rotem Muskelfleisch ist die Konzentration an Kreatin sehr hoch.

Inhaltsverzeichnis

Wirkung und Bedeutung

Kreatin unterstützt in der Muskulatur vornehmlich die kurzen und harten Kontraktionen, wie sie beim Krafttraining oder auch bei Sprints auftreten und produziert dabei als Endprodukt kein Laktat, welches zur Übersäuerung und damit verminderter Leistung der Muskulatur führt.

Diese positiven Eigenschaften haben dazu geführt, dass Leistungssportler schon seit langer Zeit mit Kreatin supplementieren und individuell Leistungssteigerungen feststellen können.

Kreatin findet jedoch nicht nur in der Nahrungsmittelergänzung von Sportlern Einsatz, sondern wird auch medizinisch eingesetzt. Aktiv wird zusätzliches Kreatin bei diversen Muskelerkrankungen genutzt, da Kreatin die Kontraktionsfähigkeit der Skelettmuskulatur ermöglicht und durch ausreichende Konzentration steigert.

Das Abbauprodukt des Kreatins, das Kreatinin, wird bei normaler Nierenfunktion über den Urin ausgeschieden. In der Medizin ist die Messung dieses Spiegels daher wichtig, um den Grad der Nierenfunktion zu bestimmen und gegebenenfalls Probleme der Nierenfunktion zu diagnostizieren. Die Bestimmung dieses Wertes erfolgt beispielsweise bei Verdacht auf Diabetes oder anderen Stoffwechselerkrankungen, bei Verdacht auf eingeschränkte Nierentätigkeit und bei Erkrankungen des Bindegewebes.

Eher selten ist ein genetischer Defekt, bei dem die Synthese von Kreatin aus den Aminosäuren Arginin und Glycin gehemmt ist und beim Betroffenen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern führen kann. In diesem Falle wird gezielt mit Kreatin ergänzt.

Anwendung im Sport

Im Sport wird Kreatin eingesetzt, um die Leistung zu steigern. Sportler in erster Linie, aber auch Menschen, die sich einem erhöhten Leistungsdruck gegenübersehen, verbrauchen in der Regel mehr Kreatin. Auch bei Vegetariern kann es zu Unterversorgungen von Kreatin kommen.

Besonders beliebt ist die Einnahme unter Kraftsportlern und anderen Sporttreibenden, bei denen ein Fokus auf der Maximalkraft liegt. Mit Kreatin wird vorwiegend supplementiert, um Trainingsimpulse in Intensität und Anzahl steigern zu können, da ihm nachgesagt wird, dass es die Muskelregeneration beschleunigt.

Kreatin wirkt sich weiterhin positiv auf die Proteinsynthese und eine Vermehrung bestimmter Zellen im Muskel aus, was einen zusätzlichen Effekt für den Muskelaufbau während der Erholungsphasen darstellt. Grundvoraussetzung für die muskelaufbauenden Eigenschaften des Kreatins ist jedoch ein intensives Training, bei dem die Kreatinspeicher auch entsprechend entleert werden. Ein reiner Muskelzuwachs ohne entsprechende Trainingsimpulse konnte bisher nicht festgestellt werden.

Eine Nahrungsergänzung mit Kreatin gilt nach vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Leistungssportbereich als unbedenklich und Kreatin wird zu den wirkungsvollsten Substanzen in diesem Bereich gezählt.

Creatin-Präparate sind als Tabletten oder Kapseln ohne Rezept bei großen und seriösen Online-Shops frei verkäuflich. Auch Internet-Versandapotheken bieten mittlerweile diese Produkte von verschiedenen Herstellern an.



Risiken und Nebenwirkungen

Ein negativer Aspekt ist, dass normales Kreatin Monohydrat Wasser bindet und im Körpergewebe einlagert. Dadurch kann es auch gerade in der Aufladephase, welche einer Supplementierung mit Kreatin in der Regel vorangeht, zu Durchfällen und Blähungen kommen.

Die Produkte werden dahin gehend ständig weiter entwickelt und mit dem Kreatin Ethyl Esther, der bessere Eigenschaften der Fettlöslichkeit aufweist, scheint es gelungen zu sein, dass es erst im Muskel zu Wasseranlagerungen kommen kann und nicht mehr im Gewebe.

Da der Muskel dadurch insgesamt voller wirkt, ist dies allerdings eine eher geschätzte Nebenwirkung. Der oft nachgesagte Effekt, dass Kreatin schädigend für die Nieren sein könnte, wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien widerlegt.

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