Kosmetika

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Juni 2016
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Kosmetika sind der Sammelbegriff für pflegende und dekorative Substanzen zum Auftrag auf die Haut und Anbringung im Gesicht. Sie werden feiner unterteilt in pflegende Kosmetik ohne dekorative Funktion und dekorative Kosmetik zur reinen Verschönerung.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Kosmetika?

Die Bezeichnung Kosmetika fasst pflegende und dekorativ-verschönernde Produkte zusammen, die zwar keine medizinische Indikation haben, aber von weiten Teilen der Bevölkerung als notwendig erachtet werden. Dabei konsumieren mehr Frauen als Männer Kosmetika. Pflegende Kosmetik hat meist keinen dekorativen Effekt oder zumindest ist dieser nicht vordergründig. Vielmehr geht es pflegender Kosmetik darum, die Haut mit Nährstoffen zu versorgen und sie gesund erscheinen zu lassen.

Verjüngende oder Anti-Aging-Effekte sind ebenfalls gefragt. Dekorative Kosmetik dagegen pflegt wenn, dann nur am Rande, hauptsächlich aber ist sie für ästhetische Veränderungen besonders im Gesicht verantwortlich. Zur dekorativen Kosmetik gehören etwa Mascara, Kajal, Lidschatten, Selbstbräuner oder Nagellack, während pflegende Kosmetik eher Tagescreme, Body Lotion oder Hyaluron-Ampullen umfasst. Ein Sonderfeld der Kosmetik sind sogenannte Cosmeceuticals, die medizinisch wirksame Stoffe enthalten, oder aber Naturkosmetik aus rein natürlichen Inhaltsstoffen.

Wirkung und medizinische Anwendung

Nur wenige Kosmetika haben ein medizinisches Anwendungsgebiet. Im Rahmen der plastischen Chirurgie werden teils Kosmetika zur Nachbehandlung eingesetzt, die besonders hoch dosiert und deswegen im Handel nicht zu bekommen sind. Häufig sind sie im Anti-Aging-Bereich angesiedelt. Darüber hinaus setzt gerade die pflegende Kosmetik eher auf Inhaltsstoffe, denen zwar eine Wirkung nachgesagt wird, jedoch kann das einzelne Produkt meist keine Studienergebnisse über seine Wirksamkeit nachweisen.

Einige Kosmetika haben jedoch bereits Versuchsreihen in Zusammenarbeit mit Marktforschungsinstituten durchlaufen, die Anwender befragten, ob ihrem Gefühl nach das Werbeversprechen der Kosmetik stimmte. Bei Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure oder verschiedenen pflanzlichen Ölen ist jedoch davon auszugehen, dass sie wie beschrieben wirken. Dekorative Kosmetik, wie sie zum Schminken verwendet wird, versteht sich nicht als medizinisches Produkt. Überschneidungen zwischen Medizin und Kosmetik gibt es bei einzelnen Produkten wie Nagellacken zur Behandlung von Nagelpilz oder gegen das Nägelbeißen.

Formen und Gruppen

Pflegende Kosmetik wird meist in Form von Cremes, Lotionen, Lippenstiften oder Nagellacken ohne dekorativen Effekt vertrieben. Dekorative Kosmetik dagegen ist mit Pigmenten versehen und wird je nach Anwendungsgebiet als Creme, Stift oder mit einem speziellen Applikator wie etwa bei einer Mascara vertrieben. Unterteilen lassen sie sich neben pflegender und dekorativer Kosmetik auch nach Anwendungsgebiet.

So gibt es Tages- und Nachtcremes, Anti-Falten-Anwendungen, Body Lotions, hautbräunende Kosmetik, Lippenstifte, Nagellacke, Lidschatten, Mascaras oder Peelings. Weiterhin lässt sich Kosmetik nach Art ihrer Inhaltstoffe aufteilen. Cosmeceuticals setzen auf medizinisch wirksame Inhaltsstoffe in relevanten Konzentrationen, Biokosmetik achtet auf Bio-Zertifizierung, bei veganer Kosmetik kamen keinerlei tierische Produkte zum Einsatz.

Dosierung

Da Kosmetik bis auf wenige Ausnahmen meist keine medikamentös wirksamen Bestandteile enthält, kann sie auch nicht gesundheitsgefährdend überdosiert werden. Möglich ist es aber, sie in zu großer Menge oder falsch anzuwenden, was zum Gegenteil der erwünschten Veränderung führen kann. Eine feuchtigkeitsspendende Hautcreme kann bei bereits gut versorgter Haut dazu führen, dass sie zu viele Nährstoffe bekommt und mit Unreinheiten reagiert. Lediglich bei sehr wirksamen Kosmetika ("Cosmeceuticals") spielt die Dosierung eine Rolle und sollte deswegen auch von einer geschulten Kosmetikerin vorgenommen werden. In diesem Bereich gibt es etwa aggressive, aber wirksame Fruchtsäurepeelings, die in zu hoher Dosis zu Verätzungen der Haut führen würden.

Pflanzliche, natürliche und pharmazeutische Alternativen

Handelsübliche Kosmetika setzen meist auf Inhaltsstoffe, die weder natürlich noch pflanzlich sind, dafür aber eine gewisse Wirkung erzielen und den Kunden zufriedenstellen. Deswegen haben sich alternative Zweige der Kosmetik wie die Bio-, Natur- oder vegane Kosmetik entwickelt, die Grundsätzen folgen, die nicht selten aus der Ernährung stammen oder einem Lebensstil entsprechen.

Die Alternative zu gekauften Kosmetika wäre die Eigenherstellung, zudem kann auch mit gesunder Ernährung vieles erreicht werden, etwa eine gesündere Haut. Verschiedene ästhetische Probleme, die Kosmetik zu lösen verspricht, kann dagegen auch die plastische Chirurgie oder eine Behandlung beim Arzt mit wesentlich wirksameren Medikamenten lösen. So wird bei Hautunreinheiten etwa gern die Anti-Baby-Pille an junge Frauen verschrieben, straffe Haut lässt sich operativ richten und Falten unterspritzen.



Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Kosmetika können bei manchen Personen zu Unverträglichkeiten führen. Allergien gegenüber bestimmten Bestandteilen oder eine schlechte Verträglichkeit insbesondere künstlicher Bestandteile kommen vor. Deswegen müssen auch Kosmetika Hinweise auf bestimmte enthaltene Allergene tragen, falls sie diese einsetzen. Kaum erforschte Bestandteile sind besonders riskant, da bei ihnen noch wenig über die Verträglichkeit bekannt ist. Manche Kosmetika aus dem dekorativen Bereich fügen dem Körper bei langfristiger oder dauerhafter Anwendung erst Schaden zu, etwa UV-Nagellacke. Sie greifen die Nagelstruktur an und machen Nägel somit anfälliger für Pilzinfektionen, was damit beginnt, dass sich dauerhaft lackierte Nägel durchsichtig, dünn und brüchig zeigen.

Starke Rötungen der Haut, Unreinheiten oder sichtbare allergische Reaktionen runden die Risiken ab. In der Regel haben Kosmetika jedoch keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, sofern diese nicht ebenfalls direkt auf die Haut aufgetragen werden. Medizinische Salben oder Cremes sollten natürlich nicht gemeinsam mit Kosmetika für die Haut benutzt werden, auch geht eine Empfehlung des Arztes immer über das Beauty-Programm mit den normalerweise verwendeten Kosmetika.

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