Kopfschmerzen am Hinterkopf

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 24. November 2016
Gesundpedia.deSymptome Kopfschmerzen am Hinterkopf

Kopfschmerzen können auch am Hinterkopf einsetzen. Sie treten bei fast jedem Menschen hin und wieder auf. Hervorgerufen werden sie in den meisten Fällen durch Reizungen der schmerzempfindlichen Kopforgane. Dazu gehören die Hirnnerven, die Hirnhäute, die Blutgefäße oder der Schädel. In der Regel sind die Hinterkopfschmerzen harmloser Natur, mitunter können sich aber auch ernsthafte Erkrankungen hinter ihnen verbergen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Kopfschmerzen am Hinterkopf?

Hier informieren!

Medikamente gegen: Kopfschmerzen

Es gibt mehr als 250 unterschiedliche Kopfschmerzarten, zu denen auch Kopfschmerzen am Hinterkopf gehören. Diese können sich wiederum in Form von primären Schmerzen wie Spannungskopfschmerzen, trigemino-autonomen Kopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerzen oder Migräne äußern. Darüber hinaus gibt es sogenannte sekundäre Kopfschmerzen, die von einer bestimmten Erkrankung hervorgerufen werden. Dabei kann es sich um Gehirnblutungen oder einen Gehirntumor handeln. Während sich primäre Kopfschmerzen oft selbst behandeln lassen und von allein wieder verschwinden, ist bei sekundären Kopfschmerzen eine ärztliche Behandlung nötig.

Kopfschmerzen am Hinterkopf zeigen sich auf unterschiedliche Weise. So können sie schleichend beginnen oder abrupt auftreten. Ebenfalls unterschiedlich ist die Art der Schmerzen, die entweder stechend, dumpf, pulsierend, pochend oder wellenförmig sind. Während sie bei manchen Betroffenen einen leichten Verlauf nehmen, sind sie in anderen Fällen dagegen kaum auszuhalten. Die Hinterkopfschmerzen zeigen sich mitunter einseitig, aber auch auf beiden Seiten des Hinterkopfs. Meist beschränken sie sich auf die Hinterkopfregion, ebenso ist es jedoch möglich, dass sie in andere Bereiche ausstrahlen.

Ursachen

Die Ursachen für Kopfschmerzen am Hinterkopf sind mannigfaltig. Häufig werden sie durch Kopfverletzungen ausgelöst, die die Folge von Stürzen oder dem Einwirken von Gewalt auf den Hinterkopf und einer damit verbundenen Gehirnerschütterung sind. Nicht selten ist auch ein Schleudertrauma durch einen Verkehrsunfall der Grund für die Beschwerden in der Hinterkopfregion. Bei solchen Verletzungen liegen oft weitere Beeinträchtigungen wie Prellungen, Blutergüsse, Schwellungen und erkennbare Platzwunden vor.

Zu den häufigsten Ursachen von Hinterkopfschmerzen zählen Beeinträchtigungen der Halswirbelsäule. Diese entstehen in der Regel durch Verspannungen des Nackens. Bei vielen Betroffenen werden die Schmerzen durch monotone oder falsche Körperhaltungen, eine fehlerhafte Position beim Schlafen oder zu wenig Bewegung hervorgerufen. Außerdem zeigen sich Schmerzen am Hinterkopf oft im Rahmen von starken Ängsten, depressiven Verstimmungen oder während der Schwangerschaft.

Als weiterer Verursacher von Kopfschmerzen im Hinterkopf kommt ein Okzipitalsyndrom, auch Okzipitalneuralgie genannt, infrage. Die chronischen Schmerzen dieser Nervenerkrankung sind ausschließlich im Hinterkopfbereich zu verzeichnen und verstärken sich durch Bewegungen noch. Des Weiteren werden Beschwerden am Hinterkopf durch ein Halswirbelsyndrom ausgelöst, das wiederum durch Bandscheibenvorfälle, Muskelschwund in der Rückenregion oder Spondylosen entsteht. Dabei kommt es zu Reizungen des zweiten und dritten Halswirbels. Die stechenden Schmerzen strahlen bis in den Hinterkopf aus. Auch Beschwerden der Rückenmuskulatur breiten sich leicht bis in diese Region aus.

Ebenfalls zu den Urhebern von Hinterkopfschmerzen gehört die Migräne. So machen sich diese intensiven Beschwerden bei manchen Menschen auch am Hinterkopf bemerkbar. Eine Sonderform stellt der pochende postkoitale Hinterkopfschmerz dar. Er zeigt sich bei Menschen, die unter Migräneanfällen leiden, im Anschluss an den Geschlechtsverkehr. Ein sehr ernster Auslöser der Hinterkopfschmerzen ist der subarachnoidale Schlaganfall. Dabei tritt eine Blutung in der subarachnoidalen Hirnlappenregion auf.

Durch das Zusammentreffen von Blut mit Hirnflüssigkeit im Schädel sind plötzlich einsetzende intensive stechende Schmerzen zu verzeichnen, wobei es auch zu einer Nackenversteifung, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen kommt. Schließlich können auch psychosomatische Ursachen der Grund für Kopfschmerzen am Hinterkopf sein, die durch seelische Probleme oder Stress ausgelöst werden. Mitunter sorgt starke psychische Anspannung, die oft mit Zähneknirschen einhergeht, für Spannungskopfschmerzen im Hinterkopfbereich.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Weisen die Kopfschmerzen am Hinterkopf eine erkennbare harmlose Ursache auf und zeigen sich nur vorübergehend, ist keine ärztliche Behandlung erforderlich, sofern der Patient keinen allzu hohen Leidensdruck verspürt und gewöhnliche Medikamente oder Hausmittel nicht wirken. Zeigen sich die Beschwerden jedoch chronisch oder treten wiederholt auf, sollte Rat beim Arzt gesucht werden, da es sich um die Begleiterscheinung einer behandlungsbedürftigen Krankheit wie einen Bandscheibenvorfall oder Halswirbelsäulenbeeinträchtigungen handeln kann.

Gleiches gilt, wenn weitere Beschwerden wie Sehstörungen, Schwindelgefühle und Übelkeit auftreten oder ein Unfall stattgefunden hat. Im Falle eines Arztbesuches befasst sich der untersuchende Mediziner zunächst mit der Anamnese (Krankengeschichte) des Patienten. Der Arzt möchte vom Patienten wissen, seit wann die Hinterkopfschmerzen auftreten, wie lange sie andauern und ob möglicherweise Vorerkrankungen oder bestimmte Krankheiten in der Familie vorliegen.

Falls erforderlich, können auch weiterführende Untersuchungen stattfinden, die zum Ausschluss von schweren Erkrankungen dienen. Dazu gehören eine Computertomographie (CT) und eine Magnetresonanztomographie (MRT). Besteht Verdacht auf Abnutzungserscheinungen der Halswirbelsäule, liefern meist Röntgenaufnahmen Aufschluss. Der Verlauf von Kopfschmerzen am Hinterkopf richtet sich nach der auslösenden Ursache. Zumeist handelt es sich jedoch um harmlose Auslöser wie eine Verhärtung der Nackenmuskeln, die sich leicht behandeln lassen.

Behandlung und Therapie

Die Therapie von Hinterkopfschmerzen richtet sich nach den jeweiligen Auslösern. Werden die Beschwerden durch eine Grunderkrankung hervorgerufen, steht deren Behandlung im Vordergrund. Liegt zum Beispiel ein Halswirbelsyndrom vor, kommen physiotherapeutische Maßnahmen wie Wärmeanwendungen, Massagen, krankengymnastische Übungen oder eine manuelle Therapie zur Anwendung. Bei Verspannungen der Nackenmuskulatur ist deren Lockerung überaus wichtig. Zu den hilfreichen Maßnahmen zählen ein heißes Bad, das Auflegen eines Wärmekissens oder das Aufkleben eines speziellen Wärmepflasters.

Zeigen diese Maßnahmen keinen Erfolg, verabreicht der Arzt Medikamente wie Muskelrelaxantien, die für das Erweichen der harten Muskeln sorgen, was wiederum den Kopfschmerzen am Hinterkopf entgegenwirkt. Möglich ist zudem die Einnahme von Schmerzmitteln, die jedoch nur für kurze Zeit erfolgen sollte. Für innere Entspannung sorgen bewährte Methoden wie autogenes Training oder Yoga. Ist ein Hirntumor für Hinterkopfschmerzen verantwortlich, müssen operative Maßnahmen, Bestrahlungen oder eine Chemotherapie erfolgen. Die genaue Therapie hängt von Ausmaß, Stadium und Lage des Tumors ab.



Vorbeugung

Um Hinterkopfschmerzen vorzubeugen, gilt Entspannung als hilfreich. Auf diese Weise lässt sich verkrampften Nackenmuskeln entgegenwirken. Außerdem werden viel Bewegung, frische Luft und ausreichend Schlaf empfohlen. Da auch Zigaretten und Alkohol Schmerzen am Hinterkopf auslösen können, ist es ratsam, auf ihren Konsum zu verzichten.

Bücher über Kopfschmerzen

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Kopfschmerzen am Hinterkopf?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?