Knoten unter der Achsel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Wer unter seiner Achsel einen Knoten ertastet, muss abklären lassen, ob dieser harmlos oder gegebenenfalls bösartig ist. Wichtig ist, dass die Veränderung medizinisch abgeklärt wird. Eine Knotenbildung unter der Achsel ist bei Männern sowie Frauen möglich und hat verschiedene Gründe wie Ursachen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Knoten unter der Achsel?

Nicht immer bedeutet ein Knoten unter der Achsel, dass eine schwerwiegende Erkrankung dafür verantwortlich ist. Oftmals handelt es sich um eine harmlose Schwellung des Lymphknotens, sodass kein Grund zur Sorge besteht. Die Knotenbildung kann in einer oder auch in beiden Achselhöhlen auftreten. Ertastet der Betroffene jene Veränderung, sind die Lymphknoten angeschwollen. Die Lymphknoten sind im gesamten Körper des Menschen verteilt und können mitunter überall „Knoten bilden“. Schlussendlich sind Lymphknoten nichts anderes als "Sammelstellen" für das Immunsystem, damit etwaige Infektionen bekämpft werden können. Das bedeutet in weiterer Folge, dass in über 50 Prozent der Fälle eine Infektion vorliegt. Aus diesem Grund berichten viele Patienten auch davon, dass sich die Schwellung nach wenigen Tagen von selbst zurückbildet hat. Es ist aber auch möglich, dass der Knoten unter der Achsel auf eine Tumorerkrankung hinweist.

Ursachen

Die Ursachen sind unterschiedlich. So kann eine Infektion den Knoten verursachen; ebenfalls kann der Patient an dem Hodgkin bzw. Non-Hodgkin-Lymphome erkrankt sein. Die Lymphknoten sind sensibel; der Patient klagt über Schmerzen, wenn Druck auf den Lymphknoten ausgeübt wird. Ebenfalls ist der Knoten weich und beweglich.

Eine weitere Ursache kann mitunter auch eine Krebserkrankung sein. Etwaige Tumorzellen, die sich in der Lunge, Brust oder Haut befinden, können genauso in die Lymphknoten eindringen und einen Knoten unter der Achsel verursachen.

Eine weitere Ursache ist mitunter auch Leukämie. Bei derartigen Erkrankungen bilden sich unter anderem in beiden Achselhöhlen Knoten. Harmlose Ursachen, die eine dementsprechende Knotenbildung auslösen, sind Infektionen, Unverträglichkeitsreaktion durch Lebensmittel oder |Medikamente sowie auch Erkrankungen des Bindegewebes. Dennoch muss die Knotenbildung medizinisch abgeklärt werden.

Krankheiten mit Knoten unter der Achsel

Typische Krankheiten mit Knoten unter der Achsel sind:

Diagnose

Die Diagnose sowie der Verlauf der geschwollenen Lymphknoten unter der Achsel sind davon abhängig, welche Erkrankung vorliegt. Der Mediziner stellt zuerst mittels eines Anamnesegesprächs fest, wie lange der Knoten bereits spürbar ist bzw. ob etwaige Knotenbildungen schon einmal aufgetreten sind. Stellt der Arzt eine Knotenbildung unter der Achsel fest, beobachtet dieser die Schwellung. Tritt nach rund sieben Tagen keine Besserung ein bzw. hat sich der Knoten verändert oder sogar vergrößert, müssen weitere Maßnahmen getroffen werden.

So wird nicht nur eine nochmalige Tastuntersuchung durchgeführt, sondern eine Blut- sowie Röntgenuntersuchung angeordnet. Ebenfalls kann der Arzt eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Des Weiteren kann - zur endgültigen Abklärung der Diagnose - eine Biopsie Aufschluss darüber geben, weshalb der Patient unter einer Schwellung in der Achselhöhle leidet. Auf Grund der Vielfalt der Untersuchungen, welche bei der Diagnose angewandt werden, kann der Mediziner die Größe, die Ausdehnungsart sowie auch die Gewebeart bestimmen. Die Knotenbildung unter der Achsel zählt zu den klassischen akuten Krankheitsbildern. Ein chronischer Verlauf tritt nur sehr selten auf.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung und Therapie richtet sich vorwiegend nach der Ursache bzw. wird jene erst nach der Befunderhebung individuell durchgeführt. In den meisten Fällen ist eine genaue Diagnose möglich; nur in wenigen Ausnahmen steht der Mediziner vor der Tatsache, dass die Ursache, weshalb der Patient unter einem Knoten in der Achselhöhle leidet, unbekannt bleibt.

Bei einer zielgerichteten Behandlung ist es möglich, dass die Schwellung und Knotenbildung innerhalb weniger Tage abgeklungen ist. Besteht eine Infektion, kann der Mediziner etwa Antibiotika verordnen. In einigen Fällen wird der Knoten direkt behandelt. Hier kommen etwaige Salben oder auch Bestrahlungen zum Einsatz. Handelt es sich um einen fortgeschrittenen Befund, können des Weiteren auch operative Methoden angewandt werden.

Der Eingriff erfolgt im Regelfall unter Vollnarkose. Vor allem werden Patienten operiert, welche an einem Tumor erkrankt sind. Eine weitere Möglichkeit ist die Lokalanästhesie. Mittels örtlicher Betäubung ist es möglich, dass der Mediziner mittels Skalpell die Schwellung "aufschneidet".

Aufgrund der Öffnung des Knotens, kann sodann das Sekret abfließen. Der Patient selbst erlebt durch das Ablassen der entzündlichen Flüssigkeit eine sofortige Druckentlastung.

Liegt eine Knotenbildung vor, dessen Ursache nicht bekannt ist, behandelt der Mediziner vorwiegend die Symptome des Patienten. Eine Knotenbildung, welche ohne Ursache entsteht, ist sehr selten; in den meisten Fällen findet der Mediziner eine Ursache.

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Vorbeugung

Da der Knoten ein Symptom unterschiedlicher Krankheiten sein kann, ist er nicht vorhersehbar und somit in weiterer Folge nicht vorzubeugen. Es gibt sehr wohl Personen, welche schon bei den kleinsten Erkältungskrankheiten über geschwollene Lymphknoten berichten (unter anderem auch in der Achselhöhle). Entsteht die Knotenbildung auf Grund einer körperlichen Reaktion (Unverträglichkeit, Allergie), können etwaige Symptome selbständig und frühzeitig behandelt werden. Auch hier ist eine Vorbeugung nur bedingt möglich bzw. sollte der Patient darauf achten, dass er Medikamente oder Lebensmittel meidet, die etwaige Reaktionen auslösen können.

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