Knöchelbruch

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. April 2015
Gesundpedia.deKrankheiten Knöchelbruch

Ein Knöchelbruch ist in den meisten Fällen eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Sie ist oft eine recht langwierige und deutlich einschränkende Fraktur und erfordert vom Patienten einige Geduld. In manchen Fällen kann zur Heilung auch ein operativer Eingriff nötig sein, vor allem wenn das Sprunggelenk mit betroffen ist.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Knöchelbruch?

Hier informieren!

Medikamente gegen: Sportverletzungen

Bei einem Knöchelbruch handelt es sich um eine äußerst schmerzhafte Fraktur des Knöchels. Ein Knöchelbruch wird häufig auch als Sprungelenksbruch bezeichnet. Unser Knöchel ist ein sehr wichtiges Gelenk, der bei vielen Bewegungsabläufen maßgeblich beteiligt ist. Wird das Gelenk unnatürlich belastet, kann ein Knöchelbruch entstehen. Man unterscheidet dabei zwischen zwei verschiedenen Formen: Entweder kann der Innenknöchel betroffen sein oder der Außenknöchel. In seltenen Fällen auch beide gleichzeitig. In der Fachsprache wird ein Knöchelbruch als Malleolarfraktur bezeichnet.

Ursachen

Ein Knöchelbruch ist oft die Folge eines Sportunfalls. Aber auch bei der Arbeit im Haushalt kommt ein Knöchelbruch oft vor. Er entsteht in den meisten Fällen durch ein unkontrolliertes Umknicken des Knöchelgelenks. Aber auch durch äußere Einwirkungen, wie etwa Schläge oder Tritte kann der Knöchel so beschädigt werden, dass ein Bruch entsteht.

Wird das Knöchelgelenk unnatürlich weit oder plötzlich und unkontrolliert umgeknickt, dann dies das Gelenk so beschädigen, dass eine Knöchelbruch entsteht. Oft sind auch die umliegenden Bändern mit betroffen. In manchen Fällen können auch Krankheiten wie Osteoporose oder Knochentumore für einen Knöchelbruch verantwortlich sein.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome eines Knöchelbruch:

Bei einem Knöchelbruch treten die Symptome in den meisten Fällen sofort ein. Es handelt sich dabei um starke Schmerzen, die oft als Druckschmerz empfunden werden. Schnell treten Schwellungen ein und rund um den Knöchel können sich auch heftige Blutergüsse bilden. Das Gelenk ist dabei deutlich in seiner Bewegung eingeschränkt.

Versuche, den Knöchel zu bewegen, verstärken die Schmerzen enorm. Auf den betroffenen Fuß auftreten ist kaum möglich und wenn, löst dies sehr starken Schmerz aus. In sehr schlimmen Fällen, kann der Knöchelbruch auch an der Stellung des Fußes erkannt werden. Manchmal kommt es durch die Fraktur zu einer deutlichen Fehlstellung des Fußes im Vergleich zum Unterschenkel.

Diagnose

Die Diagnose eines Knöchelbruchs kann in der Regel sehr einfach gestellt werden. Dem behandelnden Arzt sollte ausführlich geschildert werden, wie es zu den Beschwerden kam. Eine Beschreibung des genauen Unfallhergangs, lässt den Arzt dann oft schon auf die Diagnose schließen. Oft wird der Patient ein Umknicken beschreiben. Bevor weitere Diagnoseverfahren durchgeführt werden, findet eine körperliche Untersuchung durch den Arzt statt. Dabei wird er den Knöchel abtasten und auch seine Beweglichkeit prüfen.

Bildgebende Verfahren geben am Ende eine völlige Sicherheit zur Diagnose eines Knöchelbruchs. Weiter sollte geklärt werden, ob auch die umliegenden Bänder des Gelenks betroffen sind. Nicht selten geht ein Knöchelbruch auch mit einem Bänderriss einher. Handelt es sich um eine sehr komplexen Bruch, kann eine Computertomographie durchgeführt werden, da dieses genauere Ergebnisse liefert als ein Röntgenbild.

Behandlung und Therapie

Welche Therapie gewählt wird, hängt vor allem vom Ausmaß des Knöchelbruchs ab. Handelt es sich um einen einfachen Knöchelbruch, so ist es in der Regel ausreichend, den Knöchel mehrere Wochen mit einem Gips ruhig zu stellen, damit das Gelenk wieder zusammenwachsen kann. In dieser Zeit sollte der Betroffen so wenig wie möglich Belastung auf das Gelenk bringen. Der Gips bleibt bis zu 6 Wochen am Bein.

Ist das Sprunggelenk auch von der Fraktur betroffen, führt in den meisten Fällen kein Weg an einer Operation vorbei. Bei diesem chirurgischen Eingriff wird mit Hilfe von Schrauben, Platten und Drähten das Gelenk wieder möglichst genau in seine natürliche Position und Form gebracht. Sind auch Bänder gerissen, werden diese während des Eingriffs auch vernäht. Nach der Operation muss der Knöchel dann mehrere Wochen ruhig gestellt werden. Dies erfolgt auch durch die Anlegung eines Gipses. In der Regel ist der Gips für 6-8 Wochen notwendig. Die Dauer ist aber völlig abhängig von der Art und dem Ausmaß des Bruchs. Unter Umständen kann der Gips auch deutlich länger notwendig sein.

Ist der Knöchelbruch verheilt, werden nach einiger Zeit die Schrauben, Platten und Drähte wieder aus dem Gelenke entfernt. Egal ob es sich um einen Knöchelbruch handelt, der nur durch Ruhigstellung behandelt wird, oder ob ein operativer Eingriff nötig wurde – nach der Heilung sind intensive Rehamaßnahmen sehr wichtig um die Funktion des Gelenks wieder möglichst vollständig herzustellen. Dazu sollte regelmäßige Physiotherapie stattfinden. Besonders bei Sportlern sind diese Rehamaßnahmen sehr wichtig, damit sie ihren Sport wieder möglichst uneingeschränkt ausüben können.

Rezeptfreie Medikamente gegen Sportverletzungen

Hier Informieren:


Vorbeugung

Einem Knöchelbruch vorzubeugen ist nicht vollständig möglich. Da er in der Regel durch Unfälle entsteht, haben Betroffene kaum Einfluss darauf. Trotzdem sollten sportliche Aktivitäten und auch Tätigkeiten im Haushalt verantwortungsbewusst durchgeführt werden. Wichtig sind auch Dehnübungen vor den Trainingseinheiten. So kann das Risiko für eine Fraktur des Knöchels reduziert werden.

Bücher über Sportverletzungen

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Knöchelbruch?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?