Kletterausrüstung für Einsteiger - Worauf Sie beim Kauf achten müssen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. August 2014
Gesundpedia.de Kletterausrüstung für Einsteiger - Worauf Sie beim Kauf achten müssen

Klettern zählt zum neuen Trendsport. Wer sich nicht nur einmalig ausprobieren, sondern regelmäßig an die Wand gehen möchte, benötigt jedoch eine eigene Ausrüstung. Wir geben Tipps worauf Sie beim Kauf von Kletterschuhen, Klettergurt, Karabiner und Sicherungsgerät achten müssen.

Inhaltsverzeichnis

Sicher im Seil sitzen: der Klettergurt

Gute Ausrüstung und professionelle Einweisung sind die Basis für sicheres Klettern.

Der Klettergurt gehört zur Grundausrüstung beim Klettern. In ihn wird das Kletterseil eingebunden. Im Falle eines Sturzes, landen Sie sicher in Ihrem Gurt. Damit dabei nichts schnürt und zwickt, ist es wichtig, dass die Beinschlaufen breit und ausreichend gepolstert sind.

Außerdem sollten sowohl die Beinschlaufen, als auch die Schlaufe um die Hüfte verstellbar sein. Nur ein festsitzender Gurt bietet ausreichende Sicherheit. Als Richtwert gilt: Schlaufen möglichst eng an Beinen und Hüfte so eng festmachen, dass lediglich eine flache Hand bequem dazwischen kommt.

Am besten testen Sie den Gurt ausgiebig im Fachgeschäft. Probieren Sie mehrere Gurte an, und wenn möglich, testen Sie das Sitzen im Gurt. Größere Kletterhallen haben manchmal Material im Angebot, dass dann vor dem Kauf kurz in der Halle getestet werden kann. Selbst manch modernes Fachgeschäft hat schon eine kleine Kletterwand, an der man sich ins Seil einhängen kann.

Trittsicher an die Wand mit dem richtigen Kletterschuh

Gleiches gilt übrigens auch für den Kletterschuh. Nur wenn dieser vorher anprobiert und idealerweise an einer Kletterwand getestet wurde, kann man feststellen, ob für den eigenen Fuß der richtige Schuh ist. Beim Kletterschuh spielt vor allem die Größe eine wichtige Rolle. Es handelt sich nicht um einen Laufschuh, der den Zehen vor ausreichend Platz bieten soll. Im Gegenteil: Ein Kletterschuh muss vorn eng sitzen und die Zehen sollten leicht eingeknickt sein. Hat man zu viel Luft, knickt beim Klettern der Schuh um und man kann auf kleinen Tritten nicht sehr gut stehen. Zwar ist der Kletterschuh dann nicht besonders bequem, stundenlang kann man nicht in ihm verbringen. Doch wenn Sie nicht gerade mehrere Stunden lange alpine Wände hinaufsteigen, sollen Sie das auch gar nicht. Wer nicht klettert, sondern seinen Partner sichert, sollte stets die Kletterschuhe ausziehen und in bequeme und standfestere Schuhe wechseln. Damit hat man mehr Halt, wenn der Partner einmal abrutscht und man ihn schnell und sicher im Seil festhalten will.

Sicher sichern mit Karabiner und Sicherungsgerät

Um seinen Kletterpartner bei einem Sturz sicher zu halten, braucht es einen Karabiner und ein Sicherungsgerät. Beim Karabiner sollte auf einen Stabilen mit Schraubverschluss geachtet werden. Es gibt aber auch solche, die sich mit Dreh- oder Schiebeverschluss schließen lassen. Nur Karabiner mit dem Kürzel HMS (steht für Halbmastwurf-Sicherung) sind fürs Sichern beim Klettern geeignet. Vor jedem Klettern, sollte ein Partnercheck durchgeführt werden. Der Kletternde muss testen, ob das Seil richtig in Karabiner und Sicherungsgerät eingeführt wurde und ob der Karabiner geschlossen wurde. Der Sichernde muss überprüfen, ob sich der Kletternde richtig ins Seil eingebunden hat. Auch bei Routinierten Kletterern passieren gelegentlich Fehler, die schlimme Folgen haben könnten.

Als Sicherungsgerät dienen dynamische oder halbautomatische. Bei den dynamischen Geräten wie dem ATC oder dem inzwischen etwas veralteten Achter, muss der Sichernde bei einem Sturz selbst aktiv zugreifen. Anfänger bevorzugen daher häufig die halb-automatischen Geräte. Diese blockieren von allein. Dennoch ist es wichtig, dass der Sichernde stets aufmerksam ist und seine Bremshand am Seil hält.

Ausrüstung für Indoor und Outdoor Klettern

Die meisten Kletterer sammeln heute ihre ersten Erfahrungen in der Halle. Hier braucht es auch nicht mehr als den Gurt, die Schuhe, Karabiner und Sicherungsgerät. Wer allerdings nach draußen und echten Fels hinauf will, braucht neben einem erfahrenen Partner auch noch das ein oder andere zusätzliche Equipment.

Der Kletterhelm gehört zur Grundausrüstung draußen. Er schützt im Falle eines Steinschlags oder bei einem Sturz. Ein Seil kann man zwar in der Halle ausleihen, jedoch nur für den Gebrauch in dieser. Für draußen benötigen Sie ein eigenes Seil.

Für einfache Sportkletterei wird ein einfaches Seil mit einer Länge von 60 bis 70 Meter empfohlen. Achten Sie auf eine Mittelmarkierung. Auch ein bis zwei Bandschlingen, zwei bis drei weitere HMS-Karabiner und 10-15 Expressschlingen sind für die ersten Routen am echten Fels notwendig.

Gehen Sie jedoch beim ersten Mal immer mit einem erfahrenen Kletterer nach draußen. Denn hier gibt es für die Sicherung noch einiges mehr zu beachten als in der Halle. Nicht jedes Klettergebiet ist einwandfrei abgesichert. Nur wer die richtige Technik beherrscht, kann draußen sicher klettern.

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