Kleiner Wiesenknopf

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. April 2016
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Der Kleine Wiesenknopf ist auch unter dem volkstümlichen Namen Pimpinelle bekannt. Es kann zu Verwechslungen mit der Bibernelle, einem Doldengewächs kommen, das gleichfalls als Pimpinelle bekannt ist. Der Kleine Wiesenknopf ist ein mildwürziges Kraut, das zur Verfeinerung von Speisen und als Heilpflanze verwendet wird.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Der Kleine Wiesenknopf ist eine anspruchslose Pflanze, die sich selbständig vermehrt und vielfach in den heimischen Gärten anzutreffen ist. Sie wächst jedes Jahr erneut und bleibt auch dann noch an ihrem Standort, wenn andere Pflanzen bereits nicht mehr dort anzutreffen sind. Auch in milden Wintermonaten bleiben die Blätter der Pimpinelle grün und können geerntet werden.

Vorkommen und Anbau

Der Kleine Wiesenknopf wird gegen Magen- und Darmprobleme, sowie auch gegen Kopfschmerzen eingesetzt.

Der Kleine Wiesenknopf ist ursprünglich in Mittel- und Südeuropa heimisch und eine submediterrane Pflanze. Mittlerweile hat sie jedoch auch Teile Nordskandinaviens, Nordafrikas und Asiens erobert. Wie anpassungsfähig diese Heilpflanze ist, zeigt, dass sie sich in Höhenlagen von mehr als 1000 Metern genauso wohl fühlt wie in den Tiefebenen. Sie wird problemlos mit unterschiedlichen Umwelteinflüssen wie Kälte, Wärme, Nässe und Trockenheit fertig.

Der Kleine Wiesenknopf weist eiförmige bis elliptische Blattstände mit gefiederten Blättern auf. Die Blüten sind kugelig ausgebildet und werden bis zu drei Zentimeter groß. Der Kelch ist grün- bis rotfarbig. Die rötlichen Narben in Pinselform befinden sich am Kopf der Pflanze mit darunterliegenden zwittrigen Blütenständen. Die männlichen Blütenstände befinden sich unten an der Pflanze und werden zum Schluss reif. Sie verfügen über hängende und lang-gestielte Staubbeutel.

Der als Cupula bezeichnete Fruchtbecher mit gezackten Leisten sieht aus wie ein runzeliges Netz. Die immergrüne Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse, der wissenschaftliche Name lautet Sanguisorba minor. Die kleinen, kugelförmigen, roten Blüten haben tatsächlich Ähnlichkeit mit einer Rose. Botanisch gesehen verzeichnet diese Heilpflanze eine Besonderheit: Sie wird vom Wind bestäubt. Sie ist auch unter den volkstümlichen Namen Braunelle, Kleines Blutkraut, Blutstillerin, Drachenblut, Blutströpfchen und Herrgottsworte bekannt.

Anwendung und Wirkung

Der Kleine Wiesenknopf wirkt mit den Inhaltsstoffen Gerbsäure, Gerbstoff, Gallussäure, Vitamin C und Kampferol. Die Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, blutstillend, harntreibend, adstringierend, schweißtreibend und Milch fördernd. Sie wird zur Behandlung von Darmentzündungen, Verdauungsschwäche, Blasensteinen, inneren Blutungen, Schnittwunden, Sonnenallergie, Frühjahrsmüdigkeit, Leberschwäche, Hautproblemen und Sonnenbrand verwendet.

Äußerlich angewendet lindert sie alle Arten von Hautproblemen, innerlich geht sie gegen Schwäche der Verdauungsorgane und des Harnapparates vor. Als Kräuter wird die Pimpinelle gerne als Zugabe für eine feine Küche eingesetzt. Schon seit vielen Jahrhunderten wird der Kleine Wiesenknopf als Heilpflanze genutzt, da sie schon in der Antike und im Mittelalter bekannt war. Wegen ihrer entzündungshemmenden und blutstillenden Wirkung wird die Pimpinelle hauptsächlich als Wundheilmittel und Blutstiller eingesetzt. Auch literarisch wird sie bereits früh in alten Kräuterbüchern erwähnt, wobei jedoch nie so ganz geklärt werden konnte, um welche der zahlreichen Unterarten es sich bei diesen historischen Aufzeichnungen handelt. Der italienische Botaniker und Arzt Matthioli erwähnte den Kleinen Wiesenknopf bereits im 16. Jahrhundert und bezeichnete ihn als „Herrgottsbärtlein“.

In den abgelegenen Provinzen Chinas und Russlands wird diese Heilpflanze noch heute als Wundheiler und Blutstiller verwendet. Die Blätter werden unverarbeitet auf die Wunden gelegt, um eine Blutstillung zu erreichen und die Wundheilung zu fördern. Die frischen Blätter versprechen Linderung bei Sodbrennen. Als Tee getrunken geht der Kleine Wiesenknopf gegen Rachen- und Halsentzündungen vor.

Neben der Alternativmedizin findet diese Heilpflanze in unseren Breitengraden auch Einsatz in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Diese setzt den Kleinen Wiesenknopf bei Hämorriden und Durchfall mit Blut im Stuhl ein. Die TCM sieht eine traditionelle Verbindung zwischen Dickdarm und Leber. Es gibt medizinische Studien, die eine positive Wirkung der Pimpinelle auf bösartige Tumore verzeichnet, wobei der abschließende wissenschaftliche Nachweis jedoch noch aussteht. Die Wurzelextrakte der Heilpflanze verfügen jedoch laut Laborversuchen über Wirkstoffe, die Krebszellen bekämpfen und diese abtöten. Diese Substanzen werden als Polysaccharide bezeichnet.

Die Homöopathie verwendet den Kleinen Wiesenknopf als Pimpinella alba in Form von Tabletten, Globuli oder Tinktur in den Potenzen D6 und D12 gegen Kopfschmerzen, Nasenbluten, Magen- und Darmstörungen, Ohrgeräusche und Bronchitis. Als Tee getrunken, reichen drei Tassen täglich aus. Als homöopathisches Arzneimittel werden drei bis fünf Tabletten oder 15 bis 25 Globuli täglich eingenommen, wobei fünf Globuli einer Tablette entsprechen.

Wogegen hilft der kleine Wiesenknopf?

Bedeutung für die Gesundheit

Schon in der Antike und im Mittelalter wussten die Menschen um die Unbedenklichkeit dieser Heilpflanze, denn eine alte Volksweisheit besagt: „Der Kleine Wiesenknopf macht das Herz froh und schlechtesten Wein bekömmlich.“ Bei dem Kleinen Wiesenknopf handelt es sich um eine nicht giftige Heilpflanze.

Daher können alle Bestandteile bedenkenlos sowohl in unverarbeiteter Form als auch als Arzneimittel im Bereich der Homöopathie, der Traditionellen Chinesischen Heilmedizin und Naturheilkunde verwendet werden. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Substanzen und Arzneimitteln sind daher nicht bekannt.

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