Kleine Bibernelle

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. April 2016
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Die Kleine Bibernelle ist eine in Europa heimische Pflanze. Als Wildgemüse und als Heilpflanze kann die Steinpetersilie Verwendung finden. Ihre ätherischen Öle machen diese Bibernelle wertvoll für die Gesundheit.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Bei der Kleinen Bibernelle handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze. Etwa fünfzig Zentimeter hoch wächst das auch Bockwurz genannte Kraut aus der Familie der Bibernellen. Dabei präsentiert sich die Art recht formenreich. Am runden, gerillten Stängel erscheinen die wechselständigen Laubblätter. Die Grundblätter weisen einen grob gesägten Blattrand auf und sind an der Unterseite locker behaart. Die Stängelblätter sind häufig fiedrig eingeschnitten. Im Juni beginnt die Kleine Bibernelle zu blühen. Das Doldengewächs behält seine auffälligen vielstrahligen weißen Blüten bis in den Oktober hinein. Eine Besonderheit bei der Blüte der Kleinen Bibernelle ist das Fehlen von Kelchblättern.

Vorkommen und Anbau

Die Kleine Bibernelle wirkt harntreibend und schleimlösend und hilft somit bei Erkältungssymptomen und Asthma.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Kleinen Bibernelle reicht von Europa und Zentralasien bis nach Kleinasien und in den Kaukasus. In Südeuropa und auf den angrenzenden Inseln fehlt die Pflanze. In Deutschland kommt die Kleine Bibernelle dagegen häufig vor. Auch wenn die Bestände durch intensive Bodennutzung in den letzten Jahren rückläufig sind, ist die Pflanze nicht gefährdet. Die Bibernelle liebt einen sonnigen und trockenen Standort. Häufig finden sich die Kleinen Bibernellen daher an Wegrändern, an Abhängen auf Wiesen oder auch am Straßenrand. Rohböden und Trockenrasen sind sehr gut für den Anbau geeignet. In Zwergstrauchheiden wächst die Pflanze bevorzugt in Gemeinschaft mit dem Flügelginster.

Die Kleine Bibernelle lässt sich unkompliziert selbst anbauen. Die ersten zarten Blätter und die Samen werden als Gewürz genutzt, während die Wurzel zu Heilzwecken dient. Wer die Pflanze selbst sammeln möchte, der sollte beachten, dass die Kleine Bibernelle oft mit dem Kleinen Wiesenknopf verwechselt wird. Es werden zwar optisch keine großen Ähnlichkeiten festzustellen sein, aber der Kleine Wiesenknopf wird gemeinhin häufig als Bibernelle bezeichnet. Die Wurzeln der Kleinen Bibernelle werden ausgegraben, gesäubert und gewaschen. Die anschließende Trocknung sollte bei etwa 40 Grad erfolgen. Anschließend kann die Droge verwendet werden. Der Geschmack ist würzig und der beißende Nachgeschmack der Kleinen Bibernelle muss erst Gefallen finden.

Anwendung und Wirkung

Die jungen, zarten Blätter der Kleinen Bibernelle eignen sich für die Verwendung als Wildgemüse. Der süßlich scharfe Geschmack passt zu Suppen und Soßen. Auch die Gerichte der mediterranen Küche gewinnen durch die Bibernelle an Aroma. Auch wenn das Kraut einst ebenfalls für medizinische Zwecke eingesetzt wurde, konnte dessen Heilwirkung nicht nachgewiesen werden. Daher wird heute ausschließlich die Wurzel für Heilzwecke genutzt. In der Wurzel sind zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe enthalten.

So finden sich 0,4% ätherische Öle, 0,5% Pimpinellin, Cumarine, Gerbstoffe, Harze und Saponine. Mit einem Sud aus Bibernellenwurzel können Erkältungen des Rachenraumes gezielt behandelt werden. Für die innerliche Anwendung werden täglich etwa zehn Gramm zerkleinerte Wurzel empfohlen. Der Tee wird kalt aufgesetzt. Nachdem das Getränk kurz bis zum Siedepunkt erhitzt wurde, wird das zerkleinerte Wurzelwerk abgesiebt und der Tee ist gebrauchsfertig.

Tee aus Bibernellenwurzel kann auch die Menstruation fördern oder besitzt eine harntreibende Wirkung. Die schleimlösende Wirkung der Pflanze ist bereits seit hunderten von Jahren in der Naturheilkunde anerkannt. Die Wurzel ist auch in Arzneien gegen Husten und Erkältungen enthalten. Dabei beinhalten diese Präparate meist auch Auszüge aus Süßholz, Anis oder Thymian. Im September und Oktober können die frischen Wurzeln der Kleinen Bibernelle gesammelt werden. Ein weiteres Anwendungsgebiet der Droge ist die Aromatisierung von Kräuterlikören und Magenbittern.

Wogegen hilft die Kleine Bibernelle?

Bedeutung für die Gesundheit

Die Kleine Bibernelle ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen in unserem Raum. Dennoch kommt der Pflanze diesbezüglich eher eine untergeordnete Bedeutung zu. Im Mittelalter galt das Kraut auf Grund seiner angeblichen Schutzwirkung gegen die Pest als sehr begehrt. Erst Jahrhunderte später wurde die schleimlösende Wirkung und damit die Heilwirkung auf die Atemwege erkannt. Bei Husten und Bronchitis wird die Kleine Bibernelle als eine bevorzugte Heilpflanze empfohlen.

Bei Katarrhen der oberen Luftwege helfen täglich bis zu zwölf Gramm der Droge. Diese ist im Verhältnis 1:5 mit Wasser anzusetzen. Die Verwendung der Bibernelle bei Husten und Asthma wurde auch von der Schulmedizin anerkannt. Bei der Einnahme sind keine Nebenwirkungen beobachtet worden. Bei Erkrankungen im Rachenraum wird mit dem Sud aus der Bibernellenwurzel gegurgelt.

Bei Magenbeschwerden wird der Tee getrunken. Die Kleine Bibernelle gilt als mildes auswurfförderndes Mittel. Die Eigenschaften der Kleinen Bibernelle lassen sich als schleimlösend, harntreibend, blutreinigend und entzündungshemmend zusammenfassen. Daraus resultieren Husten, Bronchitis, Heiserkeit, Fieber, Verdauungsschwäche, Durchfall oder Blähungen als Einsatzgebiete für die Kleine Bibernelle.

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