Katzenschnupfen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Juli 2015
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Auch wenn der Begriff Katzenschnupfen zunächst harmlos klingen mag, handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung bei Katzen. Vom einfachen Niesen bis hin zu schwerwiegenden Komplikationen mit Vereiterungen und dergleichen sind bei dieser Krankheit zahlreiche Verläufe möglich, sodass der Gang zum Tierarzt unvermeidbar ist. Der leichte Übertragungsweg beziehungsweise die hohe Ansteckungsgefahr öffnet dem Katzenschnupfen dabei Tür und Tor.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Katzenschnupfen?

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Medikamente gegen: Tierkrankheiten

Unter dem Begriff Katzenschnupfen werden viral und bakteriell hervorgerufene Erkrankungen der Atemwege und Schleimhäute von Katzen verstanden. Betroffen sind dabei ausschließlich Bereiche des Kopfes, wobei sich sämtliche Auswirkungen auf die Nase, die Augen und die Maulhöhle des Tieres konzentrieren.

Neben dem gebräuchlichen Namen Katzenschnupfen wird das Krankheitsbild auch unter den Bezeichnungen Katzenpneumonitis, infektiöse Katzenrhinitis und Rhinotracheitis infectiosa felis geführt. Auch unter cat flu wird stets der global auftretende Katzenschnupfen verstanden. Betroffen sind dabei sowohl Jungtiere als auch ausgewachsenen Katzen, wenngleich der Verlauf bei Jungtieren meist schwerwiegender ist.

Ursachen

Die Ursache des Katzenschnupfens findet sich ausschließlich in verschiedenen Viren und Bakterien. Nicht selten werden bei erkrankten Katzen gleich mehrere Viren beziehungsweise Bakterien gefunden. Insbesondere bei einer komplexen Symptomatik sind meist mehrere Erreger im Spiel, was mitunter auch zu Komplikationen führen kann. Dabei kommen folgende Viren infrage als Ursache für den Katzenschnupfen:

  • das feline Calicivirus, kurz FCV

Die Familie der Bakterien wird im Bezug auf Katzenschnupfen hingegen von folgenden Erregern vertreten:

  • die feline Bordetella-Infektion
  • die feline Mykoplasmeninfektion

Sämtliche Viren und Bakterien als Ursache für den Katzenschnupfen bedingen verschiedene Auswirkungen. Allen Erregern ist dabei jedoch eines gemein, sie werden leicht und schnell übertragen. Ist eine Katze infiziert, reicht bereits ein Niesen aus, um via Tröpfcheninfektion auch andere Tiere anzustecken. Aus diesem Grund gilt der Katzenschnupfen auch weltweit als richtiggehende Seuche, da ihm nur sehr schwer Einhalt zu gebieten ist.

Symptome und Verlauf

Was die Symptome und den Verlauf angeht, so zeigen sich hier wie bereits erwähnt, beim Katzenschnupfen sehr unterschiedliche Krankheitsbilder. Während bei leichten Verläufen lediglich ein gelegentliches Niesen auftritt, können schwere Krankheitsbilder vereiterte Augen, einen geschwollenen Rachen und eine Beteiligung der Lunge aufweisen. Somit deutet also eine Vielzahl von Symptomen auf Katzenschnupfen hin. Insbesondere bei folgenden Auffälligkeiten sollten Katzenbesitzer hellhörig werden:

  • verklebte Augen
  • tränende Augen
  • eine laufende Nase
  • häufiges Niesen
  • Atembeschwerden
  • Schmerzen beim Fressen oder Trinken
  • Abgeschlagenheit
  • erhöhte Körpertemperatur
  • Verletzungen der Schleimhäute (wobei dies gehäuft im Maul- und Rachenraum auftritt)

Wann zum Tierarzt?

Selbstverständlich herrscht bei vielen Katzenbesitzern aufgrund der vielfältigen Symptome von Katzenschnupfen Unsicherheit darüber, wann der Gang zum Tierarzt angebracht ist. Hier lässt sich ganz klar sagen, dass bereits der Verdacht auf Katzenschnupfen Anlass für einen Besuch beim Tierarzt sein sollte. Schließlich ist die Ansteckungsgefahr bei Katzen jeden Alters sehr hoch, sodass hier lieber einmal zu oft als einmal zu wenig kontrolliert werden sollte. Wenn die Katze also untypische Verhaltensweisen zeigt oder gar durch Niesen, verklebte Augen oder dergleichen auffällt, und der Verdacht auf Katzenschnupfen besteht, sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden.

Diagnose

Frühzeitig erkannt kann der Katzenschnupfen in den meisten Fällen gut therapiert werden, sodass eine vollständige Heilung eintritt. Selten jedoch kann der Verlauf auch sehr schwerwiegend sein, wobei innerhalb weniger Tage der gesamte Körper des Tieres von der Infektion betroffen ist. Dies kann mitunter auch zum Tod durch Katzenschnupfen führen.

Vermutet ein Tierbesitzer bei seiner Katze Katzenschnupfen, bringt nur der Gang zum Tierarzt Klarheit. Dieser geht zunächst auf die Symptomatik des Tieres ein, was bereits ersten Aufschluss über eine mögliche Infektion mit Katzenschnupfen bringt. Gesichert wird die Diagnose im Anschluss daran mittels Laboruntersuchungen. Hierbei steht die Suche nach dem Erreger im Vordergrund, was schnell zeigt, ob es sich um Katzenschnupfen handelt oder nicht. Als Grundlage für die labortechnischen Untersuchungen dient dabei meist ein Abstrich aus dem Maul oder der Nase. Auch eine Blutuntersuchung kann bei Katzenschnupfen sinnvoll und angebracht sein.

Behandlung und Therapie

Ist der Katzenschnupfen letztendlich sicher festgestellt worden bei einer Katze, steht selbstverständlich im nächsten Schritt die Behandlung im Vordergrund. Um hierbei auch wirkliche Erfolge verbuchen zu können, muss zunächst einmal geklärt werden, ob es sich um einen virusbedingten Katzenschnupfen handelt, oder ob Bakterien der auslösende Faktor sind. Bei einem virusbedingten Katzenschnupfen werden zunächst einmal Antibiotika verabreicht, welches eine weitere Infektion durch Bakterien verhindern soll.

Die Viren hingegen werden mit Immunglobulinen beziehungsweise mit felinem Interferon bekämpft. Wurde der Katzenschnupfen hingegen durch Bakterien verursacht, kommen sogenannte Tetrazykline zum Einsatz, wobei die Therapie hier meist über mehrere Wochen erfolgt. Des Weiteren spielt gerade bei der Behandlung von Katzenschnupfen auch der körperliche Zustand des Tieres eine wichtige Rolle. So sind manche Katzen aufgrund der Symptomatik zum Beispiel nicht mehr in der Lage zu fressen, was eine künstliche Ernährung notwendig macht. Auch bedarf es in einigen Fällen aufgrund eines drastischen Flüssigkeitsmangels diverser Infusionen, welche die Begleiterscheinungen des Katzenschnupfens mildern.

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Vorbeugung - Was kann der Tierhalter tun?

Zu guter Letzt stellt sich natürlich noch die Frage, was der Tierhalter in Bezug auf Katzenschnupfen tun kann beziehungsweise, welche Maßnahmen es zur Vorbeugung gibt. Hier zählt die ganz einfache Devise, dass Vorsorge immer besser als Nachsorge ist.

Insbesondere die Impfung gegen Katzenschnupfen genießt hier sehr viel Aufmerksamkeit, da diese als Prävention sehr effektiv ist. Optimal ist natürlich eine bereits im Alter von wenigen Wochen durchgeführte Impfung, wobei hier leider nicht alle Tierhalter dermaßen aufmerksam sind. Doch auch im jedem anderen Altersstadium der Katze kann eine Impfung noch erfolgen.

Den besten Schutz gegen Katzenschnupfen bieten dabei sogenannte Kombinationspräparate, die sowohl vor einer viralen Infektion als auch vor der bakteriell bedingten Form bewahren. Die beste Beratung hinsichtlich Vorsorge kann hier der Tierarzt bieten, da dieser um die Gefahren von Katzenschnupfen weiß, und alle Maßnahmen zur Vorbeugung kennt.

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