Kapselriss im Knie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
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Ein Kapselriss im Knie oder der Gelenkkapselriss sind zwei der häufigsten Verletzung durch Sport. Bei einer sportlichen Betätigung belastet der Mensch nicht nur seine Muskeln oder Bänder, sondern auch seine Gelenke. Eine Kapsel umgibt jedes Gelenk, die jedoch, bei einer falschen Bewegung, durchaus eine Verletzung davontragen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kapselriss im Knie?

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Medikamente gegen: Sportverletzungen

Der Kapselriss im Knie tritt häufig in Verbindung mit einer Bänderverletzung auf. Der Patient erleidet, durch eine Verstauchung oder Verrenkung, einen Riss in der Gelenkskapsel. Häufig betroffene Gelenke sind die Finger-, Zehen- oder auch die Knie- wie Sprunggelenke. Der Patient klagt über starke Schmerzen, bemerkt einen Bluterguss und erkennt eine deutlich ansteigende Schwellung beim verletzten Gelenk.

Die Gelenkkapsel sorgt in erster Linie für die Stabilität des Gelenks und arbeitet gemeinsam mit den Bändern. Die Kapsel wird gerne als bindegewebige Hülle beschrieben, die mit einer sogenannten Gelenkflüssigkeit gefüllt ist und die Gelenkhöhle ummantelt. Die innere Kapselschicht wird durch die äußere Kapsel geschützt, welche für die Produktion der Gelenkschmiere zuständig ist. Diese Gelenkschmiere sorgt dafür, dass der Mensch das Gelenk bewegen kann.

Ursachen

Die Ursachen für einen Kapselriss im Knie finden sich oftmals bei der sportlichen Betätigung. Eine extreme oder abrupte Bewegung, die dazu führt, dass das Gelenk überdehnt wird oder in eine nicht vorgesehene Richtung gezwungen wird, sorgt nicht nur für eine Bänderverletzung, sondern auch für einen Kapselriss. Vorwiegend ist hier das Knie betroffen, welches vor allem beim Fußballspielen oder Skifahren stark in Mitleidenschaft genommen werden kann.

Ein Sturz, das Umknicken oder auch ein schlecht geschossener Fußball können mitunter dafür sorgen, dass ein Kapselriss im Knie entsteht. Selbst eine Fremdeinwirkung kann für diese Verletzung verantwortlich sein. So kann mitunter ein Schlag oder Tritt gegen das Gelenk einen Kapselriss auslösen. Eine weitere Ursache ist der Innenbandabriss. Da die Gelenkkapsel mit dem Innenband verwachsen ist, kann ein Abriss des Innenbandes gleichzeitig zu einem Kapselriss im Knie führen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome eines Kapselriss im Knie:

Typische Symptome für einen Kapselriss im Knie sind vorwiegend starke Schmerzen, die der Patient auch als stechenden Schmerz beschreibt. Des Weiteren treten eine starke Schwellung sowie ein Bluterguss an der betroffenen Stelle auf. Bewegt der Patient das Gelenk, kann er ein "Knacken" wahrnehmen. Ebenfalls ist eine Bewegungseinschränkung vorhanden, sodass der Patient Probleme beim Gehen oder Abbiegen des Kniegelenks hat.

Vor allem ist die Bildung des Blutergusses dafür verantwortlich, dass der Patient in seiner Mobilität eingeschränkt wird. Je länger der Patient mit der Behandlung wartet, desto stärker schreitet die Bewegungseinschränkung einher. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich der Patient sofort in eine medizinische Behandlung begibt. Bei einer falschen Behandlung ist auch eine Gelenksarthrose möglich.

Diagnose

Die Diagnose für einen Kapselriss im Knie erweist sich oftmals als schwierig. Durch die Überdehnung des Kniegelenks sind auch andere Verletzungen möglich. Das bedeutet, dass neben dem Kapselriss auch eine Bänderdehnung, Bänderzerrung oder auch ein Bänderriss möglich ist. Eine Röntgenaufnahme ist oftmals unsicher, da der Mediziner bei diesen Aufnahmen nicht feststellen kann, ob nur die Kapsel oder auch die Bänder betroffen sind. Die Bänderverletzung wird mit einem Ultraschallgerät festgestellt. Erhält der Mediziner aber auch durch die Ultraschalluntersuchung keinen genauen Einblick, wird eine Magnetresonanztherapie verordnet. Diese verschafft im Endeffekt dem Mediziner Klarheit, ob neben dem Kapselriss auch eine Bänderverletzung im Knie vorliegt.

Behandlung

Die Mediziner verweisen bei einem Kapselriss im Knie auf die PECH-Regel. Das bedeutet zuerst (P)ause. Der Patient muss das Gelenk in den kommenden Wochen schonen und darf dieses wenig bis gar nicht belasten. Auch das Kühlen mit (E)is hilft und lindert den Schmerz. Durch das Kühlen wird eine starke Schwellung des Gelenks verhindert. Ein weiterer Tipp, der gegen die starke Schwellung hilft, ist die (C)ompression. Der letzte Behandlungspunkt ist das (H)ochlegen des Beins. Eine Hochlagerung des Kniegelenks verhindert eine zu starke Durchblutung des verletzten Gelenks.

Klagt der Patient über starke Schmerzen, ist es ratsam, wenn dieser schmerzstillende Medikamente einnimmt. Wichtig ist, dass er hierbei keine blutverdünnenden Wirkstoffe zu sich nimmt, da ansonsten die Durchblutung des verletzten Gelenks gefördert wird. Auch wenn die Tipps und Tricks zur Behandlung eines Kapselrisses relativ simpel wirken, ist eine medizinische Behandlung dringend erforderlich. Der Mediziner muss abklären, ob eine Bänderverletzung vorliegt.

Ebenfalls verordnet der Arzt eine Physiotherapie, damit der Patient eine schnellere Mobilität und Beweglichkeit des Gelenks erlangt. Der Heilungsprozess dauert rund sechs Wochen, wobei das Kühlen des Gelenks sowie schmerzstillende Medikamente mitunter die Heilungsphase begünstigen. Behandelt der Patient den Kapselriss nicht, ist die Gefahr einer Gelenksarthrose gegeben.

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Vorbeugung

Bereits mit dem 30. Lebensjahr nehmen die Bänder an der Elastizität ab. Um einen Kapselriss im Knie vorzubeugen, ist es empfehlenswert, dass man sich - vor der sportlichen Tätigkeit - ausreichend aufwärmt. Mit Lockerungs- und Dehnübungen ist es möglich, dass die Muskeln warm werden. Nur wer gut aufgewärmt in das Training startet, vermeidet mitunter schwerwiegende Verletzungen in Form eines Kapselrisses im Knie.

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