Kaposi-Sarkom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
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Das Kaposi-Sarkom ist eine Krebserkrankung, welche dahingehend gekennzeichnet ist, dass der Patient Tumore sowie braune bzw. bläuliche Flecken auf den Schleimhäuten und der Haut bekommt. Der Grund für das Auftreten ist der Herpesvirus Typ 8, der auch unter "HHV-8" bekannt ist. Risikogruppen sind vorwiegend Personen, welche mit dem HI-Virus infiziert sind oder immunschwächende Medikamente, auf Grund einer Organtransplantation, erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Kaposi-Sarkom?

Der Mediziner bezeichnet mit dem Begriff Kaposi-Sarkom eine bestimmte Krebserkrankung. Vor allem Personen, welche an AIDS leiden, sind oftmals an dieser Krebserkrankung betroffen. Der Auslöser ist der Herpesvirus Typ 8, mit dem sich vor allem Personen mit einem geschwächten Immunsystem anstecken können.

Frauen sind von dieser Erkrankung fast gar nicht betroffen; primär sind Männer von dem Kaposi-Sarkom betroffen. Ebenfalls zählen Personen zu der Risikogruppe, die immunschwächende Medikamente erhalten (beispielsweise nach einer Transplantation).

Ursachen von Kaposi-Sarkom

Das Kaposi-Sarkom tritt nur dann auf, wenn der Patient über ein geschwächtes Immunsystem verfügt. Das bedeutet, dass vorwiegend Personen, welche bereits eine Erkrankung des Immunsystems haben (beispielsweise Patienten, die mit dem HI-Virus infiziert oder bereits unter AIDS erkrankt sind) und sich sodann mit dem Herpesvirus Typ 8 angesteckt haben.

Es gibt jedoch auch andere Ursachen und Gründe, weshalb das Kaposi-Sarkom auftritt: Auch nach einer Organtransplantation ist das Auftreten dieser Erkrankung möglich. Nach einer derartigen Operation erhält der Patient Immunsuppressiva, ein Medikament, das dafür sorgt, dass das Immunsystem nicht gegen das neue Organ vorgeht. Aus diesem Grund wird das Immunsystem mit Medikamenten geschwächt, was aber zur Folge haben kann, dass der Patient am Kaposi-Sarkom erkrankt.

Symptome und Verlauf von Kaposi-Sarkom

Typische Symptome des Kaposi-Sarkoms:

Klassische Symptome sind dunkelblaue bis violette Flecken auf der Haut sowie eine Knotenbildung. Ebenfalls klagt der Patient über eine Blaufärbung der Schleimhäute oder der Haut - hier spricht man von einer Zyanose. Des Weiteren treten Darm- sowie Magenpolypen auf, der Patient leidet unter Wassereinlagerungen sowie unter Hautblutungen.

Bei dem weiteren Krankheitsverlauf entwickeln sich die aufgetretenen Flecken zu schmerzhaften Knoten. Vor allem sind die Schleimhäute von dieser Entwicklung betroffen. Auch der Genitalbereich oder der Darmbereich sind von dem Knotenbefall immer wieder betroffen. Ohne eine dementsprechende Behandlung treten immer weitere Flecken und Geschwüre auf. Viele Patienten erleiden sodann Metastasen in den Lymphknoten sowie auch in den weiteren Organen.

Personen, die nicht an AIDS erkrankt sind, können aber auch einen direkten Befall der Lymphgefäße bekommen. Das bedeutet, dass sich die Krankheit von dort aus ihren Weg zu den anderen Organen bahnt. Tritt das Kaposi-Sarkom nach einer Organtransplantation auf, befällt die Krankheit sofort die inneren Organe des Patienten. Hier treten im Regelfall keine äußerlichen Symptome auf.

Diagnose von Kaposi-Sarkom

Der Mediziner stellt die Diagnose des Kaposi-Sarkom auf Grund des klinischen Erscheinungsbildes des Patienten. Visuelle Merkmale reichen oft aus, damit der behandelnde Arzt das Kaposi-Sarkom diagnostiziert. Vorwiegend sprechen die braunroten bis violetten Flecken eine eindeutige Sprache. Selbst die auftretenden Geschwüre wie Knoten sind mitunter ein Zeichen, dass der Patient an der seltenen Krebserkrankung erkrankt ist.

Zur Sicherstellung der Diagnose kann der Mediziner ein histologisches Präparat anfordern. Er entnimmt bei dieser Untersuchung ein Stück Gewerbe und untersucht dieses unter einem Mikroskop. Bestätigt sich der Verdacht des Kaposi-Sarkoms, wird mit einer Blutuntersuchung dahingehend festgestellt, ob es sich um eine Form in Verbindung mit dem HI-Virus handelt oder nicht. Oftmals erkranken viele Patienten erst an dem Kaposi-Sarkom ohne zu wissen, dass sie mit dem HI-Virus infiziert sind.

Behandlung von Kaposi-Sarkom

Bei der Behandlung ist in erster Linie die Schonung des Immunsystems vorrangig. Viele Patienten, die unter dem Kaposi-Sarkom leiden, verfügen bereits über ein geschwächtes Immunsystem. Hier wäre eine Behandlung, welche zusätzlich das Immunsystem angreift, durchaus tödlich für den Erkrankten. Aus diesem Grund muss der behandelnde Arzt darauf achten, dass er nicht mit seiner Medikation das Immunsystem weiter belastet. Das ist mitunter auch ein Grund, warum Personen, die an AIDS erkrankt sind und über das Kaposi-Sarkom verfügen, eine antivirale Kombinationstherapie erhalten.

Die Therapie wenden die Mediziner auch bei dem HI-Virus an. Der Patient erhält unterschiedliche antiretrovirale Medikamente - auch ARV genannt. Dieser Wirkstoff sorgt dafür, dass sich das Kaposi-Sarkom zurückbildet. Natürlich ist auch bei Patienten, die das Kaposi-Sarkom auf Grund einer Organtransplantation bekommen haben, wichtig, dass eine weitere Schwächung des Immunsystems verhindert wird.

Oftmals ist bereits eine Reduzierung oder Absetzung der Immunsuppressiva ein Grund dafür, dass sich das gebildete Kaposi-Sarkom wieder zurückbildet. Des Weiteren gibt es aber noch andere Therapiemethoden, welche bei einem Kaposi-Sarkom zur Anwendung kommen. So gibt es Laser- als auch Strahlenbehandlungen sowie auch auch physikalische Therapien und Exzisionen zur Bekämpfung der Krebsart. Ebenfalls kann das Kaposi-Sarkom mit einer Chemotherapie bekämpft werden.

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Vorbeugung von Kaposi-Sarkom

Eine direkte Vorbeugung für das Kaposi-Syndrom gibt es nicht. Oftmals raten Ärzte eine präventive Impfung gegen die onkogenen Viren an. Zu dieser Virenart zählt auch der Herpesvirus Typ 8, der das Kaposi-Sarkom auslöst.

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