Kanu

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. November 2014
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Kanu ist das Fahren von Paddelbooten auf Flachwasser. Das Wort Kanu ist aus der Sprache der Eingeborenen Süd- und Mittelamerikas übernommen worden und bedeutet Baumstamm oder Baumkahn. Grundsätzlich werden die Birkenrindenkanus (Kanadier) und Eskimokajaks als Vorläufer der heutigen Sportkanus unterschieden. Die wesentlichen Gattungen sind heutzutage der Kanadier sowie das Kajak.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorformen des Kanu sind bei vielen Naturvölkern aus Afrika und Grönland zu finden. In den unterschiedlichen Kanus saßen bis zu 60 Paddler.

Nach dem Vorbild eines Eskimokajaks baute der Schotte MacGregor in den 1860er Jahren ein Holzkajak nach und unternahm damit Reisen durch Schweden, Finnland und Deutschland. Er gründete 1866 den ersten Kanuklub in England und hielt 1869 die erste Regatta ab.

In Deutschland war bereits 1851 in Leipzig das erste Kajak zu sehen. 1914 bildete sich der Deutsche Kanu-Verband, die allerdings erst 1919 die ersten Deutschen Meisterschaften im Kanu autrugen. Im Jahre 1934 nahm der Olympische Kongress in Athen den Kanurennsport erstmalig in das olympische Programm auf.

Technik im Kanu

Der Grundvorgang des Paddelns ist eine immer wiederkehrende Bewegung. In der Praxis sind allerdings verschiedene stilistische Besonderheiten gegeben, die das Bild einer allgemeingültigen Technik nicht immer deutlich erkennen lassen.

Technik im Kanadier

Unsere Sportwissenschaftler empfehlen:

Im Kanadier wird während des Padelns auf einem Bein gekniet. Ein Rechtsschläger kniet auf dem rechten Bein. Unter- sowie Oberschenkel des Standbeines bilden bei aufgerichteten Körper fast eine Linie und sind zueinander nur leicht gebeugt.

Durch eine Gewichtsverlagerung sowie das Bewegen der Füße kann der Fahrer das Boot ankanten, damit es eine für die Steuerung günstige Unterwasserlage einnimmt. Das Paddel wird dabei mit locker gestreckten Armen in das Wasser eingetaucht, der Schultergürtel weit vorgebeugt sowie die dem Schlag entgegengesetzte Körperseite aus der Hüfte heraus nach vorn geschoben.

Während des Durchzugs zieht der Fahrer das Paddel in gleichmäßiger Entfernung vom Bootskörper kräftig bis in die Höhe des knienden Beines durch. Gleichzeitig richtet sich der Oberkörper auf und dreht die Schultern wieder in die Ausgangsstellung.

Gesteuert wird im Einerkanadier mit dem Steuerschlag. Dazu wird am Ende des Durchzuges die Innenkante des Paddels vom Boot weg gedreht. Im Zweierkanadier befindet sich das kniende Bein des Vorderfahrers in etwa auf der Höhe des Standbeines des Hinterfahrers. Die Steuerung ist technisch wie beim Einerkanadier. Allerdings sollten die Kraftimpulse so gesetzt werden, dass keine Steuerschläge nötig sind.

Technik im Kajak

In der Ausgangsstellung im Sitzen sind die Beine locker gebeugt und der Oberkörper leicht vorgebeugt, damit das Paddel möglichst weit vor dem Wasser fassen kann. Während des Bewegungsablaufes soll zwischen dem Ausheben sowie dem neuen Einsatz des Paddels keine sichtbare Unterbrechung entstehen. Die Hand führt dabei das Paddel in Augenhöhe nach vorne. Dabei soll der Ellenbogen des ziehenden Armes nicht am Körper angelegt werden.

Der Blatteinsatz erfolgt parallel zur Bootslänge. Beim Ausheben ist es wichtig, dass das in der Luft befindliche Paddel nach vorn gedrückt und nicht nur im Wasser nach vorn gezogen wird. Beim Start sind kurze, harte Schläge auszuführen, um dem Boot Fahrt geben zu können. Zugleich wird verhindert, dass es in die Heckwellen der gegnerischen Kajaks gerät. Lange Schläge würden zudem bei schwacher Fahrt zu einem seitlichen Ausweichen des Bootes führen.

Der Kajakfahrer besitzt im Gegensatz zum Kanadierfahrer ein Fußsteuer, mit dem das Boot leicht gelenkt werden kann. Ebenso kann sich mit einer Gewichtsverlagerung die Unterwasserform des Bootes verändern und damit eine Steuerhilfe bewirken.

Kajaks und Kanadier kaufen

In der heutigen Zeit werden Kajaks und Kanadier insbesondere aus PVC, Royalex, GFK, PE sowie Aluminium gefertigt. Selten werden sie aus Holz oder auch als Textil- oder lederbespannte Spantenkonstruktion aus Schilf, Weide oder sogar Knochen gebaut.

Grundsätzlich empfehlen wir beim Kauf eines Kajaks oder Kanadier für Freizeit oder Hobbysportler einen Fachhändler mit gut ausgebildetem Personal und Equipment aufzusuchen. Wichtig ist, dass das Boot im Freizeitbereich ein ideales Boot zum Küstenwandern ist. Daher sollte es stabil, bequem und kurssicher sowie einfach zu fahren, leicht und platzsparend zu transportieren sein.

Der Preis eines Kajaks oder Kanadier sagt nicht zwingend etwas über die Qualität aus. Entscheidend ist vielmehr, dass die Ausrüstung auf ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmt ist. Lassen sie sich in einem guten Sportfachgeschäft beraten.

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