Kaffirlimettenblätter

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. Dezember 2016
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Bei Kaffirlimettenblättern handelt es sich um ein südostasiatisches Blattgewürz. Sie wachsen an der Kaffirlimette.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Kaffirlimettenblätter wissen

Unter Kaffirlimettenblättern werden die Blätter der Kaffirlimette (Citrus hystrix) verstanden, die als Gewürz- und Heilpflanze Anwendung findet. Die Kaffirlimette zählt zur Gattung der Zitruspflanzen (Citrus) und ist Bestandteil der Rautengewächse (Rutaceae). Sie trägt auch die Bezeichnungen Mauritius-Papeda oder Kaffernlimette.

Die Kaffirlimette gehört zu den kleinwüchsigen Bäumen. Eines ihrer typischen Merkmale sind ihre mit Dornen besetzten Äste. Da sich die Stiele des Kleinbaums deutlich verbreitern, zeigt sich der optische Eindruck von zwei Blättern, die in Längsrichtung zusammengewachsen sind. Die Kaffirlimettenblätter verfügen über eine Wachsschicht und weisen einen starken Glanz auf. Aus den Blüten der Kaffirlimetten gehen kleine birnenförmige Früchte hervor, deren Schale eine dunkelgrüne bis gelbe Färbung hat. Eine typische Eigenschaft der Kaffirlimettenblätter stellt ihr markanter Zitronenduft dar.

In südostasiatischen Ländern wie Thailand sind Kaffirlimettenblätter ein überaus wichtiger Bestandteil der heimischen Küche. So wird u. a. die berühmte Suppe „Tom Yam“ mit ihnen angereichert. Zur Anwendung kommen in der Regel frische Blätter, die wie Lorbeerblätter in Suppen oder Saucen mitgekocht werden. Dabei rufen sie bei den Speisen einen pikanten Zitronengeschmack hervor, der an Limetten erinnert.

Zum Verspeisen sind die Limettenblätter allerdings meist zu zäh, weswegen sie vor der Mahlzeit aus dem Essen entfernt werden. In Vietnam und Thailand ist es deswegen üblich, die Blätter derart dünn zu schneiden, dass sie sich mitessen lassen. In Kambodscha werden mit ihnen Gewürzpasten verfeinert.

Als Gewürz kommen die Kaffirlimettenblätter ferner in Indonesien und Malaysia zur Anwendung. Auf der französischen Insel La Reunion im Indischen Ozean dienen die zerkleinerten Früchte der Kaffirlimette zur Beimischung in Samoussas oder dem Rougail.

Eine spezielle Saison für die Kaffirlimettenblätter gibt es nicht. Sie lassen sich also das ganze Jahr über erwerben. Allerdings sind frische Kaffirlimettenblätter in Deutschland eine Rarität, da sie hierzulande noch keine große Bekanntheit haben. Stattdessen werden sie in getrockneter Form angeboten.

Ihren Ursprung hat die Kaffirlimette, an der die Limettenblätter wachsen, in Thailand und Indonesien. In der heutigen Zeit finden sich aber auch in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Florida sowie in Australien Anbaustätten.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Kaffirlimettenblätter sind als Speise sehr gesund. Verantwortlich für ihren aromatischen Geschmack zeichnen unterschiedliche ätherische Öle, die in der Pflanze vorkommen. Der Zitronenduft der Blätter wird als überaus angenehm empfunden.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Kaffirlimettenblätter zählen die ätherischen Öle Citronellal und Citronellol. Ihr Anteil liegt bei 80 bzw. 10 Prozent. Weiterhin sind Spuren von Nerol und Limonen in der asiatischen Pflanze enthalten. Der Kaloriengehalt der Kaffirlimettenblätter fällt nicht ins Gewicht.

Unverträglichkeiten

Allergien und Unverträglichkeiten in größerem Maße gegen die Kaffirlimettenblätter sind nicht bekannt. Daher gelten sie auch als gute Alternative zu anderen Gewürzen, die Allergien hervorrufen können.



Einkaufs- und Küchentipps

Während frische Kaffirlimettenblätter in Deutschland nur sehr schwer erhältlich sind, lassen sich dagegen getrocknete Blätter selbst in Supermärkten meist problemlos finden. Darüber hinaus gehören sie zum Angebot von speziellen Asia-Shops.

Gelegentlich werden dort sogar frische Blätter offeriert. Als Alternative kommt auch eine Bestellung in Internet-Shops infrage. Dabei empfiehlt sich jedoch der Kauf von Bio-Kaffirlimettenblättern. So besteht durch herkömmlichen Anbau das Risiko, dass die Blätter mit Insektiziden oder anderen problematischen Stoffen in Kontakt geraten.

Gelingt es tatsächlich, frische Kaffirlimettenblätter zu erstehen, dürfen diese lediglich 2 bis 3 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks untergebracht werden. Alternativ lassen sich die gehackten Blätter aber auch einfrieren. Deutlich länger ist die Haltbarkeit von getrockneten Limettenblättern. Allerdings können diese ihr angenehm frisches Zitronenaroma schon bald einbüßen. Aus diesem Grund sollten sie kühl und luftdicht gelagert werden.

Zur Vorbereitung für eine Mahlzeit werden die Kaffirlimettenblätter gründlich abgespült. Anschließend erfolgt ihr Abtropfen. Je nach Rezept lassen sich die Blätter dann entweder zerhacken oder in kleine Streifen schneiden.

Zubereitungstipps

Die Beigabe von Kaffirlimettenblättern eignet sich ausgezeichnet für diverse asiatische Gerichte. Dazu gehören zum Beispiel Reismenüs, Currys wie Rindfleisch-Curry, Fisch-Ragouts, Meeresfrüchte, Salate, Geflügel, Eintöpfe, Gemüse oder Suppen. Dabei lässt sich der Geschmack der Limettenblätter exakt dosieren.

Das Zitronenaroma der Kaffirlimette passt aber noch mit weiteren asiatischen Zutaten zusammen. Als delikate Kombinationen gelten u. a. Huhn, Kokosmilch, Zwiebeln, Chili, Galgant, Ingwer, Basilikum und Fingerwurz. Auch Getränken wie Limonaden oder Cocktails lassen sich die Blätter der Kaffirlimette beimischen. Eine typische Zutat bilden sie zudem zu thailändischen Suppen wie Tom Kha Gai. Dabei gelangen allerdings meist frische Blätter zur Anwendung.

Für den Fall, dass einmal keine Kaffirlimettenblätter zur Verfügung stehen, gelten Zitronensaft oder Zitronengras als guter Ersatz.

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