Kürbis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. Juni 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Kürbis

Der Kürbis ist nicht nur als Halloweenmarkenzeichen bekannt. Er verfügt auch über nahrhafte und gesunde Eigenschaften.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Kürbisse wissen

Der Kürbis (Cucurbita) stellt eine eigene Pflanzengattung dar. Er wird zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) gezählt. Die Menschen kultivieren insgesamt fünf Kürbisarten. Dabei handelt es sich um den Garten-Kürbis (Cucurbita pepo), den Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima), den Feigenblatt-Kürbis (Cucurbita ficifolia), den Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata) sowie Cucurbita argyrosperma.

Zur Anwendung kommt der Kürbis schon seit ca. 5000 v. Chr. Während der Gartenkürbis in Mexiko angebaut wurde, pflanzten die Menschen den Riesen-Kürbis in Südamerika und den Moschus-Kürbis in Mittelamerika an. Vermutlich nutzten die Menschen die nahrhaften Samen. Diese sind frei von bitteren Stoffen. Dagegen verfügen Kürbisse, die wild wachsen, über bittere Früchte. Durch die Auswahl der nichtbitteren Formen ließ sich der Kürbis als Gemüse verwenden. Später gelangten die Kürbissamen auch nach Europa. Dort wurden die Kürbisse ebenfalls angebaut.

Alle Kürbissorten sind äußerst vitaminreich. Zudem sind sie wirksam bei Prostata- und Blasenbeschwerden.

Der Kürbis zählt zu den einjährigen, krautigen Pflanzen. Gelegentlich kann er auch ausdauernd sein. Die Kürbisranken verzweigen sich drei- bis siebenfach. Genutzt werden die Früchte des Kürbisses, bei denen es sich um Panzerbeeren handelt. Je nach Kürbisart fallen Größe, Form und Färbung unterschiedlich aus. Generell sind die Panzerbeeren sehr groß und vielsamig. Bei den wilden Formen verholzt sich die Fruchtwand, wodurch sie lange erhalten bleibt.

Verzehrt wurde der Kürbis schon vor tausenden von Jahren von den Süd- und Mittelamerikanern. Die ältesten versteinerten Kürbissamen stammen aus Mexiko. In der heutigen Zeit lässt sich der Kürbis auf der ganzen Welt in warmen Gegenden anbauen. Die Europäer und Nordamerikaner wissen die Gemüsesorte besonders zur Halloween-Zeit zu schätzen. Dann werden die Panzerbeeren in gruselige Masken verwandelt. Der Kürbis gedeiht sowohl in trockenen heißen Gegenden als auch in kühlen Nebelwäldern. Auf Frost reagieren jedoch sämtliche Arten sensibel. Wichtig für ihr Wachstum ist eine ausgeprägte Sonneneinstrahlung.

In Deutschland verläuft die Kürbissaison von September bis November. Die Panzerbeere lässt sich aber auch mehrere Monate lang einlagern. Auf diese Weise wird sie im Winter ebenfalls verzehrt. Das Fruchtfleisch des Kürbisses ist saftig und weist einen nussigen Geschmack auf. Eine besonders beliebte Kürbissorte stellt der Ambercup dar, dessen Färbung Orange ist. Ebenfalls sehr gefragt sind der Hokkaido, der Mandarin, die Bischofmütze, der Muscade de Provence sowie der Butternut.

Bedeutung für die Gesundheit

Der Kürbis ist auch für die Gesundheit des Menschen von Bedeutung. So handelt es sich bei ihm um eine geschätzte Heilpflanze, die sich wirksam gegen Prostataleiden einsetzen lässt. Darüber hinaus eignen sich Präparate aus den Kürbiskernen zur Behandlung von Blasenschwäche sowie zur Austreibung von Bandwürmern. Erhältlich sind die Kürbiskernpräparate in der Apotheke oder im Handel.

Wird der Kürbis als Suppe oder Gemüse verspeist, wirkt er sich magenschonend und anregend auf die Verdauung aus. Ebenso stimuliert er den Stoffwechsel. Im Jahr 2005 kürte die Universität Würzburg den Garten-Kürbis sogar zur Arzneipflanze des Jahres.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Kürbisses zählen ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Kalium, Magnesium, Zink, Eisen und Natrium. Außerdem sind wichtige Vitamine wie Vitamin A, diverse B-Vitamine sowie Vitamin C und Vitamin E in ihm enthalten. Pro 100 Gramm Kürbis liegen seine Nährwerte bei 13 Kalorien, 2,2 Gramm Kohlenhydraten, 1,1 Gramm Ballaststoffen und 0,5 Gramm Eiweiß. Der Fettanteil beträgt weniger als 1 Gramm.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 13 kcal/ 56 kj
Eiweiß 0,50 g
Kohlenhydrate 2,20 g
Fett 0,20 g
Wasser 95,08 g
Ballaststoffe 1,10 g
Beta-Carotin 110 µg
Vitamin E 500 µg

Unverträglichkeiten

Die meisten Kürbissorten lassen sich vom Menschen verzehren. Eine Ausnahme stellen allerdings die Zierkürbisse dar, da in ihnen giftige Cucurbitacine vorkommen. Sie eignen sich daher nur zur Dekoration.

Manche Menschen leiden unter einer Kreuzallergie zwischen Pollen und Kürbissen. Dabei kommt es zu Beschwerden wie einer geschwollenen Zunge, tauben Lippen, Brennen im Mund, Asthmaanfällen und Atemnot.

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Einkaufs- und Küchentipps

Während Garten-Kürbisse bereits ab Juli erhältlich sind, werden die restlichen Arten ab dem Herbst angeboten. Zur Überprüfung der Reife klopft der Käufer mit seiner Faust auf die Kürbisschale. Ein hohles Geräusch signalisiert die Reife des Kürbisses. Außerdem sollte noch ein vertrockneter Stielansatz vorhanden sein.

An einer dunklen und kühlen Stelle lässt sich der Kürbis bis zu einem halben Jahr lagern. Bei einer feuchten Lagerstelle besteht das Risiko von Fäulnis. Ist der Kürbis bereits angeschnitten, wird er in Folie verpackt und etwa eine Woche lang im Kühlschrank aufbewahrt.

Zubereitungstipps

Abgesehen vom Hokkaido-Kürbis muss die Kürbisschale vor dem Verzehr meist entfernt werden. Zu den beliebtesten Kürbisgerichten gehört die Kürbissuppe, die ein süßlich-nussiges Aroma aufweist. Zum Knabbern eignen sich die Kürbiskerne. Diese können sogar geröstet werden. Außerdem lässt sich der Kürbis grillen, braten und backen oder mit Salaten kombinieren.

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