Juckreiz am ganzen Körper

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. Oktober 2016
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Juckreiz am ganzen Körper kann bei intensivem Auftreten nicht nur als sehr störend empfunden werden, er ist auch das Anzeichen für verschiedene Krankheiten. Die meisten Ursachen sind harmlos, sollten jedoch frühzeitig eliminiert werden, um die Gesundheit der Haut zu sichern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Juckreiz am ganzen Körper?

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Medikamente gegen: Juckreiz

Für manche Ärzte gilt die Haut unter anderem als Spiegel für tiefer liegende Krankheiten und Unwohlsein. Wenn der gesamte Körper juckt, reagieren die meisten Menschen mit Kratzen oder einem intensiven Reiben. Juckreiz tritt uneingeschränkt oder nur an einigen begrenzten Stellen auf. Meistens handelt es sich um trockene Haut, die Symptome können jedoch ebenfalls von einer allergischen Reaktion oder anderen Organen kommen. In vielen Fällen erscheint neben dem Juckreiz ebenfalls eine Veränderung der Haut.

Ursachen

Die zugrunde liegenden Ursachen sind vielfältig. Ist die Haut trocken, so fühlt sie sich meistens rau an. Sie spannt und ist für Juckreiz am gesamten Körper verantwortlich. Besonders trockene Luft oder extreme Körperhygiene führen zu trockener Haut. Auch bestimmte Pflegeprodukte können notwendige Flüssigkeit reduzieren. Wenn die Haut neben dem Juckreiz weitere Veränderungen aufweist, ist dies ein Zeichen für eine Hauterkrankung.

Häufig verursachen Nesselsucht, Knötchenflechte, Neurodermitis oder Schuppenflechte die Beschwerden. Die Haut schuppt sich, bildet Quaddeln, ist gerötet oder rau und sehr schuppig. Wenn der ganze Körper juckt, kann die Ursache auch bei Milben liegen. Diese nisten sich in die oberste Hautschicht ein und hinterlassen einen runden Ausschlag. Es wird von Krätze gesprochen.

Eine Allergie stellt eine Überreaktion des Körpers gegenüber bestimmter Stoffe dar. Auch dies ist eine Erklärung für die Beschwerden. Die allergenen Substanzen veranlassen den Körper dazu, vermehrt Histamin auszuschütten, wodurch sich Pusteln und Schwellungen bilden. Darüber hinaus kann eine Schädigung innerer Organe vorliegen, wie zum Beispiel der Leber.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Vor einer körperlichen Untersuchung beginnt der Arzt mit einer Anamese. In diesem Rahmen wird geklärt, seit wann der Juckreiz besteht und wie ausgeprägt er ist. Anschließend wird die Haut gründlich untersucht, wobei das Augenmerk auch auf Kopfhaut, Haare, Nägel und Schleimhäute fällt. Abstriche helfen dabei, eventuelle Pilze, Parasiten oder Bakterien zu identifizieren. Die Untersuchung des Blutes gibt Aufschluss darüber, ob eine Veränderung von Leber, Galle, Nieren oder Entzündungen vorliegt.

Dieser Test wird vorallem dann vorgenommen, wenn äußerlich keine Gründe für einen Juckreiz erkennbar sind. Führt der Arzt die Beschwerden auf einen potenziellen Tumor zurück, können Computertomographien diesen bei Bestehen identifizieren. Juckreiz wird durch eine Untergruppe von Nervenfasern ausgelöst, sobald diese von Histamin und Serotonin erregt werden.

Das Kratzen wirkt dem durch die Verursachung von Schmerzreizen kurzfristig entgegen. Gleichzeitig reagiert der Körper auf den mechanischen Reiz jedoch durch eine gesteigerte Ausschüttung der Botenstoffe. Während Hautausschläge sich meistens einfach auf eine bestimmte Ursache zurückführen lassen, müssen Patienten, die weiterhin über eine glatte Haut verfügen, sich vielen Untersuchungen stellen.

Behandlung und Therapie

Die endgültige Behandlung richtet sich letztendlich nach der Diagnose. Während der Juckreiz durch unterschiedliche Medikamente gestillt werden kann, ist es ausschlaggebend die zugrunde liegende Ursache zu behandeln. Bei Krätze besteht die Therapie beispielsweise darin, die Milben komplett abzutöten. Dies erfolgt über Anti-Milben-Mittel, welche aufgrund starker Nebenwirkungen jedoch gewissenhaft ausgewählt werden müssen. Die Anwendung erfolgt normalerweise mehrere Male, bis sich keine Milben mehr in der Haut befinden.

Neurodermitis hingegen kann nur im Rahmen der Symptome gelindert werden, während die Krankheit bestehen bleibt. Unterschiedliche Salben und Cremes, die meistens entzündungshemmende Wirkstoffe beinhalten, verschaffen Abhilfe. Ergänzend können bestimmte Tabletten oder Antibiotika verabreicht werden. Verursacht eine Leberzirrhose den Juckreiz, besteht der Mittelpunkt der Therapie daraus, das Lebergewebe zu erhalten und zu verhindern, dass dieses weiter geschädigt wird. Der Betroffene muss auf Alkohol verzichten sowie auf alle Medikamente, die nicht lebensnotwendig sind.

Anschließend wird die Ursache behandelt, durch welche die Leberzirrhose entstanden ist. Besonders bei Autoimmunkrankheiten bleibt im Endstadium meistens nur eine Transplantation. Wurde eine Allergie und der genaue Ursprung diagnostiziert, müssen die auslösenden Stoffe zukünftig vermieden werden. Oft handelt es sich um bestimmte Lebensmittel und Geschmacksverstärker, aber auch das Tragen gewisser Kleidungsstoffe kann zu Juckreiz führen. Ist der Juckreiz einmal vorhanden, helfen Sofortmaßnahmen wie weite Kleidung, die möglichst wenig Kontakt zur Haut hat, kühle Umschläge mit etwas Essig sowie rückfettende Cremes und Lotions zur Körperpflege.



Vorbeugung

Das Vorbeugen von trockener Haut kann bereits dabei die Entstehung von Juckreiz verhindern. Hier ist es besonders wichtig, geeignete Pflegemittel zu verwenden und nicht länger als 20 Minuten in der Badewanne zu verbringen. Geeigneter ist das rasche Abduschen des Körpers. Alkohol, Stress, Ärger und scharfes Essen können sich ebenfalls negativ auf die Haut auswirken.

Ist bekannt, dass Personen aus dem engeren Umfeld Krätze aufweisen, so sollte darauf geachtet werden, dass kein Körperkontakt besteht. Bei einer besonders intensiven Art ist die Übertragung jedoch auch über Gegenstände möglich. Präventiv gegen eine Leberzirrhose helfen die Hepatitis-Impfungen. Bei der Einnahme von Medikamenten und Vitaminpräparaten sollte geklärt werden, ob diese leberschädigend sind.

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