Juckende Lippen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 21. Mai 2017
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Die Lippen des Menschen umrahmen den Mund und sind sehr formbar und beweglich. Ihre Oberfläche ist weich und normalerweise bei ordnungsgemäßer Pflege auch widerstandsfähig und unempfindlich. Es kann aber auch aus verschiedenen Gründen zu juckenden Lippen kommen. Im Gegensatz zu den anderen Hautflächen am Körper, die mit einem schützenden Feuchtfilm versehen sind, fehlt der Haut der Lippen diese Funktion.

Inhaltsverzeichnis

Was sind juckende Lippen?

Aus diesem Grund stellt sich bereits bei zu trockener Haut im Mundbereich ein unangenehmes Gefühl ein. Man versucht durch ständiges Befeuchten diesen Umstand zu beheben. Allerdings erreicht man dadurch in den meisten Fällen genau das Gegenteil. Die Lippen beginnen zu brennen und zu jucken. Auch empfindet man sie subjektiv dicker als normal und unser allgemeines Wohlbefinden ist gestört. Bei manchen Krankheiten, die zu juckenden Lippen führen können, kann ein tatsächliches Anschwellen der betreffenden Hautpartie als begleitendes Symptom auftreten.

Die erwähnten Empfindungsstörungen sind entweder harmloser Natur, können aber auch ein Zeichen dafür sein, dass im Körper etwas in Unordnung geraten ist, und eine ernstzunehmende Krankheit dahinter stecken kann. Wenn man den Ausführungen der Ärzte glaubt so gibt es sehr vielen Möglichkeiten, die für Brennen und Jucken im Mundbereich und speziell an den Lippen verantwortlich sein können.

Ursachen

Eine sehr häufige Ursache für diese Symptomatik ist eine Infektion mit dem Herpes Simplex Virus Typ 1, der sich entlang der Nervenbahnen, die an den Lippen enden, ausbreiten kann. Vor allem bei ansonsten geschwächter Abwehrlage durch Erkältungskrankheiten im Winter oder auch durch zu starke ungeschützte Sonneneinstrahlung, Sommer wie Winter, kann dieser Virus immer wieder aktiviert werden.

Trockene Heizungsluft, die zur Austrocknung der Schleimhäute und der Lippen führen kann, begünstigt auch eine Infektion mit Bakterien, die eingerissene Mundwinkel zur Folge haben können. Die immer wiederkehrenden Bewegungen beim Sprechen oder Kauen verhindert oft ein Abheilen, sodass diese Infektionen lange andauern und behandelt werden müssen. Ein weiteres großes Ursachenfeld für juckende Lippen sind allergische Reaktionen. Dabei kann das Allergen sowohl bei Tieren als auch bei Nahrungsmitteln, zum Beispiel einer bestimmte Obstsorte, zu finden sein.

Nebenwirkungen von eingenommenen Arzneimitteln können ebenso wie bestimmte Kosmetika zu Unverträglichkeiten führen, die sich in Form von Brennen und Jucken an den Lippen äußern. Da der Körper immer ganzheitlich zu betrachten ist, kann auch das eigene Fehlverhalten, zum Beispiel durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, zu derartigen Beschwerden führen. Ein gestörter Wasserhaushalt im Körper sollte dann schnellst möglichst behoben werden. Wie bei sehr vielen anderen Krankheiten ist es wichtig auch eine psychische Störung in Betracht zu ziehen. Es fehlt zwar oft die Vorstellungskraft, dass dadurch sogar eine Empfindungsstörung an den Lippen in Form von Juckreiz auftreten kann, trotzdem muss man diese Möglichkeit in Erwägung ziehen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Aber unabhängig von der Ursache für juckende Lippen sollte vor einer Behandlung immer eine genaue Diagnose gestellt werden, auch um über den Verlauf der Krankheit Klarheit zu bekommen.

Dem Arzt stehen hierfür zahlreiche Methoden zur Verfügung. Eine Herpes Simplex Typ 1 Infektion zeigt sich zum Beispiel nach einiger Zeit durch das Auftreten von gefüllten Bläschen, die sich am Lippenrand ansiedeln. Dieser Verlauf ist zeitlich absehbar, und die Bläschen heilen meistens innerhalb einiger Tage ab. Allerdings ist der Virus rezidiv, er ruht also in den Nervenzellen und kann bei entsprechend schlechter Abwehrlage des Körpers immer wieder auftreten.

Für den Verdacht, dass eine Allergie hinter den Symptomen stecken könnte, hat der Arzt zahlreiche Tests und Blutuntersuchungen als Diagnosemittel zur Verfügung. Dasselbe gilt für eventuelle innere Erkrankungen und Mangelerscheinungen, die als Ursache ebenso in Frage kommen könnten. Pilze oder Bakterien als Auslöser sind wesentlich einfacher festzustellen. Wird ein neurologischer Hintergrund vermutet, kann die Diagnose viel Aufwand von Speziallisten erfordern, die auch den Verlauf und die Dauer dieser Empfindungsstörung schwer einschätzen können.

Behandlung und Therapie

Zur Behandlung von juckenden Lippen stehen je nach Ursache verschiedene Therapien zur Verfügung. Handelt es sich bei dem Auslöser um Pilze, Bakterien oder Viren, werden spezielle Salben eingesetzt, die die Infektion hemmen und heilen können. Oft kann der Arzt bereits durch die Art der Symptome im Mundbereich erkennen, welche der Ursachen in Frage kommt. Er hat noch darüber hinaus die Möglichkeit eventuell austretendes Sekret genau zu untersuchen. Sind Allergien die Ursache, müssen die allergieauslösenden Substanzen festgestellt und wenn möglich vermieden werden. Eine Reihe von Allergietests an der Haut oder eine Blutuntersuchung können Aufschluss über die Stoffe geben, die nicht vertragen werden, und die Symptome hervorrufen.

Gegen die bereits entstandenen Schäden an der Lippenhaut können auch spezielle Salben und Medikamenten zu einer Linderung führen. Liegt das Problem an einer Unterversorgung des Körpers, müssen zum Beispiel bestimmte Defizite wie Wasser- und/oder Mineralstoffmangel ausgeglichen werden. Ist das Jucken eine Folge von ständigem Befeuchten der Lippen, die auf eine nervliche Überbelastung oder extreme Nervosität zurückzuführen ist, muss die Ursache und deren Behandlung mehr in der Psychotherapie gesucht werden.



Vorbeugung

Unabhängig davon was letztendlich das Symptom der juckenden Lippen auslösen kann, sind bestimmte vorbeugende Maßnahmen möglich. Gerade in der kalten Jahreszeit, in der durch geheizte Räume sehr oft ein zu trockenes Klima erzeugt wird, leidet unsere Haut, auch die im Mundbereich.

Luftbefeuchter, oder gezieltes Lüften der Räume kann hier Abhilfe schaffen. Eine hygienische und gründliche Lippenpflege ist besonders wichtig und man sollte vermeiden diese ständig zu befeuchten. Eine gesunde Lebensweise, bei der dem Körper alle notwendigen Stoffe zugeführt werden die er benötigt, beugt Defizite vor.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist notwendig um gerade die Haut vor Austrocknung zu bewahren. Ein starkes Abwehrsystem kann viele Angriffe von Viren und Bakterien verhindern. Deshalb ist es wichtig dieses zu stärken und auf sich zu achten. Eine sorgfältige Auswahl von Kosmetika mit denen wir gerade im Gesicht in Berührung kommen, verhindert möglicherweise eine allergische Reaktion.

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