Jucken am After

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 19. Juli 2017
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Jucken am After ist ein Juckreiz im Analbereich, welcher unterschiedlichste Ursachen haben kann und sich gut behandeln lässt. Auch Vorbeugung lässt sich der Missempfindung in vielen Fällen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Jucken am After?

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Medikamente gegen: Juckreiz

Jucken am After bezeichnet eine Missempfindung im Bereich um die Analöffnung. Das unangenehme Gefühl kann chronisch oder akut auftreten und stört in vielen Fällen sogar den Schlaf. Gefährlich ist der Juckreiz nur in seltenen Fällen, wobei hier die Ursache entscheidet. Ein leichtes Jucken kann bereits durch das falsche Toilettenpapier oder mangelnde Hygiene entstehen, langanhaltende Probleme haben dagegen in den meisten Fällen eine Erkrankung als Ursache.

Ursachen

Jucken am After kann unterschiedlichste Ursachen haben. Häufig liegt ihm ein so genanntes Analekzem zugrunde, welches vorwiegend durch Allergien entsteht. Daneben gibt es viele weitere mögliche Ursachen. Sehr oft entsteht Afterjucken beispielsweise durch Hämorrhoiden, Afterrisse, eine Entzündung des Afters oder durch ein anorektales Syndrom. Dieses entsteht durch eine gestörte Darmflora und tritt meist nach einer Antibiotika-Therapie auf.

Weiterhin können Feigwarzen oder Pilzinfektionen wie etwa Candida Afterjucken auslösen. Ebenso Stuhlinkontinenz, Tumore des Mastdarms, Nahrungsmittelallergien und Infektionen. Geschlechtskrankheiten wie Syphilis lösen ebenso ein Jucken am After aus. Des Weiteren kann es eines der Begleitsymptome von Diabetes mellitus sein.

Jucken am After entsteht in manchen Fällen auch als Folge einer allgemeinen Hautkrankheit. Neurodermitis und Schuppenflechte sind nur zwei der möglichen Ursachen. Zuletzt kann eine mangelnde oder übermäßige Hygiene des Analbereichs Juckreiz auslösen.

Eine entzündliche Reaktion im Analbereich (Analekzem) ist häufig die Ursache von Juckreiz am After.

Krankheiten

Wann zum Arzt?

Im Normalfall ist der Juckreiz am After auf eine harmlose Ursache zurückzuführen. Meist ist kein Arztbesuch notwendig. Bei einer mangelnden Hygiene reicht es meist aus, wenn eine intensive Körperreinigung stattfindet. Ist der Betroffene in der Lage, diese selbst vorzunehmen, benötigt er dabei im Regelfall keine Unterstützung. Menschen, denen es aufgrund einer Erkrankung nicht möglich ist, ausreichende hygienische Maßnahmen einzuleiten, können durch einen Arzt über alternative Möglichkeiten aufgeklärt werden.

In einigen Fällen verursacht das Tragen der Unterwäsche den Juckreiz. Es liegt eine allergische Reaktion auf die verarbeiteten Materialien der Kleidung vor. Ein Arzt führt einen Allergietest durch, um herauszufinden, welche Stoffe für die Reaktion verantwortlich sind. Der Juckreiz am After kann ein Hinweis auf eine weitere Erkrankung sein. Daher ist ein Arzt zu konsultieren, sobald die Beschwerden zunehmen oder sich weiter ausbreiten. Viren, Bakterien oder Pilze vermehren sich ohne eine Behandlung und müssen behandelt werden.

Besteht der Juckreiz über mehrere Wochen oder Monate ist ein Arztbesuch ratsam. Hautprobleme, Hämorrhoiden oder Ekzeme sind Ursachen, die abgeklärt und behandelt werden müssen. Bei einer Durchfallerkrankung kommt es durch die häufigen Toilettengänge zu einer mechanischen Reizung. Hier genügt es, das Toilettenpapier zu wechseln. Ein Arztbesuch ist nicht notwendig.

Diagnose und Verlauf

Juckreiz am After kann aufgrund seiner verschiedenen Ausprägungen und Ursachen nicht immer direkt einer Krankheit oder Störung zugeordnet werden. Der Arzt muss deshalb zunächst klären, in welcher Intensität der Juckreiz auftritt, wann er auftritt und wie der Stuhlgang allgemein verläuft. Darüber hinaus wird im Gespräch mit dem Patienten geklärt, ob eventuell Allergien oder Grunderkrankungen vorliegen und ob die Möglichkeit besteht, dass eine sexuell übertragbare Krankheit vorliegt. Durch diese und weitere Fragen kann der Arzt die Diagnosemöglichkeiten eingrenzen.

Um die endgültige Diagnose stellen zu können, sind weitere Untersuchungen notwendig. Insbesondere der Analbereich wird vom Arzt auf Auffälligkeiten kontrolliert. Auch der Enddarm wird bei einem konkreten Verdacht abgetastet und gegebenenfalls genauer untersucht. Weiterhin wird eine Stuhluntersuchung vorgenommen, um mögliche Erreger wie Bakterien, Pilze oder Parasiten festzustellen. Darüber hinaus wird ein Allergietest vorgenommen.

Weitergehende Untersuchungen wie etwa eine Darmspiegelung, eine Ultraschalluntersuchung und eine CT werden je nach vermuteter Ursache durchgeführt. Im Anschluss daran kann der Arzt die zugrunde liegende Erkrankung diagnostizieren. Jucken am After kann chronisch oder akut verlaufen und führt nur selten zu gesundheitlichen Problemen. Allerdings wird das Jucken von Betroffenen als sehr quälend empfunden, wodurch die Lebensqualität erheblich leidet. Verschwindet das Jucken deshalb auch nach einigen Tagen nicht, empfiehlt sich eine zielgerichtete Behandlung.

Komplikationen

In Zusammenhang mit Ischiasschmerzen können verschiedenen Komplikationen auftreten. Ischisasschmerzen können nach mehreren schmerzfreien Monaten erneut auftreten. Möglicherweise stehen Ischiasschmerzen auch im Zusammenhang mit einem grundlegenden Rückenproblem, beispielsweise einem Bandscheibenschaden, einem Wirbelgleiten oder Osteoporose. Betroffene Personen mit Ischiasschmerzen leiden möglicherweise unter permanentem Kreuzweh. Die Schmerzen sind ständig vorhanden oder kommen immer wieder. Halten die Schmerzen drei Monate oder länger an, sind sie chronisch geworden.

Ischiasschmerzen können auch in andere Körperbereiche, zum Beispiel in die Beine, die Füße und die Zehen ausstrahlen. Auch Gefühlsstörungen wie Taubheitsgefühle und Kribbeln können auftreten. Auch eine Muskelschwäche oder Lähmung am Fuß (Unvermögen zum Zehenspitzenstand oder Fuß- oder Zehenheberschwäche) ist nicht auszuschließen. Der Betroffene kann in seiner Bewegung stark eingeschränkt sein. Das Gehen kann schmerzen und der Patient kann keine längeren Wegstrecken mehr zurücklegen. Es kann zu Taubheitsgefühlen an den Innenseiten der Oberschenkel (Reithosenanästhesie) sowie im Anal- und Genitalbereich kommen. Zudem ist eine Störung der Darm- und Blasenfunktion nicht ausgeschlossen. Auch die Sexualfunktion kann gestört sein.

Behandlung und Therapie

Jucken am After kann nach der Diagnose durch einen Arzt relativ gut behandelt werden. Schon davor können Betroffene jedoch einige Maßnahmen treffen, um den Juckreiz zumindest zu mindern. Dazu gehören unter anderem eine umfassende Reinigung des Analbereichs und die Entsorgung möglicher Allergie-Auslöser. Die eigentliche Therapie richtet nach der Grunderkrankung. Ist das Jucken am After auf eine Infektion durch Bakterien zurückzuführen, werden entsprechende Medikamente verschrieben.

Auch bei Hämorrhoiden können Salben mit Kortison und anderen Wirkstoffen die Beschwerden lindern. Eine Pilzinfektion wird mit Antipilzmitteln wie Antimykotika behandelt und zusätzlich durch den Verzicht auf Zucker unterstützt. Feigwarzen und Tumore müssen möglicherweise operativ entfernt werden. Ebenso Zysten und ähnliche Störungen.

Stellt sich heraus, dass der Juckreiz durch eine allergische Reaktion auf ein Nahrungsmittel entsteht, muss die Ernährung möglicherweise komplett umgestellt werden. Hier ist es sinnvoll, einen Fachmann hinzuzuziehen, damit durch die Umstellung keine Mangelerscheinungen auftreten. Grundsätzlich kann Jucken am After also in fast allen Fällen effektiv behandelt werden.



Aussicht und Prognose

Ein starkes Jucken am After kann aus vielen verschiedenen Gründen entstehen, sodass eine genaue Aussicht und Prognose nur sehr schwer zu stellen ist. In den meisten Fällen wird ein dauerhaftes Jucken in diesem Bereich durch eine Irritation der Haut hervorgerufen. Allerdings verschwindet die besagte Hautirritation in den meisten Fällen nach einigen Tagen. In einigen Fällen kann es jedoch auch zu Komplikationen und zu einem eher unangenehmen Krankheitsverlauf kommen. Unter gewissen Umständen verschwindet der Juckreiz am After nicht, sondern er nimmt zu. Die betroffene Stelle wird durch das ständige Kratzen sehr stark gerötet, sodass sogar eine offene Wunde entstehen kann.

Natürlich ist in so einem Fall höchste Vorsicht geboten, damit sich aus dieser offenen Wunde keine Entzündung entwickelt. Allgemein gilt jedoch: Ein Jucken am After ist ein Krankheitsbild, bei dem die Aussicht und Prognose auf eine selbstständige Heilung sehr hoch ist. In den meisten Fällen verschwindet der Juckreiz völlig von alleine, ohne das eine ärztliche oder medikamentöse Behandlung erfolgen muss. Nur in sehr seltenen Fällen kommt es bei diesem Krankheitsbild zu ernsthaften Komplikationen, die zwingend eine Behandlung durch einen Fachmann erfordern. Wenn eine solche Behandlung jedoch zeitnah erfolgt, dann ist eine schnelle und vollständige Genesung sichergestellt.

Vorbeugung

Jucken am After kann in fast allen Fällen vermieden werden, wenn bestimmt Grundregeln eingehalten werden. Der wichtigste Faktor ist die Ernährung. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung sorgt für einen regelmäßigen, weichen Stuhlgang, wodurch Schädigungen der empfindlichen Analöffnung unwahrscheinlich sind. Des Weiteren sollte weiches und trockenes Toilettenpapier verwendet werden. Feuchtes Toilettenpapier kann die Schleimhaut ebenso reizen wie zu dünnes oder hartes Papier.

Daneben ist eine gute Analhygiene überaus wichtig. Es empfiehlt sich, den After nach jedem Stuhlgang mit klarem Wasser abzuwaschen und danach sanft abzutrocknen. Noch schonender ist es, den Analbereich mit Kaltluft trocken zu föhnen. Zur Reinigung sollte lediglich pH-neutrale Waschlotion verwendet werden. Besteht bereits ein Juckreiz, sollte diesem möglichst nicht nachgegeben werden. Dadurch lässt sich vermeiden, dass sich die Beschwerden verschlimmern oder womöglich die Analöffnung verletzt wird. Selbst in kleinste Verletzungen können Bakterien dringen und zu Entzündungen führen.

Zuletzt kann Jucken am After vorgebeugt werden, indem ein Allergietest durchgeführt wird. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn bereits erste Anzeichen einer allergischen Reaktion bestehen. Fällt der Allergietest positiv aus, müssen entsprechende Auslöser entfernt werden.

Bücher über Darmbeschwerden

Quellen

  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2013
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart
  • Siegenthaler, W. (Hrsg.): Siegenthalers Differenzialdiagnose Innere Krankheiten – vom Symptom zur Diagnose. Thieme, Stuttgart 2005
  • Koop, I.: Gastroenterologie compact. Thieme, Stuttgart 2013
  • Siewert, J., Rothmund, M., Schumpelick, V.: Praxis der Viszeralchirurgie: Gastroenterologische Chirurgie. Springer, Berlin 2011

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