Intervallartige Magenschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Intervallartige Magenschmerzen kennen die meisten. Es ist nicht unüblich, dass schon Kinder mit Magenschmerzen in Kontakt kommen. Die Beschwerden treten in unterschiedlichen Formen, wie beispielsweise intervallartig oder krampfhaft auf.

Inhaltsverzeichnis

Was sind intervallartige Magenschmerzen?

Intervallartige Magenschmerzen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern sie machen auf eine andere vorliegende Krankheit aufmerksam. In den meisten Fällen treten die Beschwerden über einen begrenzten, relativ kurzen Zeitraum auf, gleichzeitig ist es jedoch auch möglich, dass die Schmerzen mehr Zeit beanspruchen. Nicht selten werden Magenschmerzen von anderen Symptomen begleitet. Zu diesen gehören vor allem Erbrechen, Übelkeit und Aufstoßen.

Viele Menschen lokalisieren die Beschwerden im mittleren Oberbauch, die Schmerzen müssen jedoch nicht unbedingt vom Magen kommen. Es ist nicht auszuschließen, dass andere umliegende Organe oder das Herz hinter den Schmerzen stecken, auch deshalb ist eine genaue Diagnose unter Umständen ausschlaggebend. Meistens handelt es sich um harmlose Ursachen, dennoch sollte ein Arzt zur Hilfe gezogen werden, wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum nicht nachlassen.

Ursachen

Magenschmerzen haben vielfältige Ursachen, die meisten von ihnen sind jedoch harmlos. Oft treten sie beispielsweise nach dem Essen auf, wenn die Mahlzeit zu groß oder fettig war. Machen sich diese Beschwerden nur selten bemerkbar, weisen sie lediglich daraufhin, dass die Nahrung schwer verdaulich war. Wichtig sind auch die genauen Lebensmittel, welche verzehrt wurden. Kohlarten und Hülsenfrüchte beispielsweise verfügen über blähende Eigenschaften, die intervallartige Magenschmerzen auslösen können.

Häufig ist ebenfalls eine durch Viren ausgelöste Magen-Darm-Grippe schuld, in deren Rahmen der Körper versucht, die Toxine durch Erbrechen oder Durchfall aus dem Magen-Darm-Trakt zu befördern. In diesem Prozess treten auch intervallartige Magenschmerzen auf. Neben physischen Ursachen können psychische Hintergründe zu den Magenschmerzen führen. Hier spielt insbesondere Stress eine Rolle, in dessen Folge viele Menschen zudem dazu neigen, zu hastig zu essen und die Nahrung nicht ausreichend durch die Zähne zerkleinern.

Ein intervallartiges Auftreten weist darüber hinaus auf einen Reizmagen oder eine Magenschleimhautentzündung hin. Geschwüre, Darmentzündungen oder eine Lebensmittelallergie sind weitere mögliche Faktoren, denen durch eine fachgerechte Diagnose auf den Grund gegangen werden sollte.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Vor einer physischen Untersuchung steht zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Hier sollten Patienten ihre Beschwerden genau beschreiben. Dauer, Art des Schmerzes und eine ungefähre Lokalisierung sind wichtige erste Hinweise. Bestehen zudem andere Symptome wie Erbrechen oder Durchfall, können Ärzte in der Regel bereits einige Ursachen ausschließen. Die physische Untersuchung besteht zunächst aus dem Abtasten und Abklopfen des Bauches.

Durch ein Ultraschallbild lassen sich Bewegungen im Darm und der Zustand umliegender Organe erkennen. Konnten harmlosere Ursachen wie eine Grippe ausgeschlossen werden, ist unter Umständen eine Magenspiegelung notwendig. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die intervallartigen Magenschmerzen seit längerer Zeit bestehen. Der Verlauf der Beschwerden ist sehr unterschiedlich und hängt letztendlich davon ab, welche Ursache vorliegt.

Der Konsum von Zigaretten, Alkohol, fettiger, schlecht verdaulicher Nahrung und Stress begünstigen die Schmerzen jedoch und können diese intensivieren. Liegen Viren oder Bakterien vor, benötigen diese eine ungefähre Inkubationszeit von 4 bis 48 Stunden, ehe die ersten Symptome auftreten. Auf Appetitlosigkeit, Schwäche und Müdigkeit folgen meist Fieber, Erbrechen und Durchfall. Eine Magen-Darm-Grippe ist in vielen Fällen die Ursache der Beschwerden.

Behandlung und Therapie

Sobald die Diagnose gestellt wurde, kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden in Frage. Eine Magen-Darm-Grippe benötigt nur selten eine weitere Therapie. Meistens reichen Ruhe, Schonung, Wärme und Tees aus. Besonders geeignet sind Anis-, Kümmel-, Fenchel- oder Kamillentees. Je nachdem, in welchem Maß die Grippe durch Erbrechen und Durchfall begleitet wird, sollten Betroffene auf ihren Flüssigkeitshaushalt achten. Elektrolyte lassen sich durch etwas Zucker und Salz im Wasser ausgleichen.

Sind die Schmerzen zu stark, können schmerzstillende Medikamente Linderung verschaffen. Diese Maßnahmen gelten ebenfalls für durch Stress oder verdorbene Nahrung ausgelöste Magenbeschwerden. Auch bei einer Magenschleimhautentzündung ist zunächst Geduld geboten. Meistens klingen die Beschwerden von alleine ab. Ist dies nicht der Fall, greifen Ärzte oft zu Medikamenten, welche die Produktion der Magensäure hemmen.

Wenn die Entzündung durch Bakterien verursacht wurde, helfen Antibiotika. Die Therapie eines Reizmagens hängt von den individuellen Beschwerden ab. So lindern manche Medikamente Sodbrennen, andere gehen gegen Völlegefühl und Blähungen vor. Meistens steht die Hemmung der Produktion von Magensäure zudem im Mittelpunkt. Aber auch freiverkäufliche Mittel können hier bei unerwarteten Schüben erste Abhilfe verschaffen.

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Vorbeugung

Intervallartige Magenschmerzen können aufgrund unterschiedlichster Ursachen auftreten. Die meisten lassen sich bis zu einem gewissen Grad vorbeugen. Zur Prävention gehört insbesondere eine gesunde Ernährung mit wenig Fett und Fleisch. Stattdessen sollte ausreichend frisches Obst und Gemüse konsumiert und während der Mahlzeit vor allem langsam gegessen werden. Um den Magen in seiner Arbeit zu unterstützen, ist es sinnvoll, die Nahrung im Mundraum soweit wie möglich zu zerkleinern. Darüber hinaus wirkt sich auch regelmäßige Bewegung und die größtmögliche Vermeidung von Stress positiv auf die allgemeine Gesundheit sowie den Magen aus.

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