Intervallartige Kopfschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Intervallartige Kopfschmerzen kennen die meisten Menschen. Insgesamt kennt die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Dabei teilt sie die Kopfschmerzen in zwei Gruppen ein: Primäre Kopfschmerzen, die als einziges Symptom auftreten und sekundäre Kopfschmerzen als Symptom einer anderen Krankheit.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Intervallartige Kopfschmerzen?

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Unter intervallartigen Kopfschmerzen versteht man Schmerzen im Bereich des Kopfes, die schubweise auftreten. Oft kommen diese Missempfindungen "aus dem Nichts" und verschwinden nach einigen Stunden wieder. Die Schmerzintensität kann unterschiedlich sein, häufig wird diese Art der Kopfschmerzen jedoch als sehr stark empfunden, das Alltagsleben ist dann merklich eingeschränkt. Erkrankte spüren den Schmerz entweder als drückend, stechend oder pulsierend, häufig tritt er nur auf einer Seite des Kopfes auf.

Ursachen

Die Ursachen intervallartiger Kopfschmerzen können unterschiedlich sein. In den meisten Fällen handelt es sich um Migräne, die schlagartig auftreten und Lichtempfindlichkeit, sowie Übelkeit mit sich ziehen kann. Die genauen Ursachen von Migräne sind nicht bekannt, allerdings ist erwiesen, dass Stress, Schlafmangel und eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr den Ausbruch der Erkrankung begünstigen können.

Spannungskopfschmerzen haben ähnliche Ursachen und werden oft durch zu langes Lesen, Bildschirmarbeit und körperliche Überlastung hervorgerufen. Im Gegensatz zur Migräne sind diese Kopfschmerzen leichter, der Alltag kann noch bewältigt werden. Dieser Kopfschmerztyp erweist sich dafür als hartnäckig und verschwindet oft erst nach längerer Zeit.

Diagnose und Verlauf

Ist eine Kopfverletzung ursächlich für die intervallartigen Kopfschmerzen, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, dann kann etwas Ernsteres dahinter stecken! Die Diagnose für alle anderen plötzlich auftretenden Kopfschmerzen stellt der Arzt durch Befragung des Patienten. Es ist deshalb empfehlenswert, bei regelmäßigem Auftreten ein Kopfschmerztagebuch zu führen: Wann, wie lange und wie stark sind die Kopfschmerzen aufgetreten und was wurde zuvor gegessen, getrunken oder gearbeitet.

Während gelegentliche Kopfschmerzattacken selbst behandelbar sind, muss bei häufigem Auftreten ein Arzt aufgesucht werden. Die Vorlage dieses Kopfschmerztagebuches erleichtert es dem Arzt, mögliche Ursachen zu finden. Der Verlauf der Erkrankung hängt von den Ursachen und der Art des Kopfschmerztyps ab. Spannungskopfschmerzen haben in der Regel eine sehr gute Prognose und können durch die Veränderung der Lebensgewohnheiten in den Griff bekommen werden.

Migräne kann je nach Patient hartnäckiger sein, lässt sich unter ärztlicher Behandlung jedoch gut behandeln. Insgesamt handelt es sich bei Kopfschmerzen gewöhnlich um eine schmerzhafte, aber nicht gefährliche Erkrankung. Liegt den Kopfschmerzen eine Kopfverletzung oder eine andere Krankheit zugrunde, kann die Prognose deutlich schlechter sein.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol. Gelegentliche Attacken können so auch in Selbstbehandlung gut in den Griff bekommen werden. Häufen sich die Kopfschmerzen, muss ein Arzt aufgesucht werden. Eine ständige Einnahme von Kopfschmerzmitteln belastet nicht nur Magen und Leber, sondern kann selbst Kopfschmerzen auslösen, so dass ein Teufelskreis entsteht. Es wird deshalb empfohlen, höchstens an zehn Tagen im Monat eine Tablette einzunehmen.

Je nach Konstitution des Patienten wird der behandelnde Arzt die Dosis und den Wirkstoff anpassen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Bei häufigem Auftreten muss über eine Änderung der Lebensgewohnheiten nachgedacht werden. Oft helfen auch Massagen, Akupunkturen oder warme Bäder, um die Kopfschmerzen zu lindern. Leichte Kopfschmerzen können durch eine kreisförmige Massage der Schläfen behandelt werden, zudem empfiehlt sich dabei der Einsatz von Pfefferminzöl, das auf die Schläfen aufgebracht wird. Der Inhaltsstoff Menthol beeinflusst langanhaltend die Schmerzübermittlung der Nervenzellen.

Bei stärkeren Kopfschmerzen helfen Hausmittel oft nicht mehr weiter und eine medikamentöse Therapie ist indiziert. Schmerzmittel sollten generell ausreichend dosiert, dafür aber nicht häufig angewendet werden. Kinder sollten bei Kopfschmerzen keine gängigen Schmerzmittel anwenden, die Beratung bei einem Facharzt hilft hier weiter. Um bestehende Kopfschmerzen zu lindern, kann auch Ingwer helfen. Ingewerwurzeln, die mit Wasser vermengt wurden, können einmal täglich getrunken werden. Wes des scharfen Geschmacks des Ingwer nichts ausmacht, kann ein Stück Ingwer kauen.

Migräne kann wiederum durch einen Magnesiummangel verursacht sein, so dass die Zuführung von Magnesium sinnvoll sein kann. Natürliche Magnesiumlieferanten, wie die Sango Meeres-Koralle, sind synthetischem Magnesium vorzuziehen. Auch Apfelessig, der mit etwas Wasser verdünnt wurde, kann die Symptome lindern, wenn er getrunken wird. Als wirksam haben sich zudem Heilpflanzen wie der Cayennepfeffer, Bitterklee, Fenchel, Kamille, Distel, Mutterkraut und Schlüsselblumenblüten, sowie Thymian erwiesen. Die Wirkungsstärke ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

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Vorbeugung

Kopfschmerzen können nicht immer verhindert werden, doch eine gesunde Lebensweise kann die Häufigkeit der Attacken deutlich reduzieren. Es wird empfohlen, viel Wasser zu trinken, ausreichend zu schlafen, Lärm, Hektik und Bildschirmarbeit zu reduzieren und auf Entspannungsphasen wären des Tages zu achten. Massagen und Entspannungsbäder können ebenso vorbeugend wirken wie Spaziergänge an der frischen Luft und Augenübungen.

Weil Kopfschmerzen des Intervalltyps oft von Überanstrengungen kommen, sollten betroffene Körperpartien, zum Beispiel Augen und Nacken regelmäßig gelockert und massiert werden. Blutdrucksenker wie Metoprolol und Propranolol, der Kalziumantagonist Flunarizin und auch die Medikamente Valproinsäure und Topiramat können vorbeugende Wirkung haben - allerdings kommen diese Medikamente nur bei schweren Verläufen und nur unter strenger ärztlicher Kontrolle zum Einsatz.

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