Intervallartige Brustschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Oktober 2016
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Intervallartige Brustschmerzen sind Schmerzen in der Brust, die wiederholt auftreten. Sie können unterschiedlichste Ursachen haben, weshalb sich auch die Therapiemöglichkeiten vielfältig gestalten. Eine Vorbeugung ist meist nicht möglich.

Inhaltsverzeichnis

Was sind intervallartige Brustschmerzen?

Intervallartige Brustschmerzen sind Schmerzen in der Brust, die über mehrere Wochen verteilt auftreten können. Sie sind meist nur von kurzer Dauer, treten jedoch immer wieder auf. Betroffen sind vor allem Frauen während der Periode. Bestimmte Grunderkrankungen wie Brustkrebs oder Brustfellentzündungen können jedoch auch Männer betreffen. Eine Behandlung ist in fast allen Fällen mögliche. Gerade zyklusbedingte Schmerzen lassen sich durch verschiedene Präparate lindern. Gegen bestimmte Ursachen kann auch bereits im Vorfeld vorgegangen werden.

Ursachen

Intervallartige Brustschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Meist treten sie während des weiblichen Zyklus auf und haben hormonelle Ursachen. Veränderungen im Hormonhaushalt beeinflussen das Brustdrüsengewebe und verursachen so starke Schmerzen. Schmerzen dieser Art treten meist im Rahmen eines prämenstruellen Syndroms auf und gehen mit einer Vergrößerung der Brust einher. Meist klingen die Symptome nach einigen Tagen wieder ab, treten beim nächsten Zyklus jedoch wieder intervallartig auf.

Auch bei einer so genannten Mastopathie trifft das zu. Diese tritt vor allem in den Wechseljahren auf und entsteht durch einen Mangel an Gelbkörperhormonen. Wenn diese Gestagene fehlen, verändert sich die Brustgröße, wodurch es zu Spannungsschmerzen kommen kann. Beeinflusst werden diese auch durch Wassereinlagerungen im Brustgewebe.

Intervallartige Brustschmerzen können noch viele weitere Ursachen haben. So entstehen sie etwa, wenn das Hormon Prolaktin, welches für die Milchbildung zuständig ist, übermäßig ausgeschüttet wird. Auch Störungen der Eierstöcke, welche ebenfalls auf einen Hormonmangel zurückzuführen sind, können Brustschmerzen auslösen. Ist das der Fall, spricht man auch von einer Corpus-luteum-Insuffizienz.

Brustschmerzen können auch unabhängig vom Hormonhaushalt auftreten. So etwa bei Wirbelsäulenproblemen, bei Entzündungen des Brustfells oder auch durch äußere Gewalteinwirkungen. Ebenso können Herzerkrankungen, Entzündungen im Oberbauch oder ernsthafte Erkrankungen wie Brustkrebs intervallartige Brustschmerzen auslösen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Intervallartige Brustschmerzen können durch verschiedene Untersuchungen auf eine bestimmte Ursache zurückgeführt werden. Der Arzt versucht dabei zunächst, den Schmerz zu lokalisieren, um einen ersten Anhaltspunkt zu erhalten. Zudem erfragt er vom Patienten, wann und in welcher Intensität die Schmerzen auftreten. Weibliche Patienten werden gefragt, ob die Beschwerden während oder kurz vor dem Zyklus auftreten. Ist das nicht der Fall, nimmt der behandelnde Arzt eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung vor. Zudem wird der Hormonhaushalt mit Hilfe von Bluttests genau ermittelt. Insbesondere die Östrogen- und Gestagen-Werte sind wichtige Hinweisgeber.

Gerade bei intervallartigen Brustschmerzen ist ein Schmerztagebuch sinnvoll. In diesem können Betroffene die Dauer der Schmerzen und deren Stärke notieren. Dadurch wird eine Diagnose erheblich erleichtert. Sind die Schmerzen nicht vom Zyklus abhängig, ist das nicht notwendig. Dann kann der Arzt bereits durch Röntgenuntersuchungen und andere Methoden eine genaue Diagnose stellen.

Intervallartige Brustschmerzen sind ein Symptom, dass viele Ursachen haben kann. Liegt ihnen eine schwerwiegende Erkrankung wie Brustkrebs zugrunde, kann der Verlauf negativ sein. Zyklusabhängige Schmerzen sind durch die richtige Medikation in den Griff zu bekommen und nehmen meist einen positiven Verlauf. Auch Entzündungen des Brustfells, Schmerzen durch Gewalteinwirkungen oder Schmerzen im Oberbauch sind meist nicht gefährlich, wenn sie rechtzeitig behandelt werden.

Behandlung und Therapie

Intervallartige Brustschmerzen werden je nach Grunderkrankung behandelt. Bei Schmerzen, die im Verlauf des Zyklus entstehen, reichen meist schon einfache Maßnahmen, um die Beschwerden zu lindern. So reicht es schon aus, einen gut sitzenden Büstenhalter zu tragen. Auch die Umstellung der Ernährung kann sinnvoll sein. Gerade nach den Wechseljahren sollten Frauen sich fettarm ernähren, da das Fettgewebe Östrogene produziert.

Ist ein Gestagenmangel die Ursache für die Brustschmerzen, können spezielle Gels genutzt werden. Diese werden auf die Brust aufgetragen und versorgen diese mit dem notwendigen Hormon. Dadurch verschwinden im Normalfall auch die Brustschmerzen. Auch Ovulationshemmer und pflanzliche Präparate können helfen, die Schmerzen zu lindern.

Zyklische Brustschmerzen lassen sich auch mit Prolaktinhemmern behandeln. Auch andere Substanzen können je nach Art und Ausprägung der Schmerzen verschrieben werden. Sie werden meist über mehrere Wochen verteilt eingenommen und können verschiedene Begleiterscheinungen wie das Ausbleiben der Periode mit sich bringen.

Intervallartige Brustschmerzen, die auf eine Entzündung des Brustfells und ähnliche Erkrankungen zurückzuführen sind, bedürfen spezieller Behandlungsmethoden. Ernsthafte Erkrankungen wie Brustkrebs werden innerhalb einer Chemotherapie behandelt. Auch chirurgische Eingriffe sind in vielen Fällen notwendig.



Vorbeugung

Intervallartigen Brustschmerzen lässt sich nicht immer vorbeugen. Es ist allerdings möglich, bestimmte Grunderkrankungen durch Vorsichtsmaßnahmen im Alltag zu vermeiden. Entzündungen im Brustbereich werden durch einen ausreichenden Schutz vor Kälte vermieden, und Gewichtsverlust und fettarme Ernährung verringern die Östrogenproduktion und damit das Risiko für zyklusbedingte Brustschmerzen.

Frauen sollten gut sitzende Büstenhalter tragen, um die Brüste zu entlasten. Innerhalb des Zyklus kann es sinnvoll sein, pflanzliche Präparate einzunehmen, welche den Hormonhaushalt regulieren. Entsprechende Maßnahmen sollten jedoch im Vorfeld mit dem Arzt abgesprochen werden.

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