Indisches Basilikum

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. April 2016
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Indisches Basilikum galt früher als "Heiliges Basilikum". Schon seit dem Altertum war es in Europa und Asien als Heilmittel bekannt. Sogar Brustkrebs soll durch indisches Basilikum bekämpft werden.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Indisches Basilikum gehört zu den Lippenblütlern. Die Gewürzpflanze wächst ausdauernd krautig und bis zu ein Meter hoch. Der gerade Stängel verfügt über viele fein behaarte Zweige. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in den Blattstiel und die Spreite gegliedert. Die Blütenstände sind endständig und ährig. Darin stehen je sechs Blüten in Scheinquirlen zusammen. Die glockenförmigen Kelchblätter sind verwachsen und die leicht eiförmigen Nüsschen buckelig.

Vorkommen und Anbau

Indisches Basilikum wirkt beruhigend und kann somit bei Stress, Schlafstörungen und Magen-Darm-Beschwerden helfen.

Indisches Basilikum wächst in tropischen sowie subtropischen Regionen, insbesondere in Südasien und Nordaustralien. Indisches Basilikum, das aufgrund der positiven Eigenschaften auch als heiliges Basilikum bezeichnet wird, ist in der Kultur Indiens ein Bestandteil der Ayurveda und eines jeden Haushalts. Es heißt hier, dass im Strauch vor dem Haus die guten Geister wohnen, die das Haus beschützen. Daher steht die Pflanze in Indien in zahlreichen Höfen und an vielen Hauseingängen. Häufig wird sie von dekorativen Steinen eingefasst, welche den besonderen Platz zum Altar machen. Auf der Erde werden davor im Schneidersitz die Gebete gesprochen.

Außerdem wird das Kraut täglich benutzt, um es frisch zu verzehren, einen Tee daraus zuzubereiten oder die verschiedensten Speisen damit zu würzen. Die Basilikumarten sind jedoch mehr als nur ein Gewürz, das als Salzersatz gilt, denn die Pflanze hat viele heilende Wirkungen, stärkt das Immunsystem und dient beispielsweise zur Förderung der Verdauung. Der Name Basilikum (vasilikós) stammt aus dem Griechischen und bedeutet "königlich". Dies steht der krautigen Pflanze für das unvergleichliche Aroma und die zahlreichen Heilwirkungen zu.

Anwendung und Wirkung

Indisches Basilikum kann mit seinen unzähligen Sorten gut im Garten angepflanzt werden, insbesondere in der Nähe der Tomaten, denn beides verträgt sich nicht nur im Essen sehr gut. Damit werden die Menschen, die es täglich verzehren, vor allen möglichen Krankheiten geschützt. Die Pflanze wird im Frühling auf der Fensterbank ausgesät und zunächst an einen warmen und sehr sonnigen Ort gestellt. Wird es nachts nicht kälter als 10 Grad, wächst es auch im Freien gut. Tulsi-Basilikum kann ebenso als Zimmerpflanze gehalten werden. Es heißt, dass Tulasidevi, die Göttin, in die Gestalt der Heilpflanze geschlüpft sei, um die Menschen zu schützen.

Im Ayurveda (traditionelle indische Heilkunde) wird Tulsi als Lebenselixier verwendet, da es eine ausgleichende Wirkung hat und jung halten soll. Indisches Basilikum wird zudem als Tee bei fieberhaften Erkrankungen und Infektionen, Magen-Darm-Problemen, Magengeschwüren und sogar bei Malaria verwendet. Hierfür kann das Kraut frisch oder getrocknet genutzt werden. Der Tee schmeckt aromatisch süßlich. Indisches Basilikum wirkt zudem sehr beruhigend und hilft daher auch gut beim entspannten Einschlafen.

Als allgemein stärkender Haustee ist er bereits in vielen Teemischungen erhältlich. Bei Wunden werden zerkaute Tulsi-Blätter darauf gelegt, wodurch die Heilung beschleunigt wird. In der Küche wird indisches Basilikum in der Regel frisch verwendet, denn die getrockneten Blätter verfügen nur noch über einen Bruchteil des Aromas. Das Kraut schmeckt sehr gut, wenn es, kurz bevor die Garzeit beendet ist, zum Beispiel in Pastasaucen, Eintöpfe und Gemüsegerichte hinzugefügt wird. In Salate wird Indisches Basilikum ebenso gern untergemischt.

Wogegen hilft das Indische Basilikum?

Bedeutung für die Gesundheit

Indisches Basilikum hat vielfältige gesundheitliche Wirkungen, wobei die heilenden Eigenschaften in Studien längst bestätigt wurden. Das Immunsystem wird gestärkt, der Stoffwechsel verbessert, Stress verringert und vieles mehr. Das Kraut ist in der europäischen Volksheilkunde insbesondere für die Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt bekannt, denn es hilft optimal bei der Verdauung, verfügt über krampflösende, antibakterielle und beruhigende Eigenschaften, sodass Blähungen und Krämpfe gelindert werden.

Indisches Basilikum schützt zudem die Augen, denn die Carotinoide, die im Kraut in einem hohen Gehalt vertreten sind, haben auf die Augen und Sehfähigkeit eine positive Wirkung. Indisches Basilikum wird bei sämtlichen entzündlichen akuten Erkrankungen angewendet, zum Beispiel bei Erkältungen, Fieber (auch Malaria), Halsschmerzen, Husten, Bronchitis, Nierensteinen, Herzproblemen, Magenschmerzen, Magengeschwüren, Durchfall etc. Zu den Anwendungsgebieten des Heilkrauts gehören ebenso Insektenstiche, Probleme mit den Zähnen oder Zahnfleisch, Infektionen im Mundraum sowie schlecht heilende Wunden.

Auch bei Kopfschmerzen wirkt es lindernd. Auf die Psyche und das Nervensystem wirkt indisches Basilikum ebenfalls beruhigend und stärkend. Daher kann es bei Stress, Ängsten, Panikattacken und Depressionen unterstützend wirken. Die Leistungsfähigkeit des Gehirns wird durch indisches Basilikum erhalten. Daher spielt es eine wichtige Rolle bei Erkrankungen wie die Altersdemenz.

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