Hyperkaliämie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
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Eine Hypokaliämie bezeichnet einen Mangel an Kalium im menschlichen Blut. Dieser Mangelerscheinung können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen, wie beispielsweise ein starker Elektrolytverlust bei Durchfall und Erbrechen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Hypokaliämie?

Bei einer Hypokaliämie ist die Kaliumkonzentration im Blut zu niedrig. Es handelt sich dabei um eine Störung des Elektrolythaushalts, bei der weniger als 3,5 mmol Kalium pro Liter Blutserum vorhanden sind. Kalium spielt eine wichtige Rolle im Körperstoffwechsel. Weiterhin ist das Kalium gemeinsam mit Natrium für die Tätigkeit des Herzmuskels zuständig.

Dabei bewirkt das Kalium, dass alle Nerven- und Muskelzellen reizbar bleiben und entsprechende Reaktionen zeigen. Auch reguliert Kalium den Blutdruck. Bei einer Hypokaliämie treten hier Störungen und Komplikationen auf. Meist kann diese Mangelerscheinung gut therapiert werden. Nur in den wenigsten Fällen bewirkt sie einen lebensgefährlichen Zustand.

Ursachen von Hypokaliämie

Für die Entstehung einer Hypokaliämie liegen unterschiedliche Ursachen vor. Sehr oft tritt sie in Erscheinung, wenn der Körper einerseits nicht über ausreichend Kalium verfügt, da dieses nicht entsprechend über die Nahrung zugeführt wird, andererseits kann der Körper das Kalium auch verlieren. Dies kann zum Beispiel bei Erbrechen und Durchfall passieren, oft auch in Verbindung mit einer Gastroenteritis. Dann verliert der Körper Wasser und somit auch das Kalium.

Ebenso kann es zu einem Verlust von Kalium kommen, wenn Abführmittel missbräuchlich eingenommen werden. Aber auch sehr starkes Schwitzen führt zu einem Verlust, der nicht so schnell wieder ausgeglichen werden kann. Bei chronischen und entzündlichen Erkrankungen des Darms wie zum Beispiel Morbus Crohn kann auch eine Hypokaliämie entstehen. Auch kann die Einnahme verschiedener Medikamente zu einem Kaliummangel führen. Das betrifft insbesondere Diuretika, welche eine entwässernde Wirkung aufweisen.

Besonders ältere Menschen laufen Gefahr, nicht ausreichend Kalium über die Ernährung aufzunehmen. Ist die Nahrung zu salzig, oder die Zufuhr an Flüssigkeit ist nicht hoch genug, tritt ebenfalls ein Kaliummangel auf. In diesem Fall kommt es zu einer Störung des Kalium-Natrium-Haushalts im Körper.

Symptome von Hypokaliämie

Typische Symptome bei Hypokaliämie:

Diagnose und Verlauf von Hypokaliämie

Zur Stellung der Diagnose des Hypokaliämie wird der Arzt zunächst eine Anamnese erstellen, um die Beschwerden zu analysieren. Auf diese Weise kann der Arzt schon einmal den Verdacht äußern, dass es sich um eine Hypokaliämie handeln könnte. Danach werden dann besondere Fragen zur Ernährung, zu Erkrankungen und zur Medikamenteneinnahme des Patienten erörtert. Im weiteren Verlauf bestimmt der Arzt im Labor die Konzentration des Kaliums im Blut. Ein Urintest kann ebenfalls zur Ermittlung des Kaliummangels beitragen. In schweren Fällen können auch Auffälligkeiten im EKG nachgewiesen werden. Diese beziehen sich auf Vorhofflimmern und Extrasystolen.

Für die Diagnose der Hypokaliämie ist es weiterhin von großer Bedeutung, andere Mangelerscheinungen im Elektrolythaushalt festzustellen. Weil Kalium insbesondere für die Muskelfunktion sehr wichtig ist, kann ein Defizit zu einer Muskelschwäche oder sogar zu Lähmungen führen. Ganz typisch für die Störung ist auch eine Trägheit des Darms, die mit Verstopfung einhergeht. Auch können Schmerzen und Blähungen auftreten. Diese Tatsache wiederum lässt den Betroffenen häufiger zu Abführmitteln greifen, die dann ihrerseits den Mangel an Kalium wieder verstärken.

So kommt es dann wieder zu Verstopfungen. Die typischen Symptome für einen ausgeprägten Mangel an Kalium sind Muskelkrämpfe und Herzrhythmusstörungen. Letztere können im schlimmsten Fall einen Herzstillstand verursachen, der dann zum Tod des Patienten führt. Allerdings ist dies sehr selten und tritt nur in äußerst schweren Fällen auf. Insgesamt ist die Hypokaliämie gut zu therapieren.

Behandlung von Hypokaliämie

Die Therapie der Hypokaliämie wird abhängig von der Ursache und der Schwere der Erkrankung durchgeführt. Ist nur ein leichter Mangel an Kalium vorhanden, kann dieser durch eine entsprechende Ernährung ausgeglichen werden. Besonders reich an Kalium sind zum Beispiel Gemüse, Getreide, Nüsse und Früchte. Hierzu gehören insbesondere Kartoffeln, Trockenobst, Bananen und Petersilie. In ihnen ist besonders viel Kalium enthalten.

Auch Fleisch und Fisch verfügen über Kalium, allerdings ist die Konzentration geringer als bei Früchten und Gemüse. Hier gilt es insbesondere zu beachten, dass es sich bei Kalium um eine wasserlösliche Substanz handelt. Daher verliert sie sich zum Teil beim Kochen wieder.

Weiterhin ist die Behandlung mit sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln nur mit Einschränkung ratsam, da diese Vorgehensweise oftmals zu einer überhöhten Zufuhr an Kalium führt. Ist die Dosierung gering und findet unter ärztlicher Aufsicht statt, so kann die Hypokaliämie gut auf diese Weise behandelt werden. Auch kaliumhaltige Infusionen werden ausschließlich in äußerst schweren Fällen gegeben, wie zum Beispiel bei Rhythmusstörungen des Herzens.

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Vorbeugung von Hypokaliämie

Weil insbesondere ältere Menschen vom Hypokaliämie betroffen sind, müssen diese unbedingt auf ihre Ernährung achten, die sehr kaliumreich sein sollte. Auch die Flüssigkeitsaufnahme sollte ausreichend sein. Aber auch junge Menschen sollten jeden Tag etwa zwei Liter Flüssigkeit in Form von Wasser und Fruchtsäften zu sich nehmen. Weiterhin empfiehlt es sich, bei Magen-Darm-Erkrankungen darauf zu achten, dass dem Körper ausreichend Elektrolyte zugeführt werden, so dass keine Mangelerscheinungen auftreten können.

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