Hustenlöser

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. Juni 2016
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Hustenlöser sind bei einer Erkältung sehr hilfreich. Es sind viele Präparate auf dem Markt, die alle in verschiedenen Darreichungsformen verabreicht werden. Doch woraus besteht nun ein Hustenlöser und wie wird dieses Medikament richtig angewendet?

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hustenlöser?

Hustenlöser erleichtern das Abhusten der Sekrete. Dieses Mittel löst den Bronchialschleim und der Schleim kann keinen weiteren Schaden anrichten. Bei einer Erkältung äußert sich der Husten zunächst in einem leichten Reizhusten, entwickelt sich aber schnell zu einem Husten mit festem Schleim, der sich hauptsächlich im Bronchialsystem festsetzt. Der Reizhusten wird mit einem Hustenstiller behandelt, der festsitzende Bronchial-Husten hingegen mit einem Hustenlöser.

Dank seiner speziellen Wirkung wird der Schleim verflüssigt und kann abgehustet werden. Das Sekret kann sich sonst in den Atemwegen festsetzen und noch schlimmere Erkrankungen hervorrufen. Der Hustenlöser hilft also dem Organismus von Anfang an, denn der Schleim muss aus den Bronchien wieder raus und er sorgt beim Patienten für eine schnelle Erleichterung des Hustens. Der störende Schleim muss abgehustet werden, er könnte schlimme Krankheiten, wie etwa eine Lungenentzündung, zur Folge haben.

Wirkung und medizinische Anwendung

Hustenlöser werden meistens bei einem grippalen Infekt verabreicht. Hier entzünden sich die Schleimhäute und es bildet sich ein dickflüssiges Sekret. Dieser Schleim setzt sich dann in den Atemwegen und in den Bronchien fest und verursacht beim Patienten Schluckbeschwerden und die Atmung wird oft von einem Röcheln begleitet. Dieser Schleim ist sehr zäh, nur mit abhusten ist ihm nicht beizukommen. Hustenlöser jedoch sorgen dafür, dass sich dieses Sekret verflüssigt und somit leichter abgehustet werden kann.

Überwiegend sind in Hustenlösern Acetylcystein oder Ambroxol enthalten, das sind pharmazeutische Wirkstoffe, die dem Schleim zu Leibe rücken. Es gibt aber auch pflanzliche Mittel, Fenchel, Thymian oder Anis wirken ebenfalls schleimlösend, diese Wirkstoffe sind sehr oft in Hustenlösern zu finden. Hustenlöser werden als Hustensaft angeboten und als Tabletten, die entweder eingenommen werden, in Wasser aufgelöst werden oder einfach gelutscht werden.

Auch das Inhalieren ist sehr von Vorteil, dazu wird ein Hustenlöser in heißes Wasser gegeben und der Patient atmet die Dämpfe ein. Das hat sogar eine Tiefenwirkung, denn die Mittel dringen tief in die Atemwege ein und lösen den Schleim, der dann abgehustet werden kann. Inhalieren kann man auch zu Hause, mehrmals am Tag werden so die Bronchien gereinigt. Das können übrigens auch Kinder machen, denn gerade diese erkälten sich sehr schnell.

Für jeden Patienten ist es wichtig, während der Behandlung ausreichend zu trinken, viel Flüssigkeit ist wirklich wichtig. Zwei bis drei Liter am Tag sollten es schon sein. Hier kann man Tee oder verdünnte Fruchtsäfte wählen, die den Hustenlöser noch unterstützen und das Abhusten des Schleims fördern. Der Hustenlöser soll das Abhusten provozieren, daher ist es besser, diese Therapie nur tagsüber anzuwenden. Nachts wird nur der erholsame Schlaf gestört.

Formen und Gruppen

Hustenlöser sind sehr viele am Markt, mal als Hustensaft, mal als Brausetabletten. Sehr gute Hustenlöser sind Prospan, GeloMythol forte, ACC akut, usw. Die Mittel sind teilweise nur mit Rezept vom Arzt zu bekommen, die Apotheke hat aber auch Hustenlöser, die durchaus frei verkäuflich sind. Wie die Hustenlöser zu dosieren sind, ist ausführlich im Beipackzettel beschrieben. Diese Dosierungen sollten unbedingt beachtet werden und wenn die Erkältung schlimmer wird, ist ein Arzt aufzusuchen. Die Sekrete werden abgehustet, aber trotzdem sollte man keine Wunder erwarten. Es kann sich über mehrere Wochen hinziehen, bis der Patient wieder beschwerdefrei ist.

Dosierung

Bei einem Hustenlöser denkt man automatisch an einem Hustensaft. Aber es gibt auch noch andere Darreichungsformen, etwa als Brausetabletten oder Tabletten zum Lutschen. Chemische Produkte im Hustenlöser sind Acetylcystein oder Ambroxol. Hier wird das Acetylcystein gebraucht, um den festsitzenden Schleim zu lösen. Ambroxol lindert gleichzeitig die Halsschmerzen. Hustenlöser sind in jeder Apotheke zu bekommen, aber immer mehr Menschen schwören auf die Homöopathie.

Pflanzliche, natürliche und pharmazeutische Alternativen

Dabei wird die Erkältung rein pflanzlich bekämpft, vor allem mit Thymian. Dieses Hausmittel wird schon seit Jahrhunderten eingesetzt und hat sich als sehr wirksam erwiesen. Doch auch Rezepte aus Thymian und Primel helfen weiter, sie wirken entzündungshemmend und entkrampfend. Homöopathische Hustenlöser haben natürlich sehr wenige Nebenwirkungen, chemische Produkte weisen deutlich mehr auf. Hustenlöser sind zwar sehr effektiv, aber wenn die Erkältung nicht nach einigen Tagen zurückgeht, sollte der Arzt aufgesucht werden.



Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Zu den Risiken und Nebenwirkungen dieser Mittel sollte man sich schon vor der Einnahme informieren oder sich in der Apotheke aufklären lassen. Bei Kindern sollte unbedingt der Rat des Arztes eingeholt werden, Kleinkinder sollten nicht eigenmächtig behandelt werden. Manche Hustenlöser lösen zum Beispiel Darmbeschwerden aus, sie können für Kopfschmerzen und Magenproblemen verantwortlich sein. Fieber, Juckreiz und Hautausschläge sind ebenfalls nicht auszuschließen und es ist unbedingt abzuklären, ob eine Allergie gegen das jeweilige Mittel besteht.

Schwangere und stillende Mütter sollten auf pflanzliche Produkte zurückgreifen, oder ganz auf Hustenlöser verzichten. Grundsätzlich wird ein Hustenlöser helfen, den Schleim wieder loszuwerden. Wenn aber bei einer Erkältung Fieber auftritt, ist der Rat eines Arztes einzuholen. Der kann am besten beurteilen, welcher Hustenlöser sinnvoll ist und wie er eingesetzt werden sollte. Natürlich muss dem Arzt oder dem Apotheker mitgeteilt werden, welche Medikamente sonst noch eingenommen werden, denn selbst Hustenlöser haben Wechselwirkungen. Um Wechselwirkungen zu erkennen, muss der Apotheker wirklich ALLES wissen.

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