Husten beim Hund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. September 2016
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Husten beim Hund beunruhigt den Halter sehr. Schnell wird der Tierarzt aufgesucht, auch wenn dies nicht immer notwendig ist. Dennoch kann hinter dem Husten beim Hund auch eine ernste Erkrankung stecken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Husten beim Hund?

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Medikamente gegen: Tierkrankheiten

Husten beim Hund ist nicht zwangsläufig als Symptom einer Erkrankung zu verstehen. Wie beim Menschen ist der der Husten beim Hund ein Schutzreflex zur Abwehr, wenn Schadstoffe in die Lunge gelangen. Dies können Schmutzpartikel, Reizstoffe oder auch ein Sekret in der Luftröhre sein.

Langanhaltener Husten ist häufig ein Zeichen für eine Atemwegserkrankung. Der Husten kann sich dabei als feucht-schleimiger (produktiver Husten) und trockener (unproduktiver Husten) Husten äußern. Zudem kann der Husten akut oder chronisch (mehrere Tage bis Wochen) auftreten.

Ursachen

Häufigste Ursache für den Husten beim Hund ist wie beim Menschen eine Erkrankung der Atemwege. Eine leichte Erkältung oder Bronchitis tritt hier am häufigsten bei einem Trockenen Husten des Hundes auf.

Aber auch ein Fremdkörper in den Atemwegen kann den Husten auslösen. Hier beginnt dieser sehr plötzlich und wird mit einem heftigen Würgen des Hundes begleitet.

Auch ein infektiöser Zwingerhusten ist besonders bei sehr jungen Hunden sehr wahrscheinlich und sollte zusammen mit einem Wurmbefall nicht außer Acht gelassen werden. Aber auch eine chronische Erkrankung, Asthma, eine Herzerkrankung oder eine Erkrankung der Luftröhre sind keine Seltenheit.

Ein feuchter Husten des Hundes weist hingegen eher auf eine Entzündung der Lunge hin. Dies zeigt sich durch einen gleichzeitigen eitrigen Auswurf. Zudem kann ein Lungenödem oder eine Linksherzinsuffizienz den Husten beim Hund auslösen.

Symptome und Verlauf

Wie beim Menschen kann auch der Hund Husten. Dieser kann als trockener oder feuchter Husten stattfinden und den Halter des Hundes sehr beunruhigen. Dieser Husten kann dabei plötzlich auftreten oder sich sehr langsam seinen Weg bahnen. Hinzukommen kann ein deutliche Abfall der Leistung des Hundes. Zudem zeigt sich in den meisten Fällen ein leichtes Fieber, ein Auswurf und auch ein heftiges Würgen des Hundes. Des Weiteren hat der Hund mit Husten häufig keinen richtigen Appetit und kann sein Futter auch komplett verweigern. Im Verlauf kann der Husten beim Hund, je nach Ursache, zu chronischen Beschwerden der Atemwege führen und sollte daher unbedingt im Auge behalten werden.

Diagnose

Bei der Diagnose von Husten beim Hund ist der Tierarzt auf den genauen Schilderungen des Halters angewiesen. Zudem wird dieser dem Hund Blut abnehmen, eine Kotuntersuchung veranlassen und einen Abstrich der Bindehaut vornehmen. Sofern dies nicht ausreichend ist, erfolgt im Anschluss eine Röntgenaufnahme, die besonders bei Verdacht einer chronischen Erkrankung notwendig ist. In einigen Fällen von Husten beim Hund kann auch eine Spülung der Lungen notwendig werden.

Wann zum Tierarzt?

Es muss nicht sofort bei einem Husten des Hundes der Tierarzt aufgesucht werden. Grundsätzlich gilt hier die Regel, dass man nach drei Tagen, wenn sich der Husten nicht gebessert hat und weiterhin anhält, ein Tierarzt aufgesucht werden sollte. Nur so kann ein schwerwiegender Verlauf der Erkrankung durch eine rechtzeitige Behandlung vorgebeugt werden. Bei einer Atemnot des Hundes durch den Husten oder auch beim Hinzukommen weiterer Beschwerden muss aber sofort der Weg zum Tierarzt stattfinden.

Behandlung

Ein leichter Husten des Hundes bedarf keiner tierärztlichen Behandlung. Hier genügt Ruhe und die Vermeidung von Anstrengungen. Dennoch sollte auch hier bei Zweifeln ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Sollten beim Hund chronische Atemwegserkrankungen diagnostiziert oder der Husten nicht nach einigen Tagen besser werden bzw. verschwinden, ist eine tierärztliche Behandlung unumgänglich.

Mit Hilfe von Schleim- und Hustenlöser werden die meist stark ausgeprägten Symptome gelindert. Sofern ein bakterieller Infekt für den Husten beim Hund ursächlich ist, werden dem Tier Antibiotika verabreicht. Diese können durch ein Mischen unter dem Futter dem Hund gegeben werden. Hingegen kommen bei einer chronischen Atemwegserkrankung Medikamente zum Einsatz, die entzündungshemmend und eine bronchialerweiternde Wirkung haben.

Zudem sollte der Hund in dieser Zeit keinen Schadstoffen ausgesetzt sein. Dies sind der Rauch von Zigaretten, chemische Substanzen wie Reinigungsmittel aber auch übermäßiger Hausstaub. Des Weiteren sollte eine Überanstrengung des Hundes, der an Husten leidet, vermieden werden. Hier muss zwar nicht auf das tägliche Spazierengehen verzichtet werden, aber es sollte ein gemütliches Tempo eingehalten werden. Nur so kann eine Atemnot ausgeschlossen werden. Außerdem kann in speziellen Fällen auch eine Gewichtsabnahme des Hundes notwendig sein, damit der Husten beim Hund ein Ende hat.



Vorbeugung – Was kann der Halter tun?

Grundsätzlich sollte der Halter beim Auftreten von Husten des Hundes diesen genau im Auge behalten. Zur Vorbeugung empfiehlt sich dies täglich ernst zu nehmen. Anhand der Schilderungen des Halters kann der Tierarzt die richtige Diagnose schnell finden. Zudem können die Halter des Hundes schon bei den ersten Anzeichen reagieren. Sobald erste Anzeichen von Husten beim Hund festgestellt werden, sollte der Hund keinem Stress mehr ausgesetzt werden. Zudem sollten Überanstrengungen gemieden und dem Hund viel Ruhe gegönnt werden. Des Weiteren kann durch eine feuchte Raumluft das komplette Ausbrechen des Hustens beim Hund verhindert und somit gut vorgebeugt werden.

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