Husten bei Kindern

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 5. April 2017
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Husten bei Kindern ist eine häufige Erkrankung im Kindesalter und ist meistens ungefährlich. Da Husten bei Kindern aber verschleppt werden kann und gerade bei kleinen Kindern auf ernstere Erkrankungen hindeuten kann, ist er dennoch Grund genug für einen Besuch beim Arzt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Husten bei Kindern?

Husten bei Kindern äußert sich genau wie ein Husten beim Erwachsenen. Der Husten tritt regelmäßig und nicht nur als einmaliges Hüsteln auf, oft begleitet er eine Erkältung oder ist sogar deren erstes Anzeichen. Husten kann verschiedene Formen annehmen. Mal ist er trocken, mal auch mit Auswurf. Husten bei Kindern sollte sehr genau auf diese Begleiterscheinungen hin beobachtet werden, da sie Aufschluss darüber geben können, was die Ursache des Hustens ist und wie er am besten behandelt wird.

Ein harmloser Husten bei Kindern darf weder Schmerzen verursachen noch blutig sein - das sind absolute Warnsignale, die einen sofortigen Arzttermin erforderlich machen. Hält Husten bei Kindern lange an oder kommt immer wieder, nachdem er bereits Anzeichen der Besserung zeigte, so ist auch das ein Warnsignal und möglicher Hinweis auf eine zugrunde liegende Erkrankung, die behandelt werden muss.

Ursachen

Husten bei Kindern liegt in den meisten Fällen an einer einfachen Erkältung. Diese holen sich Kinder gerade im Kindergarten sehr häufig, bei kleineren Kindern kann auch das Zähnen schon zu häufigeren Erkältungen mit Husten bei Kindern führen. Er tritt meistens wenige Tage nach den ersten Symptomen der Erkältung auf und hält einige Tage oder etwa eine Woche.

Husten bei Kindern sollte aber immer auf Lungenentzündung untersucht werden - gerade dann, wenn das betroffene Kind nur schwer Luft bekommt und die Erkrankung sich gar nicht mehr bessert. Tritt der Husten bei Kindern ohne einen Zusammenhang zur Erkältung auf, kommen Erkrankungen wie Asthma oder andere Atemwegserkrankungen in Frage. Diese zeigen sich oft erst im Kindesalter und nicht direkt nach der Geburt.

Krankheiten

Wann zum Arzt?

Lässt sich der Husten bei Kindern nicht rasch durch Hausmittel oder Homöopathie lindern, ist in jedem Fall ein Arztbesuch anzuraten. Dabei gilt: Je jünger das Kind ist, desto früher sollte der Besuch beim Arzt stattfinden. Husten bei Kindern sollte auf jeden Fall medizinisch abgeklärt werden, wenn das Kind mehr als 38,5 Grad Fieber hat.

Ebenso ist ein Kinderarzt zu konsultieren, wenn Husten bei Kindern nicht bereits nach wenigen Tagen abklingt. Der Gang zum Mediziner ist ratsam, wenn der Husten durch eitrigen Auswurf begleitet wird. Spätestens dann, wenn nach einer Woche keine Besserung eingetreten ist, sollte der Kinderarzt zurate gezogen werden. Ferner ist das Kind einem Arzt vorzustellen, wenn es auffallend rasch atmet.

Mit einem Besuch beim Mediziner sollte nicht gezögert werden, wenn das Kind beim Husten über Atembeschwerden oder Brustschmerzen klagt. Das Gleiche gilt, wenn das Kind beängstigende Geräusche beim Ein- und Ausatmen macht. Hat das Kind zusätzlich einen blutigen Auswurf beim Husten, wäre ein Nichthandeln unverantwortlich.

Husten bei Kindern sollte medizinisch abgeklärt werden, wenn sie wenig trinken, trockene Windeln oder über einen längeren Zeitraum keine Nahrung zu sich genommen haben. Besteht der Verdacht auf einen Fremdkörper, ist der Arztbesuch unumgänglich.

Diagnose und Verlauf

Husten bei Kindern ist im Fall einer Erkältung leicht und schnell diagnostiziert. Der Arzt führt eine allgemeine Untersuchung durch und stellt in diesem Rahmen fest, wie das betroffene Kind am besten behandelt wird. Gegen Husten bei Kindern kommt Hustensaft in Frage, der auch schon Babys verabreicht werden kann. Außerdem wird der Arzt wissen wollen, wie der Husten bisher verlaufen ist - an dieser Stelle sind die Eltern und ihre Beobachtungen gefragt.

Wichtige Unterscheidungsmerkmale bei Husten sind Dauer, Heftigkeit und Auswurf. Ein kurz anhaltender Husten kann meistens zu Hause mit Hustensaft behandelt werden, während schlimmere Erkrankungen mit Husten bei Kindern ernst genommen und weiter durch den Arzt behandelt werden. Die meisten Erkrankungen würden zwar mit der Zeit auch von allein wieder abklingen, jedoch kann man dem Betroffenen Kind den Husten vereinfachen und zu seiner Genesung beitragen.

Komplikationen

Husten bei Kindern kann durch eine Erkältung herbeigerufen werden. Vorsicht ist geboten, wenn Kinder unter Asthma leiden. Ein starker Husten kann dabei einen Asthmaanfall auslösen. Ebenso kann ein Rückfluss des Mageninhaltes in die Speiseröhre Sodbrennen verursachen. In besonders schwerwiegenden Fällen kann durch die starke Anspannung beim Husten den Bruch des Zwergfells oder sogar der Leiste verursachen. In seltenen Fällen kommt es auch zu einer Hustensynkope, einer Art Ohnmacht, wobei sich das Zwergfell so stark verkrampft, dass ein Blutrückstrom zum Herzen unterbunden wird. Dadurch kann das Gehirn mit zu wenig Sauerstoff versorgt werden, was zu einer anfallartigen kurzfristigen Bewusstlosigkeit führen kann.

Ebenfalls selten ist das Mediastinal-Emphysem. Wenn die Luftröhre, die Speiseröhre, die Lunge oder das Rippenfell verletzt ist, wird durch einen Hustenanfall Luft in das Mittelfell gepresst. Dieses befindet sich zwischen den Lungen und dem Brustfellüberzug. Dadurch können wichtige Organe im Brustraum verdrängt werden, was letztlich zu starken Schmerzen führt. Teilweise wird hierbei der Mittelfellraum lebensbedrohlich entzündet.

Behandlung und Therapie

Husten bei Kindern durch Erkältungen werden meist nur symptomatisch behandelt. Das häufigste Mittel der Wahl neben Hausmitteln ist kindergeeigneter Hustensaft. Diesen kann man bereits Babys mit Husten verabreichen. Hat das Kind es nachts durch den Husten schwer, Luft zu bekommen und durchzuschlafen, kommen Tropfen mit Menthol in Frage, um die Atemwege zu befreien.

Auch verschiedene Nasensprays können eingesetzt werden, wenn zusätzlich zum Husten die oberen Atemwege des Kindes blockiert sind. Nur in schweren Fällen bakterieller Infektionen muss das Kind mit Antibiotika behandelt werden. Hat sich der Husten beim Kind schon zur Lungenentzündung entwickelt, führt leider kein Weg mehr an Antibiotika vorbei. Allerdings werden diese dann nur spärlich dosiert, um das Kind nicht unnötig zu belasten.

Bei hartnäckigem Husten mit ungelöstem Schleim in der Lunge, wie er bei Lungenentzündung auftreten kann, müssen manche Kinder für eine Infrarot-Behandlung täglich oder zumindest mehrmals in die Woche in der Praxis erscheinen. Hierbei wird der fest gewordene Schleim in der Lunge, der immer wieder zu Husten und Atembeschwerden führt, mit Wärme gelöst und schließlich abgehustet.

Dadurch wird zwar der Husten beim Kind erst einmal schlimmer als besser, erfüllt jedoch wieder einen Zweck. Langfristiger angelegt ist die Behandlung bei Kindern mit schwerwiegenden Atemwegserkrankungen wie Asthma. Sie brauchen gegen den Husten und die anderen Begleiterscheinungen ihrer Erkrankung eine langfristige Meditation und Behandlung, die eingestellt werden muss.



Vorbeugung

Einem Husten bei Kindern durch Erkältung kann man nur schwer vorbeugen. Diese Art von Husten stärkt zudem das Immunsystem und gehört zur Entwicklung dazu. Durch rechtzeitigen Besuch beim Arzt kann man aber verhindern, dass sich Husten bei Kindern verschleppt oder eine andere Erkrankung übersehen wird. Außerdem gibt es effektive und sanfte Wege, Husten bei Kindern aushaltbar zu machen, bis er von allein abheilt.

Bücher über Husten

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie: DGPI Handbuch: Infektionen bei Kindern und Jugendlichen, 6. Auflage, Georg Thieme Verlag, 2013
  • Schellenberg, I. et al.: Kinderkrankheiten von A-Z: Wo Naturheilverfahren wirken - wann Schulmedizin nötig ist, 2. Auflage, TRIAS, 2012
  • Stauber, M., Weyerstahl, T.: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013
  • Herold, G: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln 2014
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

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