Hormonschwankungen (Hormonstörungen)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. November 2015
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Hormonschwankungen (Hormonstörungen) sind die krankhafte Schwankung der Hormonspiegel unseres Körpers. Problematisch werden diese Schwankungen, wenn sie Symptome nach sich ziehen, die für den Patienten mit Leidensdruck verbunden sind.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hormonschwankungen (Hormonstörungen)?

Die Hormonspiegel des Körpers haben jeweils normale Wertebereiche, innerhalb derer sie sich bewegen dürfen, um noch als unproblematisch zu gelten. Liegen die Hormonmengen im Blut darunter oder darüber, spricht man von problematischen Hormonschwankungen.

Die Ober- und Untergrenzen markieren Bereiche, innerhalb derer die Hormonpegel im Blut keine problematischen Auswirkungen nach sich ziehen. Hormonschwankungen dagegen gehen mit spürbaren Auswirkungen für den Betroffenen einher und gelten durch diese als krankhafte Entwicklung.

Ursachen

Die Wirkungsweise von Hormonen beruht auf Regelkreisen. Sobald ein bestimmter Wert im Körper unter oder über die Normalgrenze gerät oder ein Reiz auf unseren Körper einwirkt, wird die Produktion von Hormonen oder auch der Produktionsstopp eingeleitet.

Im gesunden Menschen handelt es sich bei diesen Werten um eine normale Entwicklung, die die Nachproduktion oder die Drosselung der Herstellung neuer Hormone nach Bedarf steuern soll. Bei Hormonschwankungen ist es allerdings so, dass diese innere Balance des Körpers aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Ursachen dafür gibt es viele. Manche Hormonstörungen liegen an ungesunder Ernährung, andere entstehen aus einem genetisch bedingten und angeborenen Defekt heraus, wieder andere sind autoimmun bedingt. In Frage kommen auch Erkrankungen derjenigen Organe, die im jeweiligen Hormon-Regelkreis eine Rolle spielen. Sie könnten beispielsweise eingequetscht worden sein oder selbst erkranken; in den meisten dieser spezifischen Fälle spielt ein Tumor eine Rolle.

Symptome und Verlauf

Hormonschwankungen stellen sich nach und nach ein, die meisten Erkrankungen dieser Form weisen einen schleichenden Verlauf auf. Die Symptome sind je nach Hormon unterschiedlich. Ein Beispiel einer krankhaften Hormonschwankung wäre der Schilddrüsendefekt. Hierbei kann es durch eine Schilddrüsenunterfunktion zu Konzentrationsschwäche, Leistungsminderung, Abgeschlagenheit oder Depressionen kommen. Die Symptome bei einer Hormonschwankung haben es an sich, fast nie spezifisch auszufallen und dadurch den Rückschluss des Patienten auf eine Hormonschwankung nicht zuzulassen - er selbst denkt zunächst an ganz andere Erkrankungen.

Diagnose

Die Diagnose einer Hormonschwankung erfolgt zunächst über eine Blutprobe. Hormone werden im Blut transportiert, dadurch kann ein Mangel eines Hormons am effektivsten auch übers Blut nachgewiesen werden. Je nach Art der Hormonschwankung kann die Diagnose auch eine Untersuchung der betroffenen Organe nach sich ziehen. Wenn beispielsweise eine Krebserkrankung als Auslöser vermutet wird, können Spiegelungen oder Biopsien erforderlich sein.

Vorher kann allerdings mit Ultraschalluntersuchungen oder ähnlichen, weniger invasiven Methoden vorgegangen werden, um einen Verdacht auszuschließen oder diesen zu bestätigen. Hormonschwankungen sind aber meistens über die Messung der Hormonspiegel im Blut zu diagnostizieren - die Schwierigkeit besteht eher darin, die Hormonschwankung überhaupt als solche zu erkennen und nicht zunächst nach einer falschen Ursache zu forschen.

Behandlung und Therapie

Die allgemeine Behandlung von Hormonschwankungen (Hormonstörungen) greifen allgemein eine Über- und eine Unterfunktion unterschiedlich auf. Bei der Unterfunktion wird entweder das fehlende Hormon selbst oder eine Substanz dem Körper zugeführt, die den Mangel ausgleicht.

Im Falle der Überproduktion braucht der Körper einen Stoff, der die Hormonproduktion bremst und die Hormonschwankungen dadurch beendet. In jedem Fall ist es allerdings nicht so einfach, die Hormonstörung zu behandeln. Liegen die Hormonschwankungen beispielsweise an einem Tumor an einem der Organe innerhalb des Hormon-Regelkreises, muss erst der Tumor entfernt werden, bis es zu einer Besserung kommen kann. Vorher könnte maximal symptomatisch behandelt werden - und der Betroffene würde eher lange Zeit keine Besserung erfahren.

Bis sich die Hormonschwankung selbst gebessert hat, kann in den meisten Fällen symptomatisch behandelt werden, um den Leidensdruck des Betroffenen zu lindern. Eine langfristige und durchschlagende Besserung des Zustandes wird sich allerdings nur dann entwickeln, wenn die Hormonschwankung selbst behoben wurde und sich die Hormonspiegel wieder innerhalb des Normbereichs bewegen.

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Vorbeugung

Vielen Hormonschwankungen (Hormonstörungen) kann man nicht vorbeugen, da sie beispielsweise durch eine Krebserkrankung bedingt sind. Anderen Hormonschwankungen, beispielsweise den durch die Nahrung bedingten, kann man meistens aber durch gesunde Ernährung effektiv vorbeugen. Insulin beispielsweise wird vermehrt produziert, nachdem wir zuckerhaltige Nahrung zu uns genommen haben.

Eine solche vorhersehbare Hormonschwankung kann man verhindern, indem man das problematische Essverhalten abstellt. Wenn eine Vorerkrankung bekannt ist, die eine Hormonschwankung nach sich ziehen kann, dann kann man ebenfalls denjenigen Situationen bewusst aus dem Weg gehen, die zur Hormonschwankung und damit zu den Symptomen der Erkrankung führen. Zugleich besteht die Möglichkeit, sich vom behandelnden Arzt beraten zu lassen, wenn eine zugrundeliegende Erkrankung diagnostiziert wurde.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Hope kommentierte am 11.10.2015 um 14:35 Uhr

Ich habe regelmäßig einmal im Monat eine Phase von 2-3 Tagen an denen ich völlig erschöpft und antriebslos bin. Ich fühle mich dann den ganzen Tag wie unter einer Glocke und bin wirklich zu rein gar nichts fähig. In der Nacht kann ich nicht schlafen. Des weiteren leide ich unter starkem Schwitzen, das aber unabhängig von dem oben genannten Zyklus. Ich leide so sehr, dass ich teilweise keine Lebensqualität mehr habe.