Hopfenallergie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. Januar 2017
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Bei einer Hopfenallergie handelt es sich um eine Form der Allergie, die zum überwiegenden Teil in Hopfenanbaugebieten vorkommt. Einige Personen zeigen außerdem allergische Reaktionen auf die Anteile an Hopfen, die in Bier enthalten sind. Der Prozentsatz dieser Allergiker ist jedoch noch deutlich geringer als jener Menschen, die an einer Pollenallergie gegen Hopfen leiden.

Einige Personen sind besonders gefährdet, eine Hopfenallergie zu entwickeln. Dabei handelt es sich in erster Linie um Menschen, die in den Hauptanbaugebieten des Hopfens wohnen. Darüber hinaus tragen solche Personen ein erhöhtes Risiko für eine Hopfenallergie, die im Beruf viel und regelmäßig in Kontakt mit den Hopfenpflanzen sind. Das gilt beispielsweise für die anbauenden als auch die verarbeitenden Instanzen. Neben beruflich bedingten Krankheiten der Luftwege sind auch Kontaktallergien der Haut möglich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Hopfenallergie?

Die Hopfenallergie bildet sich, indem das Immunsystem der erkrankten Person auf die allergenen Substanzen im Pollen sensibilisiert wird. Aus diesem Grund treten die Symptome der Allergie in der Regel nicht schon beim ersten Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff auf. Stattdessen entwickelt sich die Sensibilisierung meist erst nach wiederholtem Kontakt mit den Hopfenpflanzen und deren Pollen. Dann bildet das Immunsystem Antikörper, die zu den typischen Beschwerden der Hopfenallergie führen. Wann immer die Allergene in den Organismus gelangen, werden sie vom Immunsystem wiedererkannt und resultieren in einer allergischen Reaktion.

Aus diesem Grund sind Personen, die beruflich viel mit Hopfen zu tun haben oder in einem der Hauptanbaugebiete der Pflanze leben, besonders anfällig für Hopfenallergien.

Grundsätzlich handelt es sich bei Hopfen um eine traditionelle Nutzpflanze, die seit Jahrhunderten zur Herstellung von Bier verwendet wird. Der Hopfen ist dabei vor allem für das bittere Aroma im Bier zuständig.

Prinzipiell zählt Hopfen zu den sogenannten Hanfgewächsen und wird in Deutschland konzentriert in einigen wenigen Hauptanbaugebieten gezogen. Das größte Anbaugebiet der Welt befindet sich in der Gegend der Hallertau in Bayern.

Ursachen

Im überwiegenden Teil der Fälle entwickelt sich eine Allergie gegen Hopfen erst nach mehrmaligem Kontakt mit der Pflanze bzw. deren Pollen und Allergenen. Das Immunsystem der betroffenen Personen erkennt die allergenen Substanzen im Hopfen als Fremdstoffe, gegen die als Reaktion Antikörper gebildet werden. Dabei sind in erster Linie die Pollen der Hopfenblüte für die Allergie verantwortlich. Durch diesen Mechanismus kommen die charakteristischen Beschwerden einer Hopfenallergie zustande.

Der Hopfen blüht vor allem im Mai. Allerdings befinden sich zum Teil schon im April Pollen in der Luft, insbesondere in den Hauptanbaugebieten oder angrenzenden Regionen. Der Hopfenpollen wird zum Beispiel über den Wind transportiert. Die allergenen Pollen verbleiben oftmals bis Juni in der Luft.

Symptome und Verlauf

Die typische Symptomatik einer Hopfenallergie ähnelt überwiegend den Beschwerden einer Pollenallergie. Allergien auf im Bier enthaltenen Hopfen treten enorm selten auf. Die Symptome betreffen in erster Linie die Atemwege der erkrankten Person. Die Luftwege werden durch den Kontakt mit den Pollen gereizt, sodass Juckreiz und Niesen resultieren. Die Nase läuft, zudem entwickeln sich Schwellungen der Schleimhäute in der Nase. Dadurch ist das Atmen unter Umständen beeinträchtigt und fällt schwer. Bei einem Teil der betroffenen Patienten entsteht sogar allergisches Asthma. Typisch sind außerdem Husten und brennende Augen. Auch gerötete Stellen an Haut und Augen sind möglich.

Diagnose

Wenn der Verdacht auf eine Hopfenallergie besteht, ist ein geeigneter Mediziner aufzusuchen. Der Hausarzt weist den Patienten in den meisten Fällen an einen Facharzt weiter, zum Beispiel an einen spezialisierten Allergologen. Um eine sichere Diagnose zu stellen, klärt der Arzt zuerst im Rahmen des Patientengesprächs das individuelle Beschwerdebild sowie die Umstände des Auftretens der Symptome. Mit Hilfe von standardisierten Allergieuntersuchungen prüft der behandelnde Arzt im Anschluss, welche Pollen für die allergischen Reaktionen verantwortlich sind.

Zur Diagnose der Hopfenallergie kommt in der Regel ein sogenannter Pricktest zum Einsatz. Der Patient atmet unter ärztlicher Aufsicht die allergenen Substanzen des Hopfens ein. Auf diese Weise ist die Hopfenallergie relativ sicher diagnostizierbar.



Behandlung und Therapie

Eine Therapie der Hopfenallergie ist grundsätzlich möglich. Der Erfolg der behandlungstechnischen Maßnahmen variiert jedoch von Patient zu Patient. In zahlreichen Fällen kommen sogenannte Antihistaminika zum Einsatz. Diese werden in der Regel als Tabletten oder Tropfen verschrieben.

Ursachen eines allergisches Schocks und Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Im Rahmen einer Hopfenallergie sind insbesondere die potenziellen Kreuzallergien riskant. Dabei sind in erster Linie die Assoziationen zu bestimmten Pollen anderer Pflanzen relevant. Entsprechende Kreuzallergien der Hopfenallergie zeigen sich vor allem im Zusammenhang mit der Hasel, der Erle und der Birke.

Personen, die an einer Allergie auf diese Blütenpollen leiden, entwickeln unter Umständen im Verlauf der Zeit auch eine Hopfenallergie. Darüber hinaus ist der umgekehrte Fall möglich.

Darüber hinaus besteht die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks bei Personen, die enorm starke allergische Reaktionen auf Hopfen zeigen. Da dieses Phänomen unter Umständen lebensbedrohlich ist, ist bei ersten Anzeichen eines solchen Schocks unbedingt eine notärztliche Betreuung zu organisieren. Prinzipiell beeinträchtigen auch mildere Symptome einer Hopfenallergie die Lebensqualität der betroffenen Personen, sodass eine zeitige Diagnosestellung sinnvoll ist. Auf diese Weise sind die Beschwerden gezielt mit entsprechenden Medikamenten zu behandeln.

Vorbeugung

Im Rahmen präventiver Maßnahmen gegenüber einer Hopfenallergie können mit einer sogenanntenHyposensibilisierung gute Erfolge erzielt werden. Dabei findet eine allmähliche Gewöhnung des Organismus an das ursächliche Allergen statt, sodass sich eine Immunität gegen den Pollen entwickelt.

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