Hoher Puls - hoher Blutdruck

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. Oktober 2016
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Hoher Puls und hoher Blutdruck entstehen oft über Jahre und bringen unterschiedlichste Symptome mit sich. Es gibt jedoch auch diverse Behandlungskonzepte und Möglichkeiten, hohem Puls und hohem Blutdruck vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind hoher Puls und hoher Blutdruck?

Hoher Puls und Bluthochdruck bezeichnen einen erhöhten Puls bzw. einen hohen Blutdruck. Meist ist der hohe Puls die Folge von Bluthochdruck. Der Wert wird in der Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäure (mmHG) angegeben. Hoher Blutdruck besteht dann, wenn dieser Wert zwischen 140 und 90 liegt.

Ursachen

Hoher Puls und hoher Blutdruck haben verschiedenste Ursache. Meist handelt es sich um genetische Faktoren oder anderweitige Auslöser, die nicht direkt auf Bluthochdruck schließen lassen. Erblich bedingte Faktoren sind besonders häufig die Ursache. Das Risiko ist hier bei Kindern wesentlich höher, wenn auch die Eltern bereits unter Bluthochdruck leiden. Wie verschiedene Zwillingsstudien ergeben haben, hat hoher Blutdruck seine Ursache in einer Schädigung mehrerer Gene.

Eine weitere Ursache für Bluthochdruck kann der vermehrte Verzehr von Kochsalz sein. Bei jedem dritten Fall von Bluthochdruck und damit auch hohem Puls haben die Betroffenen über einen längeren Zeitraum zu viel Kochsalz eingenommen. Darüber hinaus gibt es diverse Risikofaktoren, welche den Blutdruck nach und nach erhöhen können. Dazu zählen Rauchen, Alkoholkonsum und die Einnahme von Drogen.

Auch bestimmte Medikamente, seelischer Stress, psychische Probleme und diverse andere Faktoren können Bluthochdruck auslösen. Im Körper ist der Sympathikusnerv für die Entstehung von hohem Blutdruck verantwortlich. Wann immer Stress entsteht, schaltet der Nerv in den Verteidigungsmodus, wodurch das Herz schneller schlägt und der Blutdruck steigt.

Krankheiten

Diagnose

Hoher Blutdruck und in der Folge hoher Puls werden meist erst spät diagnostiziert. Dies geschieht in erster Linie durch eine Blutdruckmessung. Dadurch kann der Arzt ermitteln, ob tatsächlich ein hoher Blutdruck vorhanden ist und welche Ursachen in Frage kommen. Auch die Behandlung erfolgt in Folge der Messung, welche mindestens zweimal an zwei verschiedenen Tagen erfolgen muss, um die Diagnose mit Sicherheit stellen zu können. Da der Blutdruck sich situationsbedingt schnell verändern kann, muss der Patient vor der Behandlung für einige Minuten zur Ruhe kommen. Die eigentliche Messung wird bestenfalls an beiden Armen durchgeführt, damit es nicht zu falschen Messungen aufgrund einer verengten Hautschlagader oder einer anderweitigen Veränderung an den Gefäßen kommt.

Neben der Blutdruckmessung muss der Arzt die Krankengeschichte des Patienten ermitteln. Ebenso werden die genauen Lebensumstände und Lebensgewohnheiten ermittelt und besprochen. Dadurch erfährt der Arzt, ob Vorerkrankungen vorliegen, ob Risikofaktoren bestehen oder ob in der Familie des Patienten andere Fälle von Bluthochdruck bekannt sind. Neben der normalen Messung besteht auch die Möglichkeit, den Blutdruck durch Selbstmessung zu ermitteln. Hier gilt es zu beachten, dass der Wert meist ungenauer ist, da durch das eigenständige Anlegen ein höherer Blutdruck entsteht.

Kann der Bluthochdruck auch durch eine ärztliche Untersuchung nicht mit Sicherheit festgestellt oder ausgeschlossen werden, muss eine 24-Stunden-Messung durchgeführt werden. Dabei wird der Blutdruck über den Zeitraum von 24 Stunden festgehalten und die Daten im Anschluss analysiert. Diese Variante ist vor allem deshalb sinnvoll, weil der Blutdruck im Laufe des Tages starken Schwankungen unterworfen sein kann.

Hoher Puls und hoher Blutdruck können ganz unterschiedlich verlaufen. Wird schnell reagiert, ist der Verlauf positiv zu bewerten, da meist noch keine Folgeschäden entstanden sind. Wird der Bluthochdruck über Jahre oder Jahrzehnte nicht behandelt, kann er die Nieren, die Augen, die Blutgefäße, das Gehirn und das Herz schädigen. Die dadurch entstehenden Komplikationen (Nierenversagen, Schlaganfall) können im schlimmsten Fall zum Tod des Betroffenen führen.

Behandlung und Therapie

Hoher Puls in Folge von hohem Blutdruck muss schnellstmöglich behandelt werden, damit erwähnte Folgeschäden ausbleiben. Die Therapie ist dabei ganz individuell und stützt sich im Wesentlichen auf Maßnahmen, um den Blutdruck zu reduzieren.

Stressabbau ist ebenso wichtig wie die Umstellung der Lebensgewohnheiten. Auch blutdrucksenkende Medikamente sind ein probates Mittel, um Bluthochdruck zu senken und das Risiko für Folgeschäden zu reduzieren.

Grundsätzlich muss die Therapie auf die jeweilige Personengruppe abgestimmt sein. Kinder und Jugendliche müssen gesondert behandelt werden, da meist eine schwerwiegende Ursache vorliegt, während Menschen, die bereits unter Nieren- oder Herzkrankheiten leiden, schonend behandelt werden müssen.



Vorbeugung

Hohem Blutdruck kann sehr gut vorgebeugt werden. Häufig reicht es schon aus, den Lebensstil zu ändern und viel Sport zu betreiben. Wer sich zusätzlich gesund ernährt, Stress vermeidet und auch den Konsum von Alkohol weitestgehend vermeidet, minimiert das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken. Menschen, die bereits unter Bluthochdruck leiden, können sich durch eine konstante Behandlung mit Medikamenten zu stabilen Blutdruckwerten verhelfen. Dadurch sinkt auch der Puls nach und nach wieder ab. Der Lebensstil muss auch hier individuell angepasst werden.

Zuletzt ist es sinnvoll, regelmäßig eine Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. Gerade ab einem gehobenen Alter ist dies notwendig, um Bluthochdruck und andere Komplikationen zu erkennen und frühzeitig behandeln zu können.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Jürgen kommentierte am 30.09.2016 um 15:31 Uhr

Im Frühjahr 2016 wurde bei mir während einem normalen Kontrollbesuch beim Hausarzt hoher Blutdruck mit einem sehr hohen Puls festgestellt. Ich hatte keinerlei Beschwerden, alle Aktivitäten sportlicher Natur konnte ich problemlos gestalten. Dies war dann für mich doch sehr überraschend. Ich bin 63 Jahre alt und werde nun mit Blutdrucksenkern und Beta-Blockern behandelt. Nun muss ich feststellen, dass meine sportlichen Aktivitäten eingeschränkt sind. Welche Änderungen, z.B. in Bezug auf meine Ernährung, sind hilfreich?