Herzkranzgefäße

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. Juni 2015
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Die Herzkranzgefäße (Koronargefäße) umfassen die Herzkranzarterien (Koronararterien) sowie die Herzkranzvenen (Koronarvenen). Jene Gefäße versorgen das Herzen mit nährstoff- und sauerstoffangereichertem Blut und führen in weiterer Folge das sauerstoffarme Blut ab. Die Herzkranzgefäße sind von wesentlicher Bedeutung, damit das Herz seinen normalen Funktionen und Aufgaben nachgehen kann.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Herzkranzgefäße (oder auch Koronargefäße) sind Blutgefäße, welche das Herz mit Nährstoffen sowie Sauerstoff versorgen. Die Koronararterien sind ebenfalls ein Teil der Herzkranzgefäße und werden in die Arteria coronaria sinistria (linke Koronararterie) sowie in die Arteria coronaria dextra (rechte Koronararterie) unterteilt.

Von den Arterien spalten sich Blutgefäße ab, welche das Herz sodann kranzförmig umgeben. Zu den größten Gefäßen der Venen zählen die Vena cordis parva, die Vena cordis media und die Vena cordis magna. Auf Grund der Tatsache, dass das Herz einen relativ hohen Sauerstoffverbrauch hat, ist eine überdurchschnittliche Durchblutung notwendig. Diese erfolgt durch die Herzkranzgefäße.

Anatomie

Die zwei Koronararterien haben ihren Ursprung oberhalb der Aortenklappe. Sie kommen direkt aus der Aorta-Einbuchtung, der sogenannten menschlichen Hauptschlagader. Die linke der beiden Koronararterien spaltet sich im weiteren Verlauf in zwei Hauptstämme (Ramus interventricularis anterior und Ramus circumflexus). Aus jenen Gründen wird auch oftmals immer wieder von drei Koronararterien gesprochen, wobei es im Endeffekt nur zwei Arterien gibt.

Aus der rechten Arterie entspringen feine Äste, welche sich netzförmig um den Herzmuskel legen. Die Venen verlaufen parallel zu den Arterien. In den Venen wird das sauerstoffarme Blut geführt; dieser Weg verläuft hinter dem Herzen. Von dort gelangt das Blut in den Vorhof. Das Blut, das in den kleineren Koronarvenen transportiert wird, gelangt vom rechten Vorhof in die weiteren Herzräume.

Funktion

Die Herzkranzgefäße haben die Aufgabe, dass sie den Herzmuskel mit Nährstoffen sowie Sauerstoff versorgen. Damit die Funktion des Herzens gewahrt bleibt, ist daher eine Durchblutung aller Gefäße notwendig. Schlussendlich bilden die Blutgefäße und das Herzen das gesamte Herz-Kreislauf-System.

Die linke Arterie ist für die Versorgung des sauerstoffreichen Blutes zuständig. Zudem versorgt sie auch das Septum interventriculare (die Trennwand, welche sich zwischen dem rechten und linken Herzventrikel befindet) und die Vorderwand des rechten Ventrikels.

Die rechte Arterie ist für die Versorgung des rechten Vorhofs zuständig. Im weiteren Verlauf versorgt sie auch den rechten Ventrikel sowie den hinteren Bereich des Septums interventrikulare, den AV-Knoten und den Sinusknoten. Ebenfalls wird ein Teil des linken Ventrikels mit Blut versorgt.

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Erkrankungen der Herzkranzgefäße

Klagt ein Mensch über Schmerzen, die im Brustbereich auftreten und oftmals in den linken Arm, in den Kiefer oder auch in den Bauch wie Rücken ausstrahlen, kann mitunter eine Erkrankung der Herzkranzgefäße vorliegen. Weitere Anzeichen sind Luftnot, ein "erdrückendes" Gefühl in der Brust sowie auch Kurzatmigkeit.

Liegt eine Erkrankung der Herzkranzgefäße vor, hat sich auf der Innenhaut der Gefäße eine Ablagerung gebildet, welche im medizinischen Fachjargon Arteriosklerose genannt wird. Umgangssprachlich spricht man auch von einer Gefäßverkalkung. Jene Arteriosklerose führt im weiteren Verlauf zu einer Einengung sowie Versteifung der Blutgefäße.

Dieser Zustand löst eine Störung des Bluttransports aus und sorgt dafür, dass das Herz eine verminderte Versorgung von Nährstoffen wie Sauerstoff erhält. Beträgt die Einengung weniger als 50 Prozent (das bedeutet, dass der Durchmesser der Gefäße nicht um mehr als die Hälfte verengt ist), treten im Regelfall keine Beschwerden auf.

Liegt eine starke Einengung bzw. ein vollständiger Gefäßverschluss vor, ist eine Versorgung des Herzens nicht mehr (oder nicht ausreichend) gegeben. Aus diesem Grund entsteht ein Ungleichgewicht. Das Herz benötigt mehr Sauerstoff als es bekommt, sodass der Betroffene über ein Enge-Gefühl im Brustbereich klagt. Ebenfalls kann eine Atemnot eintreten. Bei jenen Anzeichen sollte ein Arzt kontaktiert werden.

Vor allem treten jene Symptome bei körperlichen Anstrengungen sowie Belastungen auf. Dies deshalb, da bei einer körperlichen Tätigkeit das Herz rund vier- bis fünf Mal so viel Sauerstoff wie gewöhnlich benötigt. Gelangt der Betroffene jedoch zur Ruhe, verschwinden die Symptome - vor allem im Anfangsstadium - vollständig. Das bedeutet, dass die Verengung der Gefäße noch nicht derart weit fortgeschritten ist. Mitunter ist das auch ein Hinweis, dass nur ein Herzkranzgefäß von der Verengung direkt betroffen ist.

Liegt ein kompletter Verschluss des Gefäßes vor, führt dies im weiteren Verlauf zum Absterben eines Herzmuskelgebietes. Vorwiegend jenes Gebietes, das durch das Gefäß hätte versorgt werden sollen. Dieses Absterben sorgt für den Herzinfarkt oder auch den plötzlichen Herztod des Patienten. Weitere Erkrankungen oder Komplikationen, die mitunter von den Herzkranzgefäßen ausgehen, sind Herzrhythmusstörungen sowie eine Herzinsuffizienz.

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