Heidelbeeren

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. April 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Heidelbeeren

Die Heidelbeere ist eine sehr vielfältige Frucht, sie ist wohlschmeckend und wird daher zur Zubereitung der verschiedensten Speisen verwendet. Sie ist aber auch eine Heilpflanze, die in der Medizin einen festen Platz hat. Sie gilt als Heilpflanze und mit ihren Früchten werden diverse Krankheiten behandelt.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Heidelbeeren wissen

Die Heidelbeere wirkt regulierend auf die Schleimhäute und hilft somit bei Durchfall und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Die Heidelbeere ist auch als Schwarz- oder Blaubeere bekannt, sie stammt aus der Familie der Heidekrautgewächse. Die Heidelbeere ist weit verbreitet und wächst im nordischen Raum und in den gemäßigten Klimazonen in Europa und Asien. Sie ist ein Halbschattengewächs und wächst meist in Laub- oder Nadelwäldern. Die Heidelbeere bildet sehr tiefe Wurzeln, ihre Wurzeln verbreiten sich rasch und können durchaus einen Meter des Waldbodens beanspruchen.

Die Heidelbeere ernährt sich von Rohhumus und Wurzelpilzen. Allerdings ist die Heidelbeere sehr empfindlich bei Frost, bereits bei sehr tiefen Temperaturen kann sie erheblichen Schaden erleiden. Frost überlebt diese Pflanze nicht, die Wurzeln bleiben aber erhalten und die Heidelbeere treibt im Frühjahr wieder aus. Der Geschmack der Heidelbeere ist süßlich und sie kann von Mai bis September genossen werden.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Heidelbeere hat für die Gesundheit größte Bedeutung. Die getrockneten, tiefgefrorenen oder frische Früchte werden zu Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt, die Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf den menschlichen Organismus aus. Heilbeeren sind ein sehr wirksames Mittel bei Durchfall, wobei aber der Verzehr von Heidelbeeren in großen Mengen bei Verstopfung eingenommen wird.

Heidelbeeren wirken entzündungshemmend, der Saft ist zum Gurgeln bestens geeignet. Kleinere Entzündungen im Rachen- oder Mundraum verschwinden. Die Heidelbeeren stabilisieren die Kapillarsysteme und wirken Diabetes entgegen. Heidelbeeren sind auch sehr hilfreich bei Magen-Darm-Geschwüren und werden bei der Behandlung der Netzhaut eingesetzt. Auch bei Störungen des Sehvermögens werden Heidelbeeren eingesetzt, in der Nacht oder bei der Dämmerung kann der Patient besser sehen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Die Heidelbeere enthält Anthocyanidine, Catechingerbstoffe, Flavonoide, Proanthocyanidine, Fruchtsäuren, Pektine und Invertzucker. Hauptsächlich in den Blättern sind Phenolcarbonsäuren, Arbutin, Hydrochinon, Gerbstoffe, Chinolizidinalkaloide sowie Chrom und Mangan zu finden. Heidelbeerblätter sind jedoch stark umstritten, zwar haben sie einen hohen Chrom-Gehalt, können aber auch Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

Durch die Wirkung der Inhaltsstoffe kann die Heidelbeere zur Vorbeugung eingesetzt werden, mit dem regelmäßigen Verzehr kann Krankheiten vorgebeugt werden und die ausreichende Nährstoffversorgung des Körpers wird unterstützt.

Die Heidelbeere hat einen sehr starken Gehalt an Eisen, Zink und Folsäure, stärkt deshalb das Immunsystem. Sehr viel Vitamin C und Ballaststoffe helfen beim Abnehmen und der hohe Kaliumgehalt regt den Stoffwechsel an. Der Cholesterinspiegel wird durch die Heidelbeere ebenfalls gesenkt und diese Früchte können sogar Krebs vorbeugen.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 42 kcal/ 176 kj
Eiweiß 0,60 g
Kohlenhydrate 7,40 g
Fett 0,60 g
Wasser 84,80 g
Ballaststoffe 4,90 g
Vitamin E 2069 µg

Unverträglichkeiten

Eine Unverträglichkeit der Früchte ist weniger bekannt, wohl aber bei den Blättern der Pflanze. So können die Blätter Vergiftungen hervorrufen. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte ebenfalls nicht allzu viele dieser Früchte zu sich nehmen, die enthaltenen Gerbstoffe könnten Probleme bereiten.

Falls andere Arzneimittel eingenommen werden, ist auf jeden Fall der Arzt zu befragen, die Wirkung könnte abgeschwächt werden. Deshalb sollten die anderen Tabletten im Abstand von zwei bis drei Stunden eingenommen werden.

Von der Hand in den Mund, so sollten die Heidelbeeren auch nicht verzehrt werden, wegen des Fuchsbandwurmes wird davon abgeraten. Den Eiern des Erregers kann auch Kälte nichts anhaben, sie werden nur bei einer Temperatur über 60 Grad abgetötet.

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Einkaufs- und Küchentipps

Die Heidelbeeren sind also sehr gesund und schmecken wirklich gut. Diese Früchte können im Kühlschrank etwa zwei Wochen aufbewahrt werden, allerdings verlieren sie an Aroma und es können sich Bitterstoffe entwickeln. Heidelbeeren können aber auch gut einfroren oder getrocknet werden. Schon beim Kauf ist darauf zu achten, dass alle Beeren unverletzt sind und dass sie gekühlt gelagert werden.

Zubereitungstipps

Heidelbeeren schmecken aber nicht nur gut und sind ein wertvolles Heilmittel, also ein richtiger Allrounder. Sie sind ein wahrer Hingucker auf Kuchen oder in Desserts, sie geben Torten und Kuchen ein leckeres Aussehen. Torten und Desserts sind aus der Küche gar nicht wegzudenken, mit Heilbeeren werden sie richtig lecker. Sie schmecken süß und geben den leckeren Nachspeisen gleichzeitig eine blaue Farbe. Auch als Beilage machen sie eine gute Figur, sie sind eine fruchtige Zugabe zu jedem Pudding. Auf Kuchen und Torten sehen sie nicht nur besonders gut aus, sondern verleihen den Süßigkeiten einen spektakulären Geschmack.

An heißen Sommertagen sind Heidelbeeren eine köstliche Erfrischung, Heidelbeer-Drinks sind mit Buttermilch oder Milch leicht herzustellen. Heidelbeeren können auch zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden und zur Konservierung können sie auch eingekocht werden.

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