Hautausschlag im Gesicht

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. November 2016
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Hautausschlag im Gesicht bezeichnet sichtbare, krankhafte Veränderungen der Gesichtshaut. Es kann sich dabei um spontan entstandene Pickel, Pustel, Rötungen oder Schwellungen handeln.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Hautausschlag im Gesicht?

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Medikamente gegen: Hautkrankheiten

Hautausschlag im Gesicht bezeichnet sichtbare Veränderungen der Haut im Gesicht, die in der Regel spontan auftreten. Da der Begriff des Hautausschlags umgangssprachlich ist, steckt in dem Wort noch keine genaue Beschreibung der Hautveränderung. Es kann sich um die Bildung mehrerer Pickel oder Pusteln in einem definierten Hautareal handeln, aber auch um stellenweise Rötungen oder geschwollene rote Stellen. Bei Hautausschlag im Gesicht kann die betroffene Stelle auch Schuppen bilden.

Charakteristisch für einen Hautausschlag ist, dass er spontan entsteht und nicht immer auf eine erkennbare Ursache zurückzuführen ist. Er ist außerdem auf ein Gebiet eingegrenzt und befällt kleinere oder auch größere Hautareale. Bei Hautausschlag im Gesicht handelt es sich also nicht um die Bildung eines vereinzelten Pickels - dies ist ein gewöhnlicher Mitesser und kein auffälliger Ausschlag. Besonders Hautausschlag im Gesicht stellt ein kosmetisches Problem dar und kann nicht überschminkt werden. Das sollte er auch gar nicht, denn zur Heilung von Hautausschlag ist es besser, wenn er an der frischen Luft abheilen darf. Da sich der Betroffene jedoch für den Hautausschlag im Gesicht schämt und er ihm unangenehm ist, beeinträchtigt er massiv den Alltag und sollte schnell behandelt werden.

Ursachen

Hautausschlag im Gesicht hat meist allergische oder infektiöse Hintergründe. Eine allergische Reaktion wird als Kontaktekzem bezeichnet und tritt dann auf, wenn die Gesichtshaut mit einem allergieauslösenden Stoff in Berührung kommt. Der Mensch kann beinahe auf alles allergisch reagieren, weshalb eine Abklärung durch den Arzt notwendig ist. Ein unbemerkter Insektenstich im Gesicht, eine neue Gesichtscreme oder auch nur Pollen könnten das Kontaktekzem im Gesicht ausgelöst haben.

Denkbar wären weiterhin Bakterien, Viren oder noch eher Pilzsporen, die zu Hautausschlag im Gesicht führen. Auch eine Akne hat infektiöse Ursachen und wird durch Bakterien begünstigt. Hautausschlag im Gesicht tritt auch als Nebenwirkung mancher Medikamente auf, weshalb bei der Einnahme neuer, noch unbekannter Wirkstoffe der Beipackzettel studiert werden sollte. Seltenere Ursachen für Hautausschlag im Gesicht sind Gefäß- und Autoimmunkrankheiten. Rosacea, Lupus erythematodes oder Vaskulitis können in manchen Fällen zu Hautausschlag im Gesicht führen. Anhand der Form, Farbe und Ausprägung des Hautausschlags im Gesicht kann ein erfahrener Arzt meist schon eine Verdachtsdiagnose stellen. Zuletzt kommt der idiopatische Hautausschlag in Frage, der keine erkennbare Ursache hat. Er kann das Gesicht, aber auch alle anderen Körperpartien betreffen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Sicherlich geht Betroffene mit Hautausschlag im Gesicht freiwillig zum Arzt, denn bereits bei geringer Ausprägung fällt er deutlich sichtbar auf. Frauen können - meist erfolglos - noch versuchen, den Ausschlag zu überschminken, Männern bleibt diese Option nicht. Der Arzt wird zunächst nach weiteren Symptomen fragen und wissen wollen, ob der Hautausschlag im Gesicht schmerzt, schuppt, nässt oder sonstige Beschwerden verursacht.

Ohne Behandlung verschwindet ein Hautausschlag im Gesicht in der Regel nicht, sondern bessert sich erst mit der Gesundung der Ursache. Allergisch oder entzündlich bedingte Hautausschläge lassen sich meistens gut topisch behandeln. Das bedeutet, der Arzt verschreibt eine Gesichtscreme, die meist den Wirkstoff Cortison enthält und dafür sorgt, dass sich zumindest der sichtbare Ausschlag zurückbildet - auch, wenn Allergie oder Entzündung noch da sind.

Behandelt werden müssen sie trotzdem, der kosmetische Störfaktor ist jedoch beseitigt. Cortison zeigt auch bei Hautausschlag im Gesicht durch Akne gute Erfolge. Bei Autoimmun- oder chronischen Krankheiten aus Auslöser wird der Hautausschlag im Gesicht ohne dauerhafte Behandlung der Ursache von allein nicht mehr besser und kann auch immer wieder zurückkehren. Ein für den Patienten positiver und unproblematischer Verlauf hängt maßgeblich von der Behandlung des Grundproblems ab.

Behandlung und Therapie

Bei Hautausschlag im Gesicht wird der Arzt zunächst nicht den Ausschlag an sich, sondern die Ursache herausfinden wollen. Anhand der begleitenden Symptome, Form und Farbe des Ausschlags, Zeitpunkt des Auftretens und sonstiger Beobachtungen und Beschwerden des Patienten kann er meistens schon eine Verdachtsdiagnose stellen. Es folgen zur Sicherung der Diagnose Hautabstriche, Allergietests und möglicherweise Blutuntersuchungen.

Handelt es sich um eine medikamentöse Nebenwirkung, wird das betreffende Medikament durch ein anderes ersetzt und der Hautausschlag im Gesicht sollte sich von allein zurückbilden. Bei Auslösern wie Allergien, bakteriellen oder Pilzinfektionen bleibt dem Arzt die Möglichkeit, diese topisch zu behandeln und gleichzeitig zu versuchen, ein Wiederauftreten zu verhindern. Das bietet sich besonders bei allergischen Symptomen an. In der Regel sorgt eine Behandlung des Hautausschlags im Gesicht auch bei diesen Auslösern für eine schnelle sichtbare Besserung des Problems.

Schwieriger gestaltet sich der Fall bei Akne, denn dieser Zustand braucht Jahre, bis er abheilt. Sollte es dadurch zu Ausschlägen im Gesicht kommen, kann stellenweise mit Cortison behandelt werden, um sie zumindest optisch erträglicher für den Patienten zu machen. Eine medizinische Herausforderung sind dagegen Fälle von Hautausschlag im Gesicht, die eine autoimmune oder gar idiopathische Ursache haben. Der Arzt kann zwar verschiedene Behandlungsformen ausprobieren, je nach Grunderkrankung - doch gerade bei autoimmuner Ursache verschwinden die Hautausschläge nicht immer vollständig.



Vorbeugung

Gegen Hautausschlag im Gesicht gibt es keine sichere Vorbeugungsmaßnahme. Allergien können spontan auftreten und selbst Autoimmunerkrankungen brechen irgendwann aus und zeigen unerwartet erste Symptome. Betroffene wissen dann jedoch mit der Zeit, was sie tun können und was sie unterlassen sollten, damit es nicht wieder zu Hautausschlag im Gesicht kommt. Aknepatienten sollten beispielsweise bei Juckreiz keinesfalls kratzen, das sorgt für eine Ausbreitung von Ausschlägen mit Mitessern. Allergiker müssen sich von dem jeweiligen Allergen nach Möglichkeit fernhalten und tragen je nach Allergie ständig das Gegenmittel bei sich. Bei Autoimmunkrankheiten wissen Patienten mit der Zeit oft vorher, was Schübe auslöst oder schlimmer macht, sodass sie diese Auslöser vermeiden können.

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