Hautausschlag bei Kindern

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. November 2016
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Hautausschlag bei Kindern ist relativ häufig. Anders als beim Erwachsenen muss in diesem Alter jedoch immer an Kinderkrankheiten gedacht werden, die ansteckend sein können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Hautausschlag bei Kindern?

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Medikamente gegen: Hautkrankheiten

Hautausschläge sind ein Bestandteil der Kindheit, die bei Babys in ganz jungen Lebensabschnitten schon vorkommen und sich durch die gesamte Kindheit ziehen. Je nach Alter des Kindes kommen bei Hautausschlägen aber andere Ursachen als beim Erwachsenen in Frage. Babys beispielsweise könnten Verträglichkeitsprobleme mit ihrer Windel haben. Bei einem Kindergarten- und Grundschulkind kann es sich um eine der typischen Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken handeln.

Hautausschlag bei Kindern wird deswegen von Ärzten von vornherein anders untersucht als bei einem erwachsenen Patienten. Bei Kindern können Hautausschläge jedoch immer noch verschiedenste Formen annehmen und beispielsweise großflächig oder punktuell, hell- bis dunkelrot, fleckig oder eher schuppig auftreten. Anhand der optischen Erscheinung von Hautausschlag bei Kindern kann der behandelnde Kinderarzt oft schon eine mögliche Ursache ausmachen und den jungen Patienten gezielter untersuchen.

Ursachen

Die Ursachen von Hautausschlag bei Kindern verteilen sich auf die verschiedenen Altersstufen unterschiedlich. Bei Babys und Kleinkindern im Windelalter tritt er meistens im Windelbereich auf und liegt auch an dieser. Gelegentliche Rötungen durch die Ernährung, durch zu lange Zeiten seit dem letzten Windelwechsel oder auch eine Windeldermatitis kommen vor und sind entweder harmlos oder behandelbar. Dennoch sollten sie ärztlich abgeklärt werden, denn es könnte sich genauso gut um erste allergische Symptome handeln.

Allergien auf Substanzen aus der Umgebung kommen auch bei Hautausschlag bei Kindern bereits in Frage. Viele Allergien beginnen tatsächlich im Baby- und Kleinkindalter schon und werden durch Hautausschläge erkannt. Weitere Ursachen sind Kinderkrankheiten, wobei diese spezifische Arten von Hautausschlag auslösen. Bei Windpocken sind es beispielsweise keine rote Punkte am ganzen Körper. Bei beinahe allen Kinderkrankheiten, die zu Hautausschlag bei Kindern führen, liegen gleichzeitig andere Symptome wie Fieber, Erkältungszeichen oder Müdigkeit vor, sodass die Eltern von alleine an eine typische Kinderkrankheit denken. Eine harmlose Erklärung wäre eine Überempfindlichkeit der kindlichen Haut gegen kosmetische Produkte.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Hautausschlag bei Kindern ist nicht selten und kann bereits als empfindliche Reaktion der jungen Haut auf ein Kosmetikprodukt für Erwachsene auftreten. Solange eine solche Ursache sicher ausgemacht werden kann und die Kleinen darunter nicht leiden, kann abgewartet werden, ob der Hautausschlag von allein wieder zurückgeht. Tut er das nach einigen Tagen nicht, brennt oder juckt, ist ein Arztbesuch zur Diagnose hinzuzuziehen. Beim Baby sollte eher gar nicht gewartet werden.

Der Arzt wird sich den Hautausschlag ansehen und wird wissen wollen, seit wann er schon da ist, ob er wehtut und ob etwas im Alltag des Kindes verändert wurde, das dazu geführt haben könnte. Falls nicht, kommen Abstriche, Blutentnahmen und Allergietests zur Diagnosestellung in Frage. Je nach Ursache kann der behandelnde Arzt dann auch prognostizieren, wie lange es dauern wird, bis der Hautausschlag beim Kind wieder verschwindet.

Behandlung und Therapie

Hautausschlag bei Kindern kann, aber muss keine ernste Ursache haben. Nach dem Auslöser des Ausschlags richtet sich auch die Behandlung. Bei Babys mit typischen Rötungen im Windelbereich kommt Zinkcreme zum Einsatz, die bei gelegentlichen Rötungen gut hilft. Handelt es sich um eine Windeldermatitis, braucht das Baby die Zinkcreme ständig und muss alle paar Stunden mindestens gewickelt werden. Den genauen Takt gibt der Arzt vor, denn das verhindert eine Verschlimmerung von Rötungen.

Werden dagegen Empfindlichkeiten gegen gewisse Produkte festgestellt, die den Hautausschlag beim Kind ausgelöst haben, müssen diese durch ein anderes, sanfteres Produkt ersetzt werden. Kinderhaut ist in den ersten Lebensjahren sehr empfindlich und reagiert manchmal noch auf Einflüsse, die für erwachsene Haut kein Problem darstellen. Bei Allergien sollte das Kind vom Allergen bestmöglich ferngehalten werden, außerdem können Hautausschläge mit Salben behandelt werden. Allergiepatienten werden in ihrem Leben Erfahrungen mit Cortison machen, das sofort und effektiv gegen Rötungen und Ausschläge wirkt. Bei kleinen Kindern wird dieser Wirkstoff aber ungern verwendet, da er hochwirksam ist.

Handelt es sich beim Auslöser der Hautausschläge um eine Kinderkrankheit wie Masern, Röteln oder Windpocken, wird der Impfstatus des Kindes überprüft und Bettruhe sowie Isolation von anderen Kindern verordnet. Erwachsene, die diese Krankheiten selbst nicht hatten, müssen sich fernhalten, denn im Erwachsenenalter sind sie noch viel schlimmer und gefährlicher. Wenn keine antibiotische Behandlung möglich ist, wird zumindest symptomatisch behandelt. Dadurch lässt sich der Leidensdruck für den Patienten mildern und bleibende, sichtbare Schäden an der Haut wie Narben durch aufgekratzte Windpocken lassen sich gut verhindern.



Vorbeugung

Das Thema Vorbeugung spielt besonders bei Infektionskrankheiten in den Kinderjahren eine große Rolle. Gegen Masern, Mumps und Co. gibt es sehr gut wirksame und gut verträgliche Impfstoffe. Kinder sollten durchgeimpft werden, denn auch wenn damit der Ausbruch dieser Erkrankungen nicht verhindert werden kann - schlimmere Folgen lassen sich durch eine Impfung durchaus vermeiden. Bei solchen Erkrankungen treten nicht nur Hautausschläge auf, sondern schlimme Folgeschäden bis zur Behinderung, wenn die Kleinen nicht durchgeimpft wurden und sich nicht gegen die Keime wehren können.

Weiterhin sollte in der Baby- und Kinderpflege auf gut verträgliche, sanfte und schonende Kosmetik geachtet werden. Ein mildes Shampoo, ein babytauglicher Badesatz und sanfte Hautcremes sind wichtig. Produkte für Erwachsene, die womöglich noch stark parfümiert oder gefärbt sind, sind für die junge Haut ganz falsch. Bei einem Baby muss zudem darauf geachtet werden, es von Anfang an oft genug zu wickeln. Mit zunehmendem Alter kann es auch einmal länger in der Windel bleiben, doch gerade kleine Babys sind noch sehr empfindlich im Windelbereich. Eine Windeldermatitis ist nicht angeboren, sondern entsteht mit der Zeit, wenn das Baby eine volle Windel häufiger für zu lange Zeit trägt. Die Behandlung ist aufwendiger als die Vorbeugung.

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