Hausmittel gegen Gürtelrose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. April 2015
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Gürtelrose wird durch das Herpes-Zoster-Virus hervorgerufen. Durch die Infektion bekommt man einen juckenden und brennenden Hautausschlag im Gesicht, am Rumpf oder Nacken. Bei ersten Anzeichen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden um ein Mittel gegen die Viren verschrieben zu bekommen. Zur weiteren Behandlung helfen folgende Hausmittel.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Gürtelrose?

  • 20 Prozent der Menschen, die einmal Windpocken hatten, entwickeln später einmal eine Gürtelrose. Die Infektion dauert 2-4 Wochen und gegen die Viren muss ein verschreibungspflichtiges Medikament eingenommen werden. Um den Ausschlag zu bekämpfen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das Gel aus der Aloe Vera Pflanze lindert den Juckreiz. Wer eine Aloe Vera Pflanze zu hause hat, kann einfach ein Blatt abschneiden und die austretende Flüssigkeit auf die erkrankten Stellen auftragen. Ein zu kaufendes Gel mit 100 Prozent Aloe Vera Gehalt hilft dabei genauso gut.
  • Die Gürtelrose selbst ist nicht ansteckend! Doch die Menschen, die in ihrem Leben noch nicht an Windpocken erkrankt sind, können diese durch Kontakt mit Gürtelrosepatienten bekommen.
  • Während der Akutphase der Infektion können täglich dreimal 1000 mg Lysin eingenommen werden. Lysin ist ein Nahrungsergänzungsmittel, welches die Virusvermehrung behindert und die Heilung beschleunigt.
  • Wer unter Gürtelrose leidet, hat ein angeschlagenes Immunsystem. Um die körpereigene Abwehr zu stärken empfiehlt es sich, jeden Tag zweimal bis zu 200 mg Echinacea einzunehmen.

Schnelle Hilfe bei Gürtelrose

  • Scharfes Essen kann gegen die Schmerzen, die durch eine Gürtelrose verursacht werden, eingesetzt werden. Besonders das Capsaicin, welches der Wirkstoff der Chilischoten ist, blockiert die Schmerzweiterleitung in den Nervenzellen.
  • Kalte Milch kann bei Gürtelrose sehr beruhigend auf die entzündete Haut wirken. Einfach einen Waschlappen oder ein kleines Handtuch mit kalter Milch tränken und es dann auf die betroffene Haut legen.
  • Wenn nach dem Abheilen der Bläschen immer noch Schmerzen vorhanden sind, hilft es mit Eis zu kühlen. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass das Eis nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommt.

Rezeptfreie Medikamente gegen Gürtelrose


Alternative Hausmittel

  • Ein sehr wirkungsvolles alternatives Hausmittel gegen Gürtelrose ist eine Paste aus Wasser und Backpulver. Hierzu einfach Backpulver und Wasser zu einer streichfähigen Paste verrühren und dann auf das betroffene Hautareal auftragen. Diese Paste trocknet die Blasen des Hautausschlages aus und lindert dadurch den Juckreiz.
  • Eine weitere Heilung versprechende Paste gegen Gürtelrose ist eine Mischung aus Essig und Honig. Auch hier wird der Juckreiz gelindert.
  • Ein Heilkraut der Indianer, welches in Peru seit Jahrhunderten eingesetzt wird, ist die Katzenkralle. Neuste Studien besagen sogar, dass es gegen Viruserkrankungen eingesetzt werden kann. In Österreich kann es als rezeptfreies Arzneimittel in Apotheken gekauft werden. In Deutschland gibt es verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, denen es beigemischt ist.
  • Melisse ist ein weiteres alternatives Heilmittel gegen Gürtelrose, da die Melisse antivirale Eigenschaften besitzt. Am besten stellt man einen Melissentee her, indem man 6 Teelöffel Melissenblätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießt. Diesen Tee sollte man für 10 Minuten ziehen und dann abkühlen lassen. Als nächstes einfach ein Baumwolltuch mit dem Tee tränken und vorsichtig die erkrankten Hautstellen damit betupfen.
  • Ein weiteres Mittel zur Selbstheilung bei Gürtelrose ist eine Paste aus Bittersalz und Wasser. Diese ist austrocknend, aber auch etzündungshemmend. Einfach mit Wasser und Bittersalz eine streichfähige Paste herstellen und die betroffenen Hautareale damit mehrmals täglich einreiben.

Weitere Informationen sind unter Gürtelrose zu finden. Bei den ersten Symptomen, die für eine Gürtelrose sprechen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Medikamente müssen frühzeitig eingesetzt werden, da sie die Dauer und Stärke der Gürtelrose reduzieren. Außerdem schützen sie vor postzosterischer Neuralgie (eine Bezeichnung für den Nervenschmerz, der nach der Infektion auftreten kann).

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Christa kommentierte am 11.04.2015 um 20:04 Uhr

Seit Beginn der Gesichtsrose vor 10 Wochen leide ich immer noch unter der Rose und besonders bei anstrengender Hausarbeit an Nervenschmerzen. Nun habe ich begonnen, die Einnahme von 12 Schmerztabletten am Tag zu reduzieren und nehme sie nur noch, wenn die Schmerzen auftreten. Betroffen war die linke Gesichtshälfte, die roten Flecken sind noch sichtbar, auch habe ich leichte Beschwerden am linken Auge. Gibt es ein Hausmittel, um die Schmerzen zu reduzieren bzw. schmerzfrei zu werden?

judith kommentierte am 21.09.2015 um 06:28 Uhr

Bei mir war eine Eigenurin-Therapie die absolute RETTUNG! Und das meine ich vollkommen ernst.