Halswirbelsäule

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2016
Gesundpedia.deAnatomie Halswirbelsäule

Die menschliche Halswirbelsäule zählt zu den beweglichsten Teilabschnitten der Wirbelsäule. Die wohl bekannteste Beeinträchtigung ist das Schleudertrauma, welches - etwa im Rahmen eines Auffahrunfalls - entstehen kann.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Halswirbelsäule (oder auch HWS) setzt sich aus sieben Halswirbeln zusammen. Die HWS ist der beweglichste Abschnitt der gesamten Wirbelsäule, welcher den Schädel mit dem menschlichen Rumpf verbindet. Die Halswirbel sind eine stabile Reihe, welche mit paarig angelegten Wirbelgelenken verbunden sind.

Zwischen den Wirbeln befinden sich des Weiteren Bandscheiben, welche nicht nur für eine verbesserte Beweglichkeit sorgen, sondern unter anderem auch als Puffer für Krafteinwirkungen wirken. Für die Stabilität verlaufen Muskeln und Bänder durch die Wirbelkörper der HWS.

Anatomie

Die HWS setzt sich aus sieben Wirbeln zusammen. Die fünf unteren Halswirbel stimmen - auf Grund ihres Aufbaus - überein, während die beiden oberen Wirbel eine andere Struktur aufweisen.

Der erste Halswirbel - der Atlas - stellt den Übergang zwischen dem Rumpf und dem Cranium dar. In diesem Bereich gehen etwa die zerebralen Strukturen vom Rückenmark in den Spinalkanal über, während schädelabwärts der Atlas und das Hinterhauptbein miteinander verbunden sind und das erste Kopfgelenk bilden.

Der zweite Halswirbel - Axis - weist einen Zapfen, der auch als Dens axis bekannt ist und in weiterer Folge in den Atlasring ragt. Der Atlas und der Axis formen das zweite Kopfgelenk. Die HWS besteht des Weiteren aus Wirbelkörpern, einem Wirbelbogen sowie einem Wirbelloch.

Funktion

In erster Linie stützt die HWS die Struktur des Schädels. Dabei entsteht ein Zusammenspiel aus Bändern und Muskeln, welche für die Stabilität sorgen. Das Bewegungssegment setzt sich aus Muskeln, Bändern, Gelenken sowie Bandscheiben und Muskeln zusammen. Jene Zusammensetzung wird aus zwei benachbarten Wirbeln gebildet.

Auf Grund der horizontalen Wirbelgelenke ist es möglich, dass der Mensch einen relativ großen Bewegungsumfang aufweist. So sind etwa das Eigelenk sowie auch Ellipsoidgelenke dafür zuständig, dass eine Schädelbeweglichkeit ermöglicht wird. Vor allem sind jene Gelenke dafür verantwortlich, dass der Mensch Nickbewegungen durchführen kann.

In weiterer Folge formen der Axis und der Atlas auch jenes Gelenk, welches Drehbewegungen des Schädels ermöglicht. Die Kopfgelenke stellen des Weiteren die Kopfbewegungen sicher. Darüber hinaus sind Drehungen, Ventralflexionen sowie auch dorsale Neigungen möglich. Selbst Seitwärtsbewegungen können durchgeführt werden. Mitunter fungiert die HWS auch als Schutz- und Leitungsstruktur für das menschliche Rückenmark. Jenes wird als Verlängerung des zerebralen Systems angesehen.



Erkrankungen der Halswirbelsäule

Eine schräge Schonhaltung und ein Schiefhals können mitunter Schmerzen verursachen. Liegen keine spezifischen Ursachen vor, spricht der Mediziner von einem unspezifischen HWS-Syndrom.

Veränderungen der Halswirbelsäulen-Struktur sorgen oftmals für einen Bandscheibenvorfall oder auch einen Bandscheibenverschleiß. Mitunter können auch eine Spondyloisthesis oder auch das Facettensyndrom eintreten.

Selbst eine Schädigung des Rückenmarks oder eine Verengung der HWS sind möglich. Viele Menschen leiden mitunter auch an stressbedingten Verspannungen, welche Schmerzen im HWS-Bereich auslösen.

Im Rahmen einer Verletzung sind auch eine Peitschenschlagverletzung oder auch ein Schleudertrauma möglich, bei welchem Weichteilschädigungen des Gelenk- sowie Bandapparates eintreten. Derartige Verletzungen äußern sich durch Bewegungseinschränkungen, starken Nackenschmerzen sowie auch einem Gefühl der "Instabilität".

Klagt der Betroffene über Schluckbeschwerden, kann ein retropharyngeales Hämatom die Ursache sein. Frakturen oder etwaige Luxationen der HWS erhöhen das Risiko eines (in)kompletten Querschnitts.

Bücher über Sportverletzungen und Erste Hilfe

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Halswirbelsäule?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?