Hahnenfuß

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. April 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Hahnenfuß

Der Hahnenfuß ist eine häufig vorkommende Pflanze, die auf den Wiesen, Weiden, an Straßen- und Wegrändern sowie in den Gärten weit verbreitet ist. Der Hahnenfuß enthält jedoch giftige Stoffe, sodass er in der Pflanzenheilkunde kaum verwendet werden kann und nur in homöopathischer Dosis Anwendung findet.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Der Hahnenfuß hat fünf gelbe Blütenblätter und drei bis fünfspaltige Stängelblätter. Da die Form an das Trittsiegel des Hahns erinnert, hat die Pflanze den Namen erhalten. Der knollige, giftige Hahnenfuß kommt hauptsächlich in Mitteleuropa vor. Früher war das Kraut als Heilpflanze anerkannt, doch heutzutage wird es aufgrund der Giftigkeit nur noch in der stark verdünnten Form als Heilmittel eingesetzt. In erster Linie geschieht dies nur in der Homöopathie. Typisch für das Kraut sind die leuchtend gelben Blüten, die wie lackiert glänzen.

Vorkommen und Anbau

Der Hahnenfuß ist giftig! Lediglich Extrakte oder homöopathische Dosierungen der Pflanze werden gegen Rheuma, Gicht und Muskelschmerzen eingesetzt.

Die Heimat ist die nördliche gemäßigte Zone, meistens der Alten Welt. Der Hahnenfuß hat den lateinischen Namen acris, was scharf bedeutet und sich auf den Geschmack des Krauts bezieht. Der Hahnenfuß gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Die Pflanze ist besser bekannt als Butterblume. Dabei kann es sich jedoch um verschiedene Arten des Hahnenfußes handeln. Die Pflanze ist stark verzweigt und ausdauernd. Sie kann Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreichen, aber auch nur 20 Zentimeter groß sein.

Der aufrechte Stängel ist beharrt, aber oft auch kahl. Die Grundblätter sind lang gestielt, handförmig und verfügen über dreispaltige, schmale Abschnitte. Nach oben hin werden die Blattstiele immer kürzer. Die oberen Stängelblätter sind im Vergleich zu den Grundblättern wechselständig, ungestielt und weniger zerteilt. Die goldgelben, rund gestielten und fettig glänzenden Einzelblüten sind in Rispen an reichlich verzweigten Stängeln angeordnet.

Die Blütenblätter wachsen verkehrt eiförmig. Die Kelchblätter breiten sich bei einer geöffneten Blüte flach aus. Der Blütenboden ist kahl und kugelig geformt. Der Hahnenfuß gedeiht in der Regel von Mai bis Juli und nur selten bis September. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen oder Fliegen. Der Hahnenfuß bildet etwa 50 Zentimeter lange Wurzeln und nicht kriechende Rhizome, aus welchen er neu austreibt.

Anwendung und Wirkung

Der Hahnenfuß enthält das Protoanemonin. Dieser wichtige Stoff wirkt auf die Haut und Schleimhäute stark reizend. Durch das Pflücken der Pflanze, einem Barfußlaufen über Wiesen und einem Liegen darauf kann es zur Dermatitis kommen, bei der sich die Haut rötet und Blasen gebildet werden. Zudem tritt ein brennender Schmerz auf. Das Gift kann durch die Haut auch in den Körper eindringen. Bei einer inneren Aufnahme brennt es im Mund und Rachen. Die Magen- und Darmschleimhäute werden gereizt und es kommt zu Krämpfen, Durchfällen und Schwindelanfällen.

Auch Nierenentzündungen und in schweren Fällen Störungen des Nervensystems bis hin zu Atemlähmungen können weitere Folgen sein. Alle Pflanzenteile sind giftig. Wird die Pflanze verletzt, bildet sie einen Saft, der das ungiftige Ranunculin enthält. Dieser Stoff, ein Glucosid, wird in das ebenfalls giftige Alkaloid Protoanemonin umgewandelt. Protoanemonin, ein Toxin, kommt in allen Hahnenfußgewächsen vor und reizt die Haut und Schleimhäute stark. In den getrockneten Teilen der Pflanze gehen die Giftstoffe jedoch verloren, denn beim Trocknen wird das giftige, instabile Protoanemonin in das Anemonin umgewandelt, das ungiftig ist.

Dieser Stoff löst Krämpfe, lindert Schmerzen und kann Bakterien abtöten. Der Hahnenfuß wird aufgrund der toxischen Wirkungen mit hohen Konzentrationen des Protoanemonins heutzutage vorwiegend im Bereich der Homöopathie verwendet. Hierbei kommen alle frischen Pflanzenteile bei der Herstellung von Arznei zum Einsatz. Der Hahnenfuß kann in niedrigen Dosierungen auch Teemischungen beigemengt werden. Neben der inneren Anwendung kann das Kraut auch äußerlich in der Form eines Umschlags oder einer Auflage aufgebracht werden.

Wogegen hilft Hanhnenfuß?

Bedeutung für die Gesundheit

Das frische Hahnenfuß-Kraut wird im Bereich der Homöopathie und Volksheilkunde äußerlich zum Beispiel bei Hautausschlägen, Rheuma, Gicht und Muskelschmerzen eingesetzt. Juckreiz und Schmerzen unterschiedlichen Ursprungs werden gelindert und verschiedene Entzündungen heilen ab. Vor allem Erkrankungen der Haut, welche durch Viren ausgelöst werden, zum Beispiel Herpes Zoster, Herpes Simplex oder Windpocken, können homöopathisch mit dem Hahnenfuß behandelt werden.

Auch bei Erkrankungen des Gehirns, Rückenmarks, Unterleibs, Augen, Nase und Leber sowie bei einer Mattigkeit, Fieberanfällen, Husten, Brustschmerzen durch eine Erkältung, einseitigen Kopfschmerzen, brennenden Schmerzen im Hals und Gaumen findet das Kraut Anwendung.

Der Hahnenfuß ist für Tiere unproblematisch, denn im frischen Zustand meiden sie ihn und im Heu ist das Kraut unbedenklich, da durch die Trocknung der Pflanze die enthaltenen Giftstoffe verloren gehen. Im nächsten Frühjahr erfreuen sich die Tiere an seinen satten Blüten.

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