Haare

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2016
Gesundpedia.deAnatomie Haare

Haare wachsen am gesamten Körper, werden frisiert, gestylt, geschnitten, entfernt - teilweise geliebt und auch teilweise gehasst. Dabei haben Haare recht wichtige Funktionen für den Menschen. Viele trotzen jedoch den Funktionen und entfernen - auf Grund des Modediktats - die "unästhetischen Behaarung".

Inhaltsverzeichnis

Definition

Haare sind - laut Definition - ein Teil der menschlichen Haut und gelten, wie etwa Fuß- oder Fingernägel - als Hautanhangsgebilde. Die Haarwurzel, aus welcher schlussendlich das Haar wächst, befindet sich in der Lederhaut - somit in der mittleren bzw. unteren Hautschicht.

Das Haar wächst sodann durch die Haut und tritt an der Oberfläche hervor. Das Haar besteht größtenteils aus Keratin und wächst auf der gesamten Haut. Nur die Handinnenflächen, die Fußsohlen sowie die Schleimhäute, die Brustwarzen und die Lippen sind definitiv haarfrei.

Anatomie

Das Haar lässt sich in drei Schichten untergliedern, welche in eine äußere Schuppenschicht (sogenannte Cuticula), dem Mark (sogenannte Medulla) und in eine Faserschicht (auch Cortex genannt) unterteilt werden. Das Haar selbst und die Haarwurzel sind des Weiteren in der menschlichen Lederhaut verankert.

Die Dicke der Haare ist unterschiedlich; das Kopfhaar weist etwa eine Dicke von 0,05 mm auf, während die feinen Haaren, die (unter anderem bei Frauen) auf dem gesamten Körper wachsen, wesentlich dünner sind. Die Augenbrauen, Achselhaare und Schambehaarung sind jedoch mit der Stärke der Kopfhaare zu vergleichen.

Hat das Haar ein bestimmtes Alter erzielt, fällt es von alleine aus. Bei der Kopfbehaarung tritt dieser Fall nach rund 2 bis 6 Jahren ein. Die Theorie, dass die Haare nach dem Rasieren oder Schneiden schneller wachsen, ist unwahr. Es handelt sich dabei nur um ein subjektives Empfinden.

Funktion

Die Funktionen und auch Aufgaben, die mit den Haaren verbunden sind, rühren noch aus längst vergangenen Zeiten. Schlussendlich benötigte der Steinzeitmensch die Haare als Fell; heute gibt es keine "Funktion" mehr dafür, dennoch erfüllen die Haare - noch immer teilweise - denselben Zweck wie vor Millionen von Jahren.

Ist dem Menschen kalt, stellen sich die Haare auf, sodass jene die Haut vor der Kälte schützen. Die Augenbrauen erfüllen des Weiteren die Funktion als Auffangbecken für den Schweiß und schützen daher die Augen bzw. das Gesicht. Des Weiteren transportieren die Haare den Schweiß auf der Haut, der bei der Hitze kühlt.

Zudem sind Schamhaare und Achselhaare klassische Geruchsträger von Sexualstoffen, welche vom Menschen abgesondert werden. Heute werden Achsel- sowie Schamhaare jedoch - aus modischen Gründen - im Regelfall komplett entfernt. Der Mensch empfindet die natürliche Behaarung heutzutage als unschön und versucht diese - so gut es nur geht - auf Lebenszeit zu entfernen. Dabei kommen auch immer wieder Behandlungen mit dem Laser zum Einsatz.



Erkrankungen der Haare

Die Alopezie - der Haarausfall - ist die wohl bekannteste Krankheit. Während Männer im hohen Alter unter Haarausfall leiden und dieser Prozess ein natürlicher Altersfortschritt ist, können Haare auch auf Grund etwaiger Krankheiten ausfallen.

Dabei muss der Mediziner klären, weshalb die betroffene Person unter starkem Haarausfall leidet. Mitunter kann der Haarausfall auch nur eine Begleiterscheinung von anderen Krankheiten oder Behandlungen sein. Jedoch ist der Verlust von rund 100 Haaren - pro Tag - normal und kein Anzeichen für Haarausfall.

Hormonstörungen (bei Frauen) sorgen wiederum für den umgekehrten Effekt. Hier fallen keine Haare aus, sondern hier wachsen die Haare unnatürlich schnell und treten vorwiegend an untypischen Stellen auf. Eingewachsene Haare können ebenfalls zum Problem werden; mitunter entstehen durch das Rasieren auch immer wieder sehr starke Hautrötungen.

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