Hüftschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. Oktober 2016
Gesundpedia.deSymptome Hüftschmerzen

Von Hüftschmerzen spricht man, wenn einseitig oder beidseitig Schmerzen zwischen dem oberen Beckenschaufelrand, mittig zur Wirbelsäule und dem Steißbein hinab ausstrahlend und im oberen Schenkelbereich auftreten. Alle Gewebebereiche müssen beachtet werden, wenn Hüftschmerzen auftreten, aber vorrangig wird das vom Schmerz betroffene Gelenk und die Knorpelmasse bei Untersuchungen betrachtet.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hüftschmerzen?

Mit jährlich steigender Tendenz wird von Ärzten, insbesondere die zuerst aufgesuchten Allgemeinmediziner und zusätzlich konsultierte Fachärzte, wie Orthopäden, immer häufiger eine Erkrankung des Bewegungsapparates festgestellt: der Hüftschmerz. Besondere Personen- bzw. Berufsgruppen, die unter Hüftschmerzen leiden sind Putzpersonal und Handwerker, deren monotone Körperbelastung weit über dem Durchschnitt von Personen liegt, die jemals akut kurzzeitig oder längerfristig bis chronisch an Hüftschmerz erkrankten.

Einen Facharzt zieht man sich zu Rate, wenn der Schmerz akut plagt oder bereits chronisch über längeren Zeitraum hinweg bestand hat. Zudem kann man sich bei Hüftschmerzen selbst helfen. Innerlich wahrnehmbar ist der Hüftschmerz in alle Körperrichtungen. Zumeist spürt der Betroffene seitlich und nach hinten ins Gesäß dumpf oder stechend ausstrahlende Schmerzen, die häufig vorne im Bereich der Leistengegend wahrgenommen werden.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Hüftschmerzen, die zentral aus der Hüftgelenkkapsel, Pfanne oder Nuss genannt, und dem Oberschenkelhüftkopf ursächlich entspringen können. Es müssen Ruheschmerz und Hüftschmerzen unter körperlicher Belastung im Alltag, bei der Arbeit und bei sportlichen Aktivitäten unterschieden werden. Wichtig ist es dabei zu beachten, dass der menschliche Bewegungsapparat nicht nur aus Knochen besteht.

Ursachen

Beim Hüftschmerz spielen die stützenden Sehnen, Bänder und die Muskulatur eine zusätzliche Rolle. Das moderne Leben bietet dem Mensch einerseits bequeme Möglichkeiten, sich schnell fortzubewegen, aber dies ist einer der Gründe, weshalb der Bewegungsapparat immer weniger als solcher beansprucht wird. Berufliche Anforderungen haben sich in den vergangenen dreißig bis fünfzig Jahren drastisch verändert, was dem Hüftschmerz Vorschub bietet.

Stundenlanges Sitzen bei der PC-Arbeit, Stehen am Beratungs- oder Verkaufsschalter und körperlich einseitig belastende Berufe sind hier als Ursachen für Hüftschmerzen zu nennen. Täglich wiederkehrende Anforderungen im Beruf können Hüftschmerzen verursachen, die aufgrund einer Gelenkentzündung oder Muskelreizung, Bindegewebs- und Bänderschwäche oder durch eine Nervenentzündung entstanden sind.

Zu den weiteren Ursachen von Hüftschmerzen zählen Mineralstoffmangel, hormonelle Schwankungen (Prämenstruelles Syndrom) und chronische Grunderkrankungen, wie Erkrankungen aus dem Rheumatischen Formenkreis und Diabetes. Vorwiegend sind übergewichtige Personen und mehr Frauen als Männer von Hüftschmerzen heimgesucht. Das Wettergeschehen und Umwelteinflüsse sind des Weiteren als Ursachen für Hüftschmerzen nicht von der Hand zu weisen. Viele Betroffene klagen bei Wetterwechsel zu kühl-feuchtem Wetter über stärker werdende Beschwerden.

Diagnose und Verlauf

Ein guter Arzt betrachtet zur Diagnose die Körperhaltung insgesamt und nimmt die Beschwerdelage des Patienten auf. Beim Orthopäden ist man unter den Fachärzten mit Hüftschmerzen gut aufgehoben. Er kann feststellen, ob die Hüftschmerzen bedingt durch bereits lang bestehende Haltungsschäden entstanden sind oder ob es sich um eine akute Entzündung und Überbeanspruchung des betroffenen Hüftgelenks handelt.

Viele Patienten mit Bewegungsmangel, hierbei sind oftmals ältere Menschen und Schwangere zu nennen, sind von Hüftschmerzen betroffen, die im Rahmen einer regelmäßigen Untersuchung mit beobachtet und behandelt werden. Hüftschmerzen im Verlauf können immer wieder zum akuten Problem werden, das unbehandelt chronisch und bis hin zu Veränderungen am Gelenk, den Sehnen und Bändern und der Muskulatur führen kann.

Kehren die Hüftschmerzen trotzdem immer wieder, sollte genauer hingeschaut werden, woher die Beschwerden stammen. Mittels moderner Diagnosetechnik, dem CT, kann der Arzt darüber Klarheit schaffen, woher der Hüftschmerz kommt, ob es sich dabei um eine chronische Veränderung handelt oder ob durch zu starke Gewichtsbelastung und sportliche Überanstrengung die Ursache gefunden ist.

Behandlung und Therapie

Mit der ersten Diagnose zum Hüftschmerz und im weiteren Krankheitsverlauf treten bei Gelenkabnutzungen immer wieder starke Schmerzen auf, die meistens nur mit Schmerzblockern und Massageanwendungen behandelt und gelindert werden können. Allerdings gibt es Möglichkeiten zur Vorbeugung, um selbst aktiv gegen Hüftschmerzen an zu gehen: das regelmäßige Gehen.

Bewegung ist für unseren Bewegungsapparat die beste Therapie. Um dem Hüftschmerz vorzubeugen, sollte täglich ein Spaziergang von einer Stunde unternommen werden. Mit Kräutersalben, Infrarot-Wärmelampe und Massageölen beugt man Hüftschmerzen vor.

Ein Blick auf den täglichen Speiseplan bringt weitere Abhilfe, wenn man seine Ernährung überdenkt, sich ausgewogener ernährt und zudem überflüssiges Gewicht verliert, das sich durch Hüftschmerzen unangenehm zu Wort gemeldet hat. Nahrungsergänzungsmittel auf Mineralstoffbasis helfen bei der Gewichtsreduktion und bilden einen Säurepuffer, der den Hüftschmerz auf lange Sicht verschwinden lassen kann.



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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

mayon 69 kommentierte am 05.03.2016 um 07:43 Uhr

Seit 2 Jahren habe ich (weiblich, 46) wahnsinnige beidseitige Hüftschmerzen. Es wurde eingerenkt, ich habe Ibuprophen bekommen und es wurde geröntgt. Ohne Erfolg. Ich habe nun 2 Tabletten bekommen die Lyrika 150 mg heißen. Mein Arzt ist noch 3 Wochen lang im Urlaub und ich halte diese Schmerzen kaum aus.