Hüftprobleme beim Hund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. Juni 2016
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Hüftprobleme beim Hund entstehen bereits in der Jugendzeit der Tiere und sind für den Hund sehr schmerzhaft. Sie lassen sich später häufig nur durch Operationen in den Griff bekommen. Deshalb ist die richtige Ernährung und Haltung im frühen Alter sehr wichtig, um solche Hüftprobleme beim Hund auf lange Sicht zu vermeiden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hüftprobleme beim Hund?

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Hüftprobleme beim Hund sind als Verschleißerscheinung im Hüftgelenk definiert, welche die Folge einer Fehlstellung im Knochenbau ist. Normalerweise fügt sich der Kugelkopf des Oberschenkelknochens passgenau in die Gelenkpfanne der Hüfte. Der Knochen kann sich in alle Richtungen bewegen, verrutscht aber nicht.

Wenn Hüftprobleme beim Hund vorliegen, reibt der Knochen zu stark an der Gelenkpfanne und trägt mit der Zeit den Knorpel ab. Das Hüftgelenk leiert aus. Der Oberschenkelknochen bekommt zu viel Spiel. Dies bereitet dem Tier bei jeder Bewegung Schmerzen. Teilweise springt der Knochen auch zur Gänze aus dem Gelenk heraus, was die Hüftprobleme beim Hund zusätzlich steigert.

Ursachen

Hüftprobleme beim Hund sind nicht angeboren, sondern stellen eine Entwicklungsstörung dar. Die Erkrankung setzt bereits im Alter zwischen vier und zehn Monaten ein. Die Hüftprobleme beim Hund rühren meist von einer fehlerhaften Ernährung her. Schuld daran ist eine zu energiereiche Nahrung.

Wenn der Halter dem Futter zu viel Kalzium, Vitamin C und Vitamin D beimischt, löst dies die Hüftprobleme beim Hund aus. Eine weitere Ursache für Hüftprobleme beim Hund ist eine zu starke Belastung des Jungstieres. Werden die Bänder übermäßig beansprucht, leiern sie mit der Zeit aus und geben den Knochen nicht mehr den nötigen Halt.

Die Hüftprobleme beim Hund sind zwar nicht genetisch bedingt, die Veranlagung dazu wird allerdings vererbt. Insbesondere größere Hunderassen leiden häufiger unter der Erkrankung. Der Deutsche Schäferhund, der Berner Sennenhund, der Rottweiler, der Labrador, der Golden Retriever und der Boxer sind besonders betroffen von Hüftproblemen beim Hund.

Symptome und Verlauf

Hüftprobleme beim Hund zeigen sich bereits bei jungen Tieren. Ein Hund, der erkrankt ist, lahmt beim Gehen. Er bewegt sich weniger, weil ihm das Laufen Schmerzen bereitet. Wenn ein Jungtier auffällig häufig liegen bleibt, deutet dies auf Hüftprobleme beim Hund hin.

Bei älteren Hunden nehmen die Symptome noch zu. Der Hund hält sich nur wackelig auf Beinen. Der Gang ist sichtbar instabil. Wenn er die Hinterbeine bewegt, kippt das Becken nach vorne ab. Durch die mangelnde Bewegung verkümmert die Beinmuskulatur. Unter Belastung kann sie sich sogar entzünden. Der Hund hat nun ernsthafte Probleme, überhaupt aufzustehen. Knackende oder knirschende Geräusche, die das Hüftgelenk bei Bewegung verursacht, sind ein weiteres Symptom für Hüftprobleme beim Hund.

Diagnose

Ob Hüftprobleme beim Hund vorliegen, kann ein Arzt nur durch eine Röntgenuntersuchung zweifelsfrei feststellen. Dazu legt er den Hund mit dem Rücken auf den Röntgentisch und zieht seine Beine nach hinten. Da dem Hund diese Stellung enorme Schmerzen bereiten würde, betäubt der Arzt ihn für kurze Zeit. Hüftprobleme beim Hund sind gegeben, wenn das Röntgenbild zum Beispiel einen abgeflachten Oberschenkelkopf zeigt. Gleiches gilt, wenn die Gelenkpfanne unnatürlich vergrößert ist.

Ein weiteres Anzeichen für Hüftprobleme beim Hund ist ein verdickter Hals des Oberschenkelkopfs. Zudem misst der Arzt mithilfe einer Schablone den Winkel, in dem die Beine aus dem Becken herausragen. Beträgt dieser Winkel weniger als 105 Grad, diagnostiziert der Tierarzt Hüftprobleme beim Hund.

Wann zum Tierarzt?

Hüftprobleme beim Hund äußern sich häufig darin, dass der Hund sich nur noch ungern bewegt. Wenn ein Halter dieses Symptom bei seinem Tier beobachtet, sollte er vorsichtshalber den Tierarzt aufsuchen. Ein noch deutlicheres Warnzeichen ist, wenn der Hund sehr schwerfällig aufsteht oder einen wackeligen Gang zeigt. Beides deutet eindeutig auf akute Hüftprobleme beim Hund hin.

Behandlung

Die Behandlung der Hüftprobleme beim Hund hängt von der Schwere der Erkrankung und dem Alter des Hundes ab. Bei weniger gravierenden Fällen verschreibt der Arzt Schmerzmittel wie Firocoxib, Meloxicam oder Carprofen. Dadurch kann sich der Hund wieder mehr bewegen und Muskelmasse aufbauen, die das Gelenk entlastet.

Übergewichtige Hunde setzt der Arzt auf Diät, denn auch das zusätzliche Gewicht verursacht Hüftprobleme beim Hund. Gelegentlich empfehlen Experten auch die Futterbeimischung von Glykosaminoglykanen, Omega-3-Fettsäuren oder einem natürlichen Extrakt, das aus der Grünschalmuschel gewonnen wird.

Sind die Hüftprobleme beim Hund schwerwiegender Natur, vollzieht der Arzt einen operativen Eingriff. Er durchtrennt dabei entweder einen Muskel an der Innenseite des Oberschenkels, der die Hüfte beugt, oder die Nervenbahnen an der Gelenkkapsel.

Alternativ richtet er bei jungen Hunden die Gelenkpfanne neu aus, wozu er aber drei Knochen durchtrennen muss. Bei älteren Tieren bleibt der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks oftmals die einzige Möglichkeit, um die Hüftprobleme beim Hund dauerhaft zu beheben.



Vorbeugung – Was kann der Halter tun?

Hüftprobleme beim Hund lassen sich verhindern, wenn der Hundebesitzer im ersten Lebensjahr des Tieres auf eine ausgewogene Ernährung achtet. Vor allen Dingen bei größeren Hunderassen sollte das Futter nicht zu energiereich sein, um das Wachstum der Knochen nicht unnötig zu beschleunigen. Schwieriger fällt ein Ratschlag im Hinblick auf das rechte Maß an Bewegung für einen jungen Hund. Eine Überstrapazierung kann die Bänder schädigen. Gleichzeitig braucht der Hund ausreichend Bewegung, um Muskeln aufzubauen. In diesem Fall hilft nur das Gespräch mit einem erfahrenen Züchter, um Hüftprobleme beim Hund zu vermeiden.

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