Gymnastik

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. Dezember 2014
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Gymnastik stammt aus dem griechischen gymnos – nackt und bezeichnet die Kunst der Leibesübungen. Der Begriff, der im 5. Jahrhundert v. Chr. geprägt wurde, umfasst der Begriff die Summe des Wissens, das die Gymnasten, wie die Lehrer der Körperübungen genannt wurden, besaßen. Verbunden werden die Übungen der Gymnastik heute meist mit freudeerweckender, belebender, bewegungsbetonter sowie leistungssteigernder Musik.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gymnastik, die von den alten Griechen betrieben wurde, diente vornehmlich der militärischen Ertüchtigung der Jugend. In der Blütezeit Griechenlands umfasste die Gymnastik das gesamte Gebiet aller damals bekannten körperlichen Übungen, also auch Tanzen, Reiten sowie militärische Körperübungen.

In der Folgezeit verlor die Gymnastik ihre ursprüngliche Bedeutung. Zunehmend beschränkte sie sich auf ausgleichende sowie hygienische Zwecke und wurde schließlich durch Ärzte (u.a. Hippokrates) zur reinen Heilgymnastik.

Der Grundgedanke der griechischen Gymnastik als Mittel harmonischer Menschenbildung wurde zu Beginn der Neuzeit im 14. bis 16. Jahrhundert wieder lebendig. In Deutschland waren es insbesondere die fortschrittlichen Kräfte wie GutsMuths, die in ihrer praktischen pädagogischen Arbeit das hellenische Vorbild zu verwirklichen suchten.

Prinzipien und Inhalte

Die Prinzipien der Gymnastik sind allgemeine Körperformung und Bewegungsschulung. Sie stehen gleichwertig, sich ergänzend und in Wechselbeziehung nebeneinander. Die Prinzipien der Gymnastik setzen sich aus folgenden Inhalten zusammen:

Körperformung

Die Gymnastik will hierbei hauptsächlich Kraft, Dehnfähigkeit, Beweglichkeit sowie gute Körperhaltung fördern.

Kraft

Diese kann durch Beugen, Strecken, Heben sowie Halten einzelner Körperteile sowie durch Bewegen des ganzen Körpergewichts entwickelt werden. Dazu dienen z.B. Übungen wie Heben der gestreckten Beine in einem Winkel, Ziehen in den Beugehang an der Sprossenwand oder Ziehenm Schieben, Heben und Tragen eines Partners

Dehnfähigkeit

Die Dehnung der Muskulatur und der Bänder wird hauptsächlich durch Feder- und Schwungbewegungen einzelner Körperteile bewirkt. Um stärkere Wirkung zu erreichen, können andere Körperteile festgestellt werden. Dies wird etwa bei schwungvollen Vorhochspreizen eines Beines im Stand oder bei federnder Rumpfsenkungen im Grätschwinkelstand mit Weitgriff beider Hände an einer hüfthohen Sprosse erreicht.

Beweglichkeit

Die Gelenke werden vorwiegend durch Kreisen und Drehen einzelner Körperteile beweglicher, wie durch großes, schwungvolles Kreisen der Arme oder des Rumpfes. Aber auch durch verschiedene Gewandtheitsübungen an Geräten

Körperhaltung

Der Verbesserung der Haltung dienen alle Streckübungen des Rumpfes. Sie können statischen oder Charakter besitzen. Eine statische Übung ist z.B. die Nackenhalte des Stabes über längere Zeit. Eine dynamische mehrmaltiges Rückschlagen des waagerecht hochgehobenen Stabes.

Bewegungsschulung

In der Bewegungsschulung strebt die Gymnastik die Verfeinerung der Gesamtkoordination mit besonderer Betonung ästhetischer Ausführung an. Die wichtigsten Grundformen der Bewegungsschulung sind Gehen (Übung: Abrollen des Fußes von der Ferse nach der Spitze, Nachstellschritt, Wechselschritt), Laufen (Übung: mit federnder und schwingender Form), Hüpfen (Übung: federnd auf einem oder beiden Beinen), Springen (Übung: Schrittsprung, Galoppsprung, Schersprung, Scherdrehsprung), Federn (Übung: federnde Bewegungsausführung der Fuß-,Knie- und Hüftgelenke) und Schwingen (Übung: Arm-,Rumpf- und Beinschwünge die im pendeln und kreisen ausgeführt werden).

Geräte

Die in der Gymnastik verwendeten Geräte sind durch ihre Besonderheiten wie Gestalt, Größe und Gewicht, denen sich der Übende anzupassen hat, nicht nur ein gutes Trainingsmittel, sondern sie ermöglichen auch eine außerordentliche Vielfalt von Bewegungen.

Bei den Handgeräten werden Hanteln, Holz- und Eisenstäbe, Keulen, Rundgewichte, Eisenkugeln, Bälle, Tücher, Bänder, Schwingfahnen, Reifen sowie Seile unterschieden. Handgeräte werden gewissermaßen als Maß- und Kontrollgeräte bei der körperformenden Arbeit verwendet.

So wird beim Heben der Beine im Strecksitz über eine Keule oder Medizinball der Winkel des Beinhebens genau festlegt und die Ausführung kontrolliert. Als Gewicht verwendet wirkt das Handgerät belastend. Je nach Absicht kann mehr die Kräftigung, Dehnung oder Beweglichkeit im Vordergrund stehen.

Großgeräte sind die Sprossenwand und Bank. Diese können immer dann als Gymnastikgeräte gelten, wenn spezifisch körperformende, gymnastische Übungen an ihnen ausgeführt werden. An der Sprossenwand können Hangübungen, Hangstand und im Grätschwinkelstand besonders die Dehnung gesteigert werden. Rumpfübungen im Sitz auf der Bank steigern Kraft und Beweglichkeit.

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