Guter Heinrich

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. April 2016
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Guter Heinrich ist die Bezeichnung für eine Speise- und Heilpflanze. Er weist Ähnlichkeit mit Spinat auf.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Guten Heinrich wissen

Beim Guten Heinrich (Blitum bonus-henricus) handelt es sich um eine Pflanzenart, die der Gattung der Blitum angehört. Er ist außerdem Bestandteil der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). In früheren Zeiten wurde der Gute Heinrich dagegen den Gänsefußgewächsen zugeordnet. Bekannt ist er auch als Wilder Spinat oder Grüner Heinrich.

Die Bezeichnung Guter Heinrich entstammt wohl der Legende vom aussätzigen Heinrich. Eine weitere mögliche Variante ist der althochdeutsche Begriff Heimrich, der soviel wie gut essbar bedeutet. Andere Quellen behaupten dagegen, die Pflanze sei nach dem französischen König Heinrich IV. (1553-1610) benannt worden.

Der Gute Heinrich zählt zu den krautigen ausdauernden Pflanzen. Er kann Wuchshöhen zwischen 10 und 80 Zentimetern erzielen. Ein typisches Merkmal der Pflanze sind ihre unverzweigten, aufrechten Stängel. Als bevorzugte Wuchsgebiete der Speise- und Heilpflanze gelten Almhütten in den Bergen, Wiesen, Straßenränder und die Umgebung von Viehställen. Da der Gute Heinrich sehr viel Platz einnimmt, stößt er bei Gartenfreunden nur auf wenig Gegenliebe.

Allerdings lässt sich die Pflanze leicht anbauen, weil sie nur wenig Pflege benötigt. Die zarten Blätter des Guten Heinrichs können geerntet werden und lassen sich wie Spinat zubereiten. Zwischen dem Spinat und dem Grünen Heinrich besteht eine enge Verwandtschaft.

Das Ernten der ersten Blätter des Guten Heinrichs ist bereits ab April möglich. Die Blütezeit der Pflanze setzt zwischen Mai und August ein. Auch die Blüten des Guten Heinrichs eignen sich zum Verzehr.

Der Gute Heinrich stellt schon seit langer Zeit eine beliebte Kulturpflanze dar. Er wächst vor allem in Mitteleuropa sowie in Nordamerika. Er kann sogar auf Höhen von rund 3000 Metern gedeihen. Vom Geschmack her besteht eine Ähnlichkeit zwischen dem Guten Heinrich und dem Spinat. Allerdings schmeckt der Grüne Heinrich würziger und herber. Die älteren Blätter weisen jedoch eine bittere Note auf.

In der heutigen Zeit wird der Gute Heinrich den gefährdeten Arten zugerechnet und steht auf der roten Liste. In einigen Bundesländern droht ihm sogar das Aussterben. Aus diesem Grund sollte er in der freien Natur nicht gesammelt werden. Im Baumarkt lassen sich jedoch die Samen der Pflanze erwerben, wodurch ein eigener Anbau möglich ist.

Bedeutung für die Gesundheit

Beim guten Heinrich handelt es sich um eine sehr gesunde Pflanze. So diente er in früheren Zeiten als therapeutisches Mittel zur Behandlung von Wurminfektionen, Abszessen und Hautkrankheiten. Seine Samen werden als mildes Abführmittel eingestuft. Des Weiteren verfügt er über eine erweichende und blutreinigende Wirkung. Die Pflanze eignet sich sowohl zur innerlichen als auch zur äußerlichen Anwendung. So wird sie in Form von Tee, Auflagen und Umschlägen dargereicht. Wichtig ist jedoch, das Heilkraut stets frisch anzuwenden. Mit dem Guten Heinrich wurden sogar Kühe behandelt, bei denen Verletzungen oder Wunden vorlagen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Im Guten Heinrich sind einige gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten. Dazu gehören Vitamin C, Eisen, Oxalsäure und Saponine. Weitere Inhaltsstoffe sind Mineralien, Proteine und Chlorophyll. Die Nährwerte der Pflanze werden als positiv eingestuft.

Unverträglichkeiten

In der Regel gilt der Gute Heinrich als gut verträglich. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. So sollte er nicht von Personen verzehrt werden, die unter Nierenbeschwerden, Rheuma oder Gicht leiden. Mitunter sind auch allergische Reaktionen möglich.



Einkaufs- und Küchentipps

Im Handel wird der Gute Heinrich nur selten angeboten. Wer ihn selbst anbaut oder sammelt, muss ihn rasch aufbrauchen, da er sich nicht für längere Zeit lagern lässt. Vorbereitet wird die Speisepflanze ähnlich wie Spinat. So erfolgt zuerst das Verlesen der Blätter. Die dickeren Pflanzenstiele zupft der Zubereiter ab und wäscht sie einige Male in einer Schüssel mit Wasser.

Nächster Schritt ist das Abtropfen der Blätter in einem Sieb. Als sinnvoll gilt zudem das Trockenschleudern in einer Salatschleuder, sofern die Pflanze roh genossen werden soll. Ist dagegen die Garung geplant, kann der Gute Heinrich auch tropfnass in den Topf gegeben werden.

Zubereitungstipps

Der Grüne Heinrich lässt sich grundsätzlich ebenso zubereiten wie Spinat. In jungem Zustand gilt er auch roh als gut genießbar. Dabei lässt er sich ausgezeichnet mit anderen Salatsorten vermischen.

Eine weitere Zubereitungsmöglichkeit ist das Dünsten des Guten Heinrichs. Dadurch kann er wie Spinat als Beilage zu Eiern, Geflügel, Getreide oder Fisch serviert werden. Nach dem Einfüllen in den Topf erfolgt das mäßige Salzen der Blätter. Dann wird der Deckel aufgesetzt und die Blätter fallen in sich zusammen.

Als wohlschmeckend gelten in diesem Zusammenhang zudem die jungen Triebspitzen des Guten Heinrichs. Sie enthalten zudem eine Vielzahl an wertvollen Mineralstoffen.

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