Graue Haare

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. Juni 2015
Gesundpedia.deSymptome Graue Haare

Graue Haare ab einem bestimmten Alter, sind eine ganz normale Sache, die schlicht und einfach mit dem Alterungsprozess unseres Körpers zusammen hängt. Allerdings können graue Haare auch schon in jungen Jahren auftreten. In diesem Fall sind sie ein klares Anzeichen dafür, dass im Körper etwas nicht stimmt und es sollte unbedingt nach der Ursache geforscht werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Graue Haare?

Graue Haare haben mit dem Verlust der eigentlichen Haarfarbe zu tun. Statt Braun, Blond, Rot oder Schwarz, verfärben sich die Haaren nach und nach zu einem Grauton, der normalerweise mit der Zeit heller und heller wird. Zunächst entstehen einzelne graue Haare, die dann immer mehr werden.

Der Prozess des Grauwerdens der Haare dauert ziemlich lange und kann sich über Jahre hinziehen. Der Verlauf kann je nach Veranlagung unterschiedlich sein. Viele Menschen bekommen zunächst nur an einer oder zwei Stellen sehr viele graue Haare. Bei anderen verteilen sie sich gleichmäßig über den ganzen Kopf.

Ursachen

Die Ursache für das Entstehen von grauen Haaren ist eine nachlassende Melaninproduktion im Körper, die mit zunehmendem Alter bei jedem Menschen einsetzt. Melanin wird als natürlicher Pigmentstoff mit Hilfe des Eiweißes Tyrosin gebildet und an der Haarwurzel in das Haar eingelagert.

Produziert der Körper immer weniger Melanin, so wird das Haar erst grau, dann weiß. Normalerweise werden nicht alle Haare gleichzeitig weiß. Auch deshalb ergibt sich anfangs zunächst der Eindruck von grauem Haar. Richtig weiß sind die Haare erst in sehr hohem Alter.

Entstehen graue Haare bereits im jungen Alter, so können Ursachen wie beispielsweise Stress, eine posttraumatische Belastungsstörung, Mineralstoffmangel oder auch eine krankhafte Störung in der Bildung der Pigmente vorliegen.

Auch eine Übersäuerung des Körpers kann ein frühzeitiges Ergrauen auslösen. Mit einer Übersäuerung geht oft das Problem einher, dass Wasserstoffperoxyd im Körper nicht mehr abgebaut werden kann und dass dadurch frühzeitig graue Haare entstehen.

Diagnose und Verlauf

Das Entstehen der ersten grauen Haare wird ab einem Alter von etwa 35 Jahren als normal angesehen. Treten sie bereits früher auf, ist zunächst nach der Veranlagung innerhalb der Familie zu fragen. Bei Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung, kann es dazu kommen, dass die Haare von heute auf morgen grau werden. Posttraumatische Belastungsstörungen können nach einem traumatischen Erlebnis, wie beispielsweise dem Tod eines Familienmitglieds oder einem Unfall auftreten.

Das Ergrauen zeigt sich in diesem Fall schon innerhalb weniger Wochen. In die Haarwurzel werden dann keine Pigmente mehr eingelagert. Sobald das Haar wächst, wird dies schnell sichtbar. Graue Haare, die durch den natürlichen Alterungsprozess entstehen, sind nicht mehr in der Lage sich zu regenerieren. Anders sieht es bei allen krankheitsbedingten Ursachen aus. Bei richtiger Behandlung können die Haare ihre natürliche Farbe wieder annehmen.

Behandlung und Therapie

Im Fall eines nicht altersbedingten Pigmentverlusts, kann eine Behandlung der grauen Haare erfolgen. Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung kann eine Traumatherapie zu guten Ergebnissen führen. Der Patient lernt mit dem Erlebten umzugehen und gewinnt wieder neuen Mut zum Leben. Vor allem bei sehr jungen Patienten ist die Chance sehr hoch, dass die Pigmentbildung sich wieder regeneriert.

Im Fall einer Entmineralisierung durch Stress, schlechte Ernährung oder auch Alkoholmissbrauch, wird ein Stressbewältigungsprogramm empfohlen, viel Sport und eine Ernährungsumstellung, die dem Körper vermehrt Vitalstoffe zuführt.

Durch die Regeneration von Körper und Seele kann die Pigmentproduktion so wieder angekurbelt werden. Die Ernährung sollte in solchen Fällen möglichst reich an basischen Nahrungsmitteln sein. Eine Behandlung zur Entsäuerung des Körpers und zum Aufbau einer gesunden Darmflora sind ratsam.

Dabei spielt die Darmflora eine besonders wichtige Rolle, denn nur ein gesunder Darm kann die in der Nahrung enthaltenen Vitalstoffe auch aufnehmen. Es wird zudem empfohlen auf chemiefreie Haarpflegeprodukte zurückzugreifen. So kann die Kopfhaut entsäuert und mit wichtigen Mineralstoffen angereichert werden.

Ein altersbedingtes Ergrauen der Haare kann zwar nicht ursächlich behandelt, allerdings durchaus kosmetisch beeinflusst werden. Durch Haarfärbemittel, die möglichst schonend sein sollten, können dem Haar künstlich Pigmente zugeführt werden. Des Weiteren gibt es spezielle Pflegeprodukte, wie Farbpflegelotionen, die bei regelmäßiger Anwendung durch eine chemische Reaktion einen natürlichen Farbstoff im Haar erzeugen.

Rezeptfreie Medikamente gegen graue Haare


Vorbeugung

Die beste Vorbeugung gegen graue Haare ist es, schon in jungen Jahren auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Eiweißen und Mineralstoffen zu achten. Außerdem wird ausreichender und regelmäßiger Schlaf empfohlen, ebenso wie regelmäßige Maßnahmen zum Stressabbau. Wer sich an diese vorbeugenden Maßnahmen hält, kann das Entstehen von grauen Haaren unter Umständen einige Jahre hinauszögern.

Bücher zum Thema Haut & Haare

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Graue Haare?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?